Tibet: Lippetalschule zeigt Flagge

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Die Schüler der Klasse 7 an der Lippetalschule haben sich dafür eingesetzt, dass am kommenden Dienstag die Tibetflagge aus Zeichen der Solidarität mit den unterdrückten Tibetern erstmals auch von der Gemeinde Lippetal gehisst wird.

LIPPETAL - Tibet, seine Entwicklung, Religion und Geschichte sind der aktuelle Unterrichtsstoff für die Schüler der siebten Klassen an der Lippetalschule. Auf ihre Initiative hin wird am kommenden Dienstag, 10. März, zum ersten Mal in Lippetal die tibetische Flagge als Zeichen der Solidarität gehisst.

Am 10. März 1950 besetzte China gewaltsam Tibet und in den mittlerweile 65 Jahren der Unterdrückung starben 1,2 Millionen Tibeter durch Verfolgung und Folter, fast 6 000 tibetische Klöster wurden zerstört. Aufgrund ihrer Symbolik ist die tibetische Flagge in Tibet selbst strengstens verboten. Ihr Besitz oder ihre öffentliche Zur-Schau-Stellung werden von der chinesischen Regierung hart bestraft.

Erstmals wird sich jetzt auch die Gemeinde Lippetal solidarisch zeigen. Am Rathaus und an der Lippetalschule wird am kommenden Dienstag die tibetische Flagge als Symbol für Freiheit gehisst.

Das sicherte Bürgermeister Matthias Lürbke in einem Gespräch mit einer Schülerdelegation der Klasse 7a von der Lippetalschule zu. Nina Pöpsel, Jens Hessing, Jan Luthmann und Max Lienkamp hatten sich als Vertreter der Schüler einen Termin beim Bürgermeister geben lassen und diskutierten mit ihm die Idee des „Flagge zeigens für Tibet“.

„Die Schüler haben mit viel Engagement Informationen zusammengetragen und darum gebeten, dass sich Lippetal solidarisch zeigt und klar gemacht, wie wichtig ihnen diese Sache ist“, berichtet Matthias Lürbke vom Gespräch.

Hoffnung auf jährliche Flaggen-Aktion

Begeistert vom Engagement der Schüler war auch Dr. Ulrich Vedder, Lehrer an der Lippetalschule. „Im Fach Gesellschaftslehre habe ich das Thema Tibet vorgestellt und die Schüler haben sich, weil es sich um eine zusätzliche Unterrichtsreihe handelt, für dieses Thema entschieden. Für mich als Lehrer war auffällig, wie hoch das eigene Interesse der Schüler am Thema Tibet ist und wie sehr sie das Bedürfnis haben, selbst etwas zu machen“, sagt Vedder.

Sechs Unterrichtseinheiten habe es bisher gegeben, am Dienstag folgt die Flaggen-Aktion. „Es wird in den Stunden darum gehen, dass die Kinder und Jugendlichen geographische, historische, religiöse und politische Sachzusammenhänge recherchieren, analysieren und interpretieren. Es ist unsere Aufgabe als Lehrer für Gesellschaftslehre in dem integrativen Fach, das Erdkunde, Geschichte und Politik vereint, den Schülern den aktiven Einsatz für Demokratie und Freiheit nahe zu bringen,“ sagt Vedder zu dem Projekt an der Lippetalschule, das im gesamten Jahrgang sieben laufen soll.

Die Schüler hoffen außerdem, dass sie aus der Aktion am kommenden Dienstag eine Wiederholung in den nächsten Jahren ergibt.

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