Stephanuskirche bleibt länger eine Baustelle 

+
Über den Stand der Umbauarbeiten in St. Stephanus Oestinghausen informierten (von rechts) Architekt Hans-Jochen Kirchner und Pfarrer Ulrich Liehr sowie (von links) Alfons Glasemacher, Karl Zimmermann, Monika Kirchner und Silvia Henkelmann.

Oestinghausen – Auf erste Erfolge der Innenrenovierung können die Verantwortlichen bereits verweisen, und auch sonst legt der Rundgang über die Baustelle nahe, dass das Endergebnis sehr ansehnlich wird. Es gibt dabei aber eine weniger erfreuliche Nachricht: Anders als gedacht kann die Stephanuskirche zu Ostern noch nicht wieder genutzt werden, auch die Erstkommunionfeier wird dort noch nicht möglich sein. Das berichteten Pfarrer Ulrich Liehr und Vertreter des Kirchenvorstands jetzt bei einem Ortstermin. Der Grund seien einige Verzögerungen im Verlauf der Arbeiten.

Nach der aktuellen Planung kann die Kirche zu Christi Himmelfahrt am 21. Mai wieder genutzt werden. Der Abschluss der Renovierungsarbeiten wird dann mit einem großen Pfarrfest am Sonntag, 16. August, gefeiert, zu dem auch Weihbischof Domenicus Meier aus Paderborn erwartet wird, so Liehr. 

Als Warnung vor dem allgegenwärtigen Bösen dienten im Mittelalter solche Fratzen. Auch sie werden gereinigt und aufgearbeitet, wie Karl Zimmermann vom Kirchenvorstand erläutert.

Zu feiern gibt es im August eine Menge: Denn mit der Innenrenovierung als viertem Bauabschnitt sind dann alle Maßnahmen für eine grundlegende Sicherung des Gotteshauses abgeschlossen, die vor rund 20 Jahren mit der Sanierung des Turms begonnen hatten. 

Mit den derzeitigen Arbeiten wurde überdies manche Unstimmigkeit bereinigt. So wurde der Bogen über dem Hauptportal, der von innen früher aus unbekannten Gründen gekappt worden war, wieder hergestellt. Möglich wurde dies, weil der Türsturz ohnehin gesichert werden musste, erklärte Architekt Kirchner. 

Im Zuge des laufenden Bauabschnitts wurden von Innen die Schäden am Mauerwerk beseitigt, die die aufsteigende Feuchtigkeit bewirkt hatte. Wände und Gewölbe wurden von der Schmutzschicht befreit, die sich, unter anderem in Form von Kerzenruß, über Jahrzehnte abgelagert hatte. 

Aktuell wird die Elektrik erneuert. Anschließend bekommt der Innenraum einen neuen Anstrich, den dünne rote Farbbänder akzentuieren werden. Aufgearbeitet werden sollen zudem noch der Hauptaltar, zwei Nebenaltäre, die Kirchenbänke, die Kreuzwegdarstellungen und die Orgel. 

Rund 1,5 Millionen Euro sind insgesamt für die Arbeiten kalkuliert, zugute kommt der Pfarrei unter anderem ein Zuschuss in Höhe von 178 500 Euro, den die Einrichtung BKM für Kultur und Medien der Bundesregierung bewilligt hatte. Hinzu kommen Zuschüsse des Erzbistums Paderborn und weitere Mittel. Für diese Unterstützung sei die Gemeinde überaus dankbar, betonte Liehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare