Kreis sucht Zeugen

Achtlos am Wegesrand entsorgt: Spaziergänger finden tote Ziege, Lämmer und Schafe

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Mit solchen Ohrmarken werden Schafe gekennzeichnet. Bei den toten Tieren in Lippborg haben Unbekannte diese abgeschnitten.

Lippborg/Beckum – In der Bauerschaft Lippborg-Dalmer haben Spaziergänger am Wegesrand die Kadaver von einer Ziege, zwei Schafen und drei Lämmern entdeckt. Offenbar achtlos entsorgt lagen die Körper der Tiere in der Landschaft.

Bilder vom Fundort stellte Sonja Schlinkschröter ins Internet. Binnen kürzester Frist wurde ihr Beitrag vielfach empört kommentiert und geteilt. Auch in der Gruppe „Beckumer helfen Beckumern“ entspannt sich eine Diskussion über den Vorgang vor der Haustür. 

Dem ging am Montagvormittag das aufmerksam gewordene Kreis-Veterinäramt aus Soest auf den Grund, das in dem Fall zuständig ist, weil sich die Fundstelle auf Lippetaler Boden befindet. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt war die Kreis-Veterinärin vor Ort, um die Kadaver in Augenschein zu nehmen. 

Tiere wohl schon vor einer Woche verendet

Wie Pressesprecher Wilhelm Müschenborn berichtete, stellten die Fachleute fest, dass die Tiere wohl bereits vor mindestens einer Woche verendet sind und der Verwesungsprozess entsprechend fortgeschritten sei. So weit, dass eine Untersuchung im Chemischen und Veterinär-Untersuchungsamt nicht mehr möglich war, wie Müschenborn erläuterte. Die hätte die Behörde gerne veranlasst, um festzustellen, ob die Vierbeiner an einer auch für andere Lebewesen bedrohlichen Erkrankung zugrunde gegangen sind. 

Keine Hinweise auf Schlachtung oder Raubtiere

Der beim Ortstermin festgestellte Zustand der Felle lässt jedenfalls den Rückschluss zu, dass die Schafe und die Ziege weder geschlachtet noch von einem Wildtier gerissen worden sind. Der Kreis Soest veranlasste gestern den Abtransport der Kadaver zur Sammelstelle in Bad Sassendorf.

Ohrmarken entfernt

Die Untersuchung der Herkunft der Tiere blieb bisher ohne Erfolg. Ein Zeuge gab den Hinweis, dass die Kadaver am Freitag noch nicht an der Fundstelle gelegen haben sollen. Die Ohrmarken der toten Tiere, auch das stellte sich heraus, waren offenbar in Verschleierungsabsicht abgeschnitten worden.

Kreis sucht Zeugen

Natürlich sei man daran interessiert zu erfahren, wer die toten Tiere abgelegt hat, sagte Kreissprecher Wilhelm Müschenborn. Für die Unterstützung von Zeugen sei der Kreis Soest dankbar. Hinweise erbittet die zuständige Behörde per E-Mail unter der Adresse vetleb@kreis-soest.de.

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