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Schule im Mittelpunkt beim Neujahrsempfang

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Klaus-Dieter Brauckhoff begrüßte beim Neujahrsempfang Susanne Kresing, Claudia Maduch und Erich Zajac (von links), die zu den verschiedensten Lippetaler Schulmodellen referierten. J
Klaus-Dieter Brauckhoff begrüßte beim Neujahrsempfang Susanne Kresing, Claudia Maduch und Erich Zajac (von links), die zu den verschiedensten Lippetaler Schulmodellen referierten. J © Pöpsel

LIPPBORG ▪ Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und von den örtlichen Vereinen durfte Klaus-Dieter Brauckhoff, Vorsitzender des Zweckverbandes Lippborg, zum traditionellen Neujahrsempfang begrüßen. Dabei ging es im Gasthof Willenbrink in diesem Jahr besonders um das Thema „Schule“ und die Verknüpfungspunkte mit der heimischen Arbeitswelt.

„Der Neujahrsempfang soll der Idee: „Gemeinsam in Lipporg“ dienen“, so Brauckhoff in seiner Eröffnungsrede und hielt sowohl weltlich als auch lokal Rückblick auf das letzte Jahr. Dabei beschäftigten ihn besonders die Finanzkrise, die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt oder die EU-Politik.

Bürgermeister Matthias Lürbke hob bei seinem Blick auf 2011 den Start der Lippetalschule hervor und zeigte sich zuversichtlich, dass diese Erfolgsgeschichte schreiben wird. „Diese Schule ist etwas Besonderes!“ Selbstredend wagte er auch einen Blick nach vorn, auf das, was Lippetal und besonders Lippborg in diesem Jahr erwarten darf. Neben Planungen zur Ortsumgehung B 475 und einem dazugehörigen Gespräch beim Verkehrsministerium wird in Kürze das zweite neue Feuerwehrfahrzeug in Lippborg Einzug halten.

Parallel zum Aufbau des Baugebiets Beckkamp verfolgt die Gemeinde auch weiterhin die Schaffung eines Industriegebietes an der A2. Speziell für Lippborg liegt der Augenmerk auf dem Bereich Einzelhandel. „Eine ganz große Aufgabe ist die Entwicklung des Ortskerns Lippborg. In diesem Ort fließt die meiste Kaufkraft weg. Hier muss also etwas passieren. Das Angebot für den Einzelhandel muss erweitert werden. Wir möchten Lippborg fit machen für die nächsten 25 Jahre“, so Lürbke.

Pastor Gereon Beese zog vom eingerüsteten Kirchturm den Bogen zur Fusion mit Herzfeld: „Die Einrüstung kann man als Symbol sehen, dass etwas anders wird und als Zeichen, dass investiert wird, nicht dass der Kirchenstandort Lippborg abgeschrieben wird. Es gibt keine Verlierer der Fusion. Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen. Hier sind wir als Kirche keine Randerscheinung. Stärken wir diese positive Profil weiterhin.“

Im Anschluss bot sich die Möglichkeit, Facetten des Lippetaler Bildungssystems kennenzulernen. Erich Zajac, Rektor der Lippetalschule, Susanne Kresing, Rektorin der Ludgerus-Grundschule sowie Claudia Maduch vom Team der „Ludgeristrolche“ berichteten den Anwesenden über ihre Arbeit und begrüßten, dass dem Thema „Schule“ auf dem Neujahrsempfang ein so hoher Stellenwert eingeräumt wurde.

Zajac zeigte die Veränderungen im Schulsystem der letzten Jahrzehnte auf und endete mit der Form der Gemeinschaftsschule. Bis zur sechsten Klasse werden alle Schüler gemeinsam unterrichtet, anschließend splitten sich drei Bildungsgänge auf. Schüleraktivierung, Förderung und Zeit seien wichtige Komponenten, die benötigt werden, um Unterricht zu gestalten. Darüber hinaus sei die Zusammenarbeit mit der Kommune und dem ganzen Dorf von großer Bedeutung, um die Jugend auf ihrem Weg zu begleiten. Partnerschaften für die Berufsvorbereitung oder die Unterstützung von Sportvereinen im Freizeitbereich, Zajac hofft auf gute Zusammenarbeit und unterstützende Ehrenamtliche. Hier stimmt er mit seiner Kollegin Susanne Kresing überein, die in Bezug auf die Ludgerus-Grundschule die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich engagierten Eltern hervorhob und über Zahlen zu berichten wusste.

Besonders positiv bleibt aus dem letzten Schuljahr die Sanierung der Turnhalle in Erinnerung. „Kinder sind die Zukunft. In der Grundschule wird die Basis gelegt. Hier ist es wichtig, dass investiert wird, vor allem an Interesse und Engagement“, unterstrich die Rektorin, dass der Standort der Lippborger Grundschule gesichert sei und schloss sich der Bitte an, dass Unternehmen sich in den Schulalltag einbinden lassen.

Den Vorstellungsreigen der Schulmodelle schloss Claudia Maduch und ließ Fotos sprechen. Die sechs Fachkräfte der Schulbetreuung „Ludgeristrolche“ schreiben außerhalb der Erledigung der Hausaufgaben die Bewegung und Förderung der Motorik groß und bieten den Kindern zudem zur freien Entscheidung vielfältige kreative Angebote zum schulischen Ausgleich.

Das in diesem Jahr zum Neujahrsempfang gewählte Thema stieß bei den Anwesenden auf breites Interesse. Zwischen den einzelnen Redebeiträgen sorgten die Lippborger Straßenmusikanten für Stimmung und musikalische Untermalung. ▪ sop

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