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Karneval: Roger Urbansky gewährt Einblicke

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Roger Urbansky ist Präsident des KKL Lippborg.
Roger Urbansky ist Präsident des KKL Lippborg. © Schwabbauer

LIPPBORG - Wenn die Narren auf ihren Wagen durch Lippborg fahren, ist für Roger Urbansky und das Vorstandsteam vom Kulturkreis Lippborg ein großer Teil der Arbeit getan. Damit am Sonntag, 15. Februar, alles glatt läuft, müssen Helfer und Vereinaber viel investieren.

Gut, dass da die Mitglieder-Entwicklung beim KKL gegen die allgemeine Tendenz geht.

„Das Programm für die Galasitzung steht. Und die Vorbereitungen für den Umzug laufen“, sagt Roger Urbansky, Präsident des KKL. Anfang Dezember haben die Wagenbauer schon mit ihren Arbeiten angefangen, damit sie die Wagen des KKL zum Umzug auf Lippborgs Straßen präsentieren können.

Neben dem Bau der Wagen gilt es vor dem Umzug auch, viel Bürokratie zu bewältigen. „Wir müssen ein Sicherheitskonzept in Abstimmung mit elf Behörden aufstellen“, erklärt Urbansky, der dafür beispielsweise Kontakt mit den Ordnungs- und Straßenverkehrsämtern der Gemeinde Lippetal und des Kreises Soest aufnehmen muss, oder mit DRK, Polizei und Feuerwehr spricht. „Mittlerweile habe ich die nötige Routine bei diesen Formalia“, sagt Urbansky. Seit 2006 ist er Präsident beim KKL und sagt: „Ein paar Jahre mache ich das noch, da steckt so viel Herzblut drin, das könnte ich jetzt noch nicht so einfach abgeben.“ Als er 2010 nach dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg das erste Sicherheitskonzept erstellen musste, sei das sehr aufwendig gewesen, erinnert er sich. „Aber wir haben da eine tolle Unterstützung von der Gemeinde bekommen.“

„Umzug trägt sich nicht selbst“

Urbansky rechnet mit etwa 1 000 Umzugsteilnehmern. Bis jetzt sind 26 Wagen, vier Musikzüge und 36 Fußgruppen für den Umzug angemeldet, allerdings kämen gerade bei Letzteren noch viele auf den letzten Drücker hinzu.

Beim Umzug selbst sind der KKL-Vorstand und viele Helfer, wie zum Beispiel Wagen-engel aus Beckum, im Einsatz. Da braucht es viel Personal. „Wir hatten im Vorjahr 30 Neuaufnahmen im Verein“, sagt Roger Urbansky. Auch der Vorstand sei um vier Positionen erweitert worden, so dass nun vier jüngere Kräfte an der Vorstandsarbeit beteiligt sind. „Wir schwimmen zum Glück gegen die Tendenz und haben eher Zulauf als Abwanderung“, erklärt Urbansky, der auch mitbekommt, dass einige Verein in der Region mit Nachwuchssorgen zu kämpfen hat.

Auch das mancherorts rückläufige Interesse an Karnevalsveranstaltungen bekommt der KKL noch nicht so zu spüren: „2008 hatten wir auch schonmal keinen Prinzen. Da haben wir zwei Pappaufsteller auf die Stühle gesetzt und eben weitergemacht.“ Aber momentan sei die Situation gut: „Beim Umzug machen viele Vereine mit, da sind die Anmeldungen konstant. Und auch der Kartenverkauf für die Galasitzung am 7. Februar läuft sehr gut. Nur beim Weiberkarneval am 12. Februar ist das Zelt etwas schwerer zu füllen, weil es mittlerweile fast überall eine Weiberfastnachts-Veranstaltung gibt.“

Dass die Karten für die Galasitzung gut weggehen ist für den KKL auch wichtig, schließlich finanzieren sich der Umzug und die Sitzungen nicht von selbst.

Urbansky sagt: „Der Umzug würde sich selbst nicht tragen. Er wird finanziert aus Werbe- und Brauereiverträgen, den Einnahmen aus Sitzungen und Spenden.“ So kommen beispielsweise 500 Euro allein für die Versicherung beim Umzug hinzu, außerdem bezahlt der KKL für jeden teilnehmenden Wagen 110 Euro für den TÜV. Hinzu kommen Kosten für Wurfmaterial in Höhe von etwa 1 500 Euro, Geld für die Gema, die Feuerwehr, das Rote Kreuz und die Wagenengel – es läppert sich.

Neben den Kosten für den Umzug muss der KKL auch das Festzelt finanzieren, das für die Sitzungen aufgebaut wird. 608 Gäste maximal können darin zu den Sitzungen Platz nehmen. „Das Zelt muss bezahlt und beheizt werden, da können nur für die Heizung nochmal 3 000 Euro Kosten hinzukommen. Wir bewegen ganz schön viel Geld im Jahr. Aber Gott sei Dank kriegen wir das meist wieder rein“, sagt Urbansky.

Die Kasse muss 2015 auch gut gefüllt sein: Im September will der KKL seinen 33. Geburtstag feiern. Am 18. September soll es mit drei Coverbands Live-Musik von 20 bis 2 Uhr geben und am 19. September eine große Galasitzung.

Termine

Samstag, 7. Februar: Galasitzung ab 20.11 Uhr im Festzelt; Sonntag, 8. Februar, ab 14.11 Uhr Kinderkarnevalsumzug, ab 15.11 Kinderkarneval im Festzelt; Donnerstag, 12. Februar: Weiberfastnachtssitzung ab 19.31 Uhr; Freitag, 13. Februar, Karnevals-Ibiza-Party mit Oli P ab 20 Uhr; Sonntag, 15. Februar, ab 14.11 Uhr Karnevalssonntagsumzug. - lau

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