Raiffeisen ist zufrieden: 2019 war ein überraschend gutes Jahr 

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Blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück (von links): Stefan Belke (ehrenamtlicher Vorsitzender), Friedrich Becker (Vorsitzender des Aufsichtsrats) und René Schwarz (Geschäftsführer Raiffeisen Vital).

Lippetal – Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr blickte jetzt der Vorstand der Raiffeisen Sauerland Lippe Hellweg eG bei der Generalversammlung in der Werler Stadthalle zurück. Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Becker und Geschäftsführer René Schneider präsentierten den Mitgliedern das positive Resultat. 

„Das gute Ergebnis war nach der schlechten Ernte 2018/2019 aufgrund der extremen Trockenheit so nicht vorhersehbar“, teilte René Schwarz mit. Im Dürresommer 2018 gab es bei der Ernte Einbußen, die bei rund 20 Prozent lagen. Nach diesem Umsatzrückgang gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinn im Bereich Getreide und Agrar. Das Kerngeschäft ist und bleibt das Mischfutter, eine weitere tragende Säule ist die Sparte Energie. 

„Hier sind wir breit aufgestellt, der Bereich steht auf einem starken Fundament“, berichtete René Schwarz. Im Einzelhandel wurde trotz steigender Personalkosten ein kleiner Gewinn erzielt. Prokurist Stefan Klingenberg: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Sauerland Hellweg Lippe eG ihre für das abgelaufene Wirtschaftsjahr gesteckten Ziele weitgehend erreichen und hat dabei ihre ausgeweitete Marktposition und Leistungsstärke erfolgreich unter Beweis gestellt. In den Kernsparten Mischfutterproduktion, Energiegeschäft und Einzelhandel konnten die Umsätze gesteigert werden. Bei einem Gesamtumsatz von mehr als 163 Millionen Euro weist die Genossenschaft einen Jahresüberschuss von 1,1 Millionen Euro aus.“ 

Von der guten Ertragslage profitieren die Mitglieder. Wie in den Vorjahren gibt es eine Rückvergütung auf die Umsätze. Die Mitglieder beschlossen die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,5 Prozent. Die von einem Mitglied vorgeschlagene Dividende von 17 Prozent wurde von den rund 200 Anwesenden abgelehnt. 

Digitalisierung im Fokus 

Geschäftsführer René Schwarz gab einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr: „Die vorläufigen Halbjahreszahlen zum 31. Dezember 2019 zeigen einen deutlich positiven Trend und belegen, dass die SHL für die Zukunft gut aufgestellt ist.“ Neben dem operativen Geschäft stehe die Digitalisierung besonders im Fokus der Genossenschaft. „Dieser Bereich ist eine große Herausforderung. Wir wollen Vorreiter und kompetenter Partner unserer Kunden sein“, blickt Schwarz in die Zukunft. Mehr als eine halbe Million Euro hat die SHL im vergangenen Jahr in diese Sparte investiert. Eine App, über die bereits Futter bestellt werden kann, wird weiter entwickelt. 

Weiter teilte der Vorstand mit, dass der enorme Strukturwandel im Agrarsektor noch über Jahre hinweg die Genossenschaft begleiten werde. Dies führe dazu, dass Funktionen und auch Standorte kritisch überprüft werden. „Aus diesem Grund gibt es derzeit Überlegungen, einen neuen Logistikstandort zu errichten, um in der Belieferung der landwirtschaftlichen Betriebe effektiver zu werden“, erklärte Schwarz. Ein Problem für die Zukunft sieht René Schwarz in den strengen Auflagen, die immer neue Anforderungen an die Genossenschaft stellt. Eine weitere negative Entwicklung seien die Betriebsaufgaben. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe halbiert. 

Bei den Wahlen zum Vorstand wurden Gilbert Gerke, Christian Crone, Jan Oentrup und Anja Behrens-Baumann wiedergewählt. Die scheidenden Vorstandsmitglieder Walter Weber (Kirchhundem), Matthias Schlösser (Oberense) und Peter Ostermann (Flerke) wurden mit der Silbernen Nadel des Verbandes ausgezeichnet.

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