Flatterulme für Lippetal: Pflanzaktion will Umweltbewusstsein wecken

+
Bürgermeister Matthias Lürbke präsentiert die Flatterulme auf dem Areal des Regenrückhaltebeckens Am Steinbach. Initiiert haben die Pflanzung Sabine Bömer-Hengst, Friedrich-August Graf von Plettenberg, Hubert Schümmer und Bernhard Schulte-Drüggelte vom Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Ausgewählt hatte den Standort Bauhofleiter Wolfgang Gabriel.

Lippetal – Ein paar Jahre dürften wohl vergehen, bis aus dem Setzling ein stattlicher Baum geworden sein wird. Aber Hubert Schümmer ist zuversichtlich; der Standpunkt in der Niederung am Regenrückhaltebecken passt, und gerade in den ersten Jahren sind Ulmen ziemlich schnellwüchsig.

Zum Tag des Baumes, der in Deutschland am 25. April begangen wird, haben die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und die Gemeinde den Ulmensetzling gepflanzt. 

Genau genommen handelt es sich um eine Flatterulme, der Art, die für 2019 zum Baum des Jahres auserwählt worden ist. Mit dieser jährlichen Auszeichnung sollen Baumarten ins Bewusstsein gebracht werden, die selbst oder deren natürliche Standorte gefährdet sind, erklärte Bernhard Schulte-Drüggelte als Vorsitzender des Kreisverbands der Schutzgemeinschaft. 

Bei der Flatterulme gehe es dabei insbesondere um den Verlust vieler feuchter Niederungen, Areale, die in vielen Kommunen vor Jahrzehnten selbst für Baugebiete genutzt wurden, ergänzte Schümmer, der Kreisgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft. 

Wichtig sei dem Kreisverband die Aktion mit dem Baum des Jahres und dem jährlichen Pflanzen in einer der eher waldarmen Kommunen im Kreis Soest auch, um das Bewusstsein für Natur und Klimaschutz zu fördern. Schümmer: „Das sind Dinge, die uns wachrütteln müssen, die Jahrhundertstürme kommen inzwischen im Jahresrhythmus.“ 

Andererseits sei gerade der bewirtschaftete Wald eine der besten Möglichkeiten, zu CO2 zu binden, und hier wiederum seien die schnellwüchsigen Fichten besonders leistungsstark. Auch das sei ein wichtiger Aspekt, wenn diese Baumart wegen der Klimaerwärmung und zunehmender Stürme mehr und mehr zurückgedrängt werden sollte. 

Erfreut über die Pflanzung der Flatterulme zeigte sich auch Bürgermeister Matthias Lürbke. Die Gemeinde sei in der Tat nicht sehr waldreich, und der Borkenkäfer habe aktuell in ein Teilstück des Gemeindewaldes geschädigt. Inzwischen sei dieser Bereich mit dem Ziel eines Mischwaldes mit 2 000 bis 3 000 Setzlingen wieder aufgeforstet worden. 

Ein Anlass für die Pflanzaktion liegt in dem Umstand begründet, dass Lippetal in diesem Jahr das Jubiläum des 50-jähriges Bestehens feiern kann, so Schulte-Drüggelte. Den Standort für die Flatterulme im Bereich des Regenrückhaltebeckens für das Wohngebiet Am Steinbach hatte Bauhofleiter Wolfgang Gabriel ausgewählt und vorbereitet

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare