Neuer Kreuzweg ist fertig

+
In der Nähe der St.-Ida-Basilika befinden sich die jetzt aufgestellten Stelen mit den Bronzereliefs, die Szenen der Passion Christi zeigen.

Herzfeld – Es ist unübersehbar: In den vergangenen Wochen wurde auf dem Gelände vom Haus Idenrast zunächst ein neuer Weg angelegt, dann wurden die schon angekündigten neuen Kreuzwegstationen aufgebaut.

Es handelt sich dabei um Bronzereliefs des Künstlers Hans Dinnendahl, die der St.-Ida-Gemeinde von der Kirchengemeinde St. Marien Telgte als Geschenk überlassen wurden. Die erste Station befindet sich auf der Freifläche neben dem Bertgerus-Kindergarten, danach führt der Weg am Haus Idenrast und dem Pfarrhaus vorbei zur Rückseite der Basilika, wo die 14. Station steht. Der neue Kreuzweg soll von Weihbischof Rolf Lohmann, dem ehemaligen Pfarrer von St. Ida und von St. Ida in Herzfeld und Lippborg, am Sonntag, 8. September, im Anschluss an das Pontifikalamt, das um 10.30 Uhr beginnt, offiziell eingeweiht werden. Pastor Jochen Kosmann appelliert aber schon jetzt an an alle Gläubigen: „Seien Sie herzlich eingeladen, den Kreuzweg auch schon vorher nicht nur zu bestaunen, sondern ihn auch betend zu begehen!“ In der Ida-Gemeinde hatte sich der Kirchenvorstand nach ausführlichen Beratungen mit Wallfahrtsausschuss und Pfarreirat in einem Grundsatzbeschluss bereits 2017 auf einen neuen Verlauf des Kreuzwegs geeinigt. Das Bistum Münster hatte zugestimmt. Der neue Kreuzweg sollte am Platz vor dem Tüchgraben beginnen, in Richtung Bertgerus-Kindergarten und dann nach Norden um das Haus Idenrast und das Pfarrhaus herum führen und östlich vor der Apsis der Ida-Basilika enden. Die 14 als Kreuzweg geschaffenen Bronze-Tafeln mit Szenen des Leidenswegs Jesu Christi waren zuletzt in der mittlerweile profanisierten Johannes-Kirche in Telgte angebracht, die inzwischen in ein Pfarrheim umgewandelt worden ist. Hauptgrund für Überlegungen, den Kreuzweg zu erneuern, sind die Alterserscheinungen des bestehenden Kreuzweges aus dem Jahr 1991 am Idenpatt. Die Holzstämme, an denen die Kreuzweg-Bilder angebracht sind, haben unter dem regelmäßigen Hochwasser gelitten und sind morsch geworden. Außerdem wurden die Figuren an den Stationen schon in den 1990er Jahren durch Vandalismus beschädigt, so dass sie letztlich vergittert werden mussten. Das machte die Glaubenszeichen am Wegesrand nicht gerade attraktiv. Aber der Anton-Husemann-Weg, so die offizielle Bezeichnung des Idenpatts, soll als erster Pfad der Heiligen Ida nach der Überquerung der Lippe weiterhin besonders gestaltet sein. Dazu gibt die Idee, hier einen Ida-Gedenkweg einzurichten. So können Pilger hier die Lebens-Stationen Idas beim Spaziergang in der Lippe-Aue nachvollziehen und ihrer gedenken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare