Exotischer Gast

Exotischer Gast: Ein Pelikan rastet im Lippetal

Mit einer Nil-Gans kam der Pelikan in die Disselmersch.- Fotos: ABU

LIPPETAL - Ein exotischer Gast machte kürzlich in Lippetal Station: Ein Rosapelikan schwebte gemeinsam mit mehreren deutlich kleineren Weißstörchen auf dem Gewässer vor der Beobachtungshütte einiger Vogelkundler ein.

Der riesige Vogel mit einer Flügel-Spannweite von rund drei Metern übernachtete wahrscheinlich auf der Lippe. Am nächsten Tag besuchte er ein Schutzgebiet in der Lippeaue Hamm, kehrte aber nachmittags in die Disselmersch zurück.

Mit etwas Glück ist er hier auch in den nächsten Tagen noch zu sehen. Die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) hat viele weitere rastende Vogelarten festgestellt, darunter Knäk- und Löffelenten, Grünschenkel und viele Bekassinen, dazu Baumfalken und Rohrweihen. Die Disselmersch hat sich zu einem Anziehungspunkt für Vögel und Vogelbeobachter entwickelt.

Entlang der Lippborger Kirche flog der Pelikan Richtung Lippeaue.

Doch woher kommt nun der Pelikan in Lippetal? Als Segelflieger können Pelikane weite Strecken mühelos gleiten, wenn sie immer wieder Aufwinde finden. Der Lippetaler Vogel könnte also ein Wildtier sein; wahrscheinlicher ist nach Einschätzung des ABU aber, dass er irgendwo entflogen ist.

2013 hielt sich beispielsweise an der Mündung der Lippe in den Rhein bei Wesel ein Rosapelikan von August bis Oktober auf. „Camilla“ nannten Vogelkundler den Pelikan damals, er war aus einem Vogelpark in Südholland entflogen. Fraglich, ob es sich beim Lippetaler Gast erneut um Camilla handelt, denn der 2013 in Wesel gesichtete Vogel ward schon lange nicht mehr gesehen.

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