Lippetaler kauft "Kesseler Mühle"

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Die Kesseler Mühle soll  nach dem Willen des neuen Besitzers fürs Wohnen genutzt werden.Sie wurde für  61 000 Euro versteigert.

Lippetal – Die „Kesseler Mühle” in Lippetal hat einen neuen Besitzer. Für ein Gebot von 61 000 Euro hat Kai Philipp Konert am Donnerstag, (9. Mai) im Soester Amtsgericht den Zuschlag bekommen.

Zusätzlich muss der Lippetaler rund 20 500 Euro an Verpflichtungen zahlen, sodass die obligaten fünf Zehntel des Mindestwerts von 160 000 Euro erreicht werden. Konerts Vater wohnt direkt gegenüber dem Anwesen auf der Insel zwischen den beiden Brücken. Er selber wolle die „Kesseler Mühle” zunächst mal renovieren und selber zum Wohnen nutzen, sagte Konert auf Anzeiger-Anfrage. 

Zwei Versteigerungen ohne Zuschlag Nachdem im vergangenen Jahr zwei Versteigerungsrunden ohne Erfolg geblieben war, hatte die Sparkasse Soest-Werl als Hauptgläubigerin ein neues Verfahren vor dem Amtsgericht angestrengt. 

Mehr als ein Dutzend Besucher verfolgte die Auktion, die Rechtspflegerin Carmen Fischer leitete. Zunächst hatte ein Oelder Interessent 60 000 Euro geboten. Doch als Konert sein Angebot abgab, sagte der Oelder, dass er nicht weiter steigern wolle und zog sich zurück. Nach den vorgeschriebenen 30 Minuten Wartezeit blieb Konert der einzige Bieter und bekam mit Zustimmung der Sparkasse Soest-Werl den Zuschlag. 

Zuvor hatte auch die Gemeinde Lippetal Ansprüche angemeldet, die aber in dem Verfahren nicht berücksichtigt wurden, weil sie zu spät gekommen waren. 

Versteigert worden waren das Wohnhaus, das Gastronomiegebäude mit Fremdenzimmern und Kegelbahn und das Grundstück am Lippewehr. Früher war die “Kesseler Mühle” ein beliebtes Ausflugsziel. 1829 ware der Gasthof von der Familie Plettenberg erbaut worden. 1954 übernahm Familie Pöpsel den Gasthof, den sie zuvor 14 Jahre lang als Pächter geführt hatte. 2014 kam mit der Insolvenz das Aus. 

Nach der Aufgabe verrottete das Anwesen immer mehr. 2015 wurde es beschlagnahmt und stand seitdem leer. Immerhin hatte die Gemeinde die Sturmschäden, die „Friederike” auf dem Dach des Gebäudes angerichtet hatte, beheben lassen. Und die Post hat zugesagt, den Briefkasten vom Gelände zu entfernen. 

Nachbarn aus Herzfeld bezweifelten schon seit langem, dass jemals wieder Gastronomie in die alten Gemäuer einziehen könnte. Es gebe zu wenige Parkplätze sagten sie. Und – was noch wichtiger ist – inzwischen floriert an der L 822 gegenüber der ehemaligen „Kesseler Mühle” ein anderer Landgasthof.

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