Kunst aus Lippetal

Schüler zeigen Bilder ihrer Heimat

+
Bastian Sumpmann, Johanna Feck, Marie Brüninghaus und Verena König (von links) gehören zu den jungen Künstlern der Lippetalschule, die ihre Kunstwerke zum Thema „50 Jahre Lippetal“ ausstellen.

Hovestadt – Mit Pinsel, Buntstiften oder dem Fotoapparat – die Schüler der Lippetalschule beweisen, wie vielfältig Kunst sein kann. Im Haus Biele in Hovestadt stellen die Nachwuchskünstler ihre Bilder zwei Monate lang aus.

Ein Teil der ausgestellten Bilder findet sich auch im Geburtstagskalender der Gemeinde wieder.

„Wenn ich an Lippetal denke, dann denke ich zuerst immer an die Kirche in Herzfeld“, erklärt Jana Böhmer ihr Bild „Jahreszeiten“. Es zeigt die St. Ida-Basilika im Wandel von Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Die Schüler haben sich im Kunstunterricht Gedanken über ihre Heimat gemacht. Die Kunstausstellung im Rahmen von „50 Jahre Lippetal“ zeigt einen Querschnitt durch die Projekte. Die Kunst-Lehrerrinnen Jessica Meier, Jutta Wille und Anastasia Günther haben verschiedene Stilrichtungen mit ihren Schülern ausprobiert. „Beispielsweise ging es darum, nicht einfach an Sachen vorbeizulaufen, sondern auf die kleinen Dinge zu achten“, sagt Jessica Meier.

Bastian Sumpmann hat in seinem Bild „Hexágono de oro“ Bienenwaben festgehalten – mit dem Blick für die Details. „Bienen sind wichtige Tiere und haben auch für die Zukunft eine große Bedeutung“, sagt er zu den Hintergründen.

Stephanie Grabenschröer, Leiterin Schulamt der Gemeinde Lippetal, und Bürgermeister Matthias Lürbke (von rechts) waren begeistert von den Arbeiten der Nachwuchskünstler. Ein Teil wurde bereits im Geburtstagskalender der Gemeinde veröffentlicht.


Im Kunstunterricht der Einführungsphase lernten die Schüler den Künstler Slinkachu kennen, betrachteten und analysierten die Werke des Briten. Anschließend widmeten sich die Nachwuchskünstler dem Thema „Little People in Lippetal“ – sie sollten die Welt aus den Augen einer kleinen Eisenbahnfigur betrachten. Durch den Perspektivwechsel sollten alltägliche Gegenstände eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Kunstausstellung "50 Jahre Lippetal" im Haus Biele

„Wir haben Makro- und Weitwinkelaufnahmen gemacht“, sagt Jessica Meier. Ausgestellt werden aber nur die beeindruckenden Makroaufnahmen – Bilder bei denen die Objekte so vor der Kamera platziert werden, dass sie groß und detailliert wiedergegeben werden. „Die Figuren haben wir mit der Hand bemalt“, sagt Johanna Feck. Auf ihrem Bild „Frische Luft“ hat sie eine „giftige“ Zigarette in eine Schaukel verwandelt und in eine Schneelandschaft im Garten verfrachtet. „Es war der einzige Tag, an dem der Schnee liegen geblieben ist“, berichtete die Schülerin, wie sie die Gunst des Augenblicks nutzte.

Beim Baden im Wasserspender der Schule zeigt Marie Brüninghaus ihre beiden Figuren. Die Hobbyfotografin nutzte das Licht für eine Aufnahme, die auch Lippetals Bürgermeister Matthias Lürbke in Bann zog. Lürbke war von den Arbeiten begeistert: „Wenn ich’s benoten dürfte, dann... Ich hätte allen eine gute Note gegeben.“ Bis zum 11. April können die Bilder im Bürgersaal besichtigt werden.

Die Jungen Künstler

Die Schüler der Lippetalschule mit ihren Bildern: Hanna Riede „Sukkulente“, Lorena Schütte „Kirche“ und „Fleur de la cour“, Naomi Heine „Maske“, Lars Arians „Vernetzt“, Malin Nasse „Sin“, Christin Scherner „Andacht“, Hendrik Schnell „Fliegenpilz“, Lea Schulze „Vogelperspektive“, Maria Mester „Landkarte“, David Büttner „Clown“, Jana Böhmer „Jahreszeiten“ und „Nur ein Ast“, Anna-Katharina Hadrian „St. Ida Kirche“, Luisa Langerbein „Endstation“, Ellen Dahlhoff „Schwerelos“, Esther Boldt „Schloss“, Kinga Kaminski „Lippe“, Jenny Pritchard „Lippetal“, Emma Kindel „Forest in the pot“, Julia Elberg „Keine falsche Bewegung“, Johanna Feck „Frische Luft“, Franziska Koerdt „Bahnhofs-Idylle: Die Weichen sind gestellt“, Carina Neumann „Es schneit“, Marie Brüninghaus „The Blue Swimming Lounge“, Sandra von Palubitzki „What’s the meaning of life?“, Madleen Möllenhoff „Driving in the Winter Wonderland“, Bastian Sumpmann „Hexá´gono de oro“, Verena König, Leona Hamers „Vom Winde verweht“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare