Spezialist für Trägersystheme

Lippetaler Firma "Allround" verkauft Räder und produziert Spezialträger

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Strampeln sich ab für Allround: Firmenchefs Andreas Bellenhaus (l,)  und Markus Loesmann.

Herzfeld – In Bewegung zu bleiben, unterwegs zu sein auf dem Fahrrad in der Natur in Feld und Flur, das ist ein Traum, den sich immer mehr Senioren mit E-bikes erfüllen. So auch Dorothea und Franz Vormann aus Paderborn.

Sie strahlten jetzt, als sie ihr neues in Maßarbeit gefertigtes Spezialfahrrad im Gewerbegebiet „Am Tannenbusch“ bei der Firma „Allround“ in Empfang nahmen.

Fahrrad mit Rollstuhl an der Front

Der kaufmännische Geschäftsführer Markus Loesmann und sein für die Technik zuständiger Partner Andreas Bellenhaus hatten einen Blumenstrauß mitgebracht, als sie das erste 9000-Euro-Fahrrad an der neuen Werkhalle übergaben. Alle 22 Mitarbeiter waren dazu „angetreten“.

Das Ehepaar Franz und Dorothea Vormann kaufte das erste Spezialfahrrad am neuen Standort Kossberg.

Weil Dorothea Vormann einen Rollstuhl braucht, hat das Ehepaar sich für ein „O-pair-E-bike“ der holländischen Firma „Van Raam“ mit Rollstuhl im Vorbau eines Dreirades entschieden. Hier kann Dorothea bequem sitzen und auf der Radtour in die Landschaft schauen, während Ehemann Franz mit Hilfe des kräftigen Elektromotors radelt, lenkt und navigiert. 

Trägersysteme maßgeschneidert

Auch an den Transport muss gedacht werden. Daher liefert die Firma Allround den passenden Träger zum Rollstuhl-Fahrrad. Der Träger muss 68 Kilogramm tragen, zuerste der Rollstuhl, davor das Dreirad werden über Auffahrrampen auf den Träger geschoben. Hinter dem Kofferraum des Pkw befindet sich der Rollstuhl auf dem Träger, dahinter das Dreirad. Schon kann es losgehen zur nächsten Tour auf der Schlösser- oder Römer-Lippe-Route, dem Ruhrtal- oder Werse-Radweg. Andreas Bellenhaus (57) und Markus Loesmann (56) haben die Firma Allround übernommen und vergrößert. 

Die neue Halle mit Bürotrakt im Gewerbegebiet "Am Tannenbusch"

Im Gewerbegebiet Tannenbusch wurde in diesem Jahr die 1000 Quadratmeter große Fertigungs- und Montagehalle errichtet. Hinzu kommen noch einmal 300 Quadratmeter Büro- und Sozialräume. Das Team von Allround ist mittlerweile dank der steigenden Nachfrage und zahlreicher Aufträge auf 22 Mitarbeiter angewachsen. Dazu gehören mehrere Asylbewerber und auch zwei Auszubildende. Gegründet wurde die Firma „Allround“ bereits vor 27 Jahren. Paul Bussler und Josef Horstmann hatten damals einen der ersten Alu-Fahrradträger entwickelt, die man auf die Anhängerkupplung montieren konnte. 

Reiches Produktportfolio

Auch heute noch gehört die Entwicklung der in Eigenproduktion hergestellten Heckträgersysteme für Fahrräder und Dreiräder für die Anhängerkupplung zu den Haupttätigkeiten des Unternehmens. Weiterhin werden rahmenfest verschraubte Tragsysteme „Hecklastenträger“ sowie Gepäckträger für Motorräder gefertigt. Weil Heckträgersysteme maximal einen Meter hinter dem Fahrzeug enden müssen, baut Allround für schwerere und größere oder mehrere zu transportierende Fahrräder oder Motorräder auch Transport-Anhänger. Größte Stärke des Unternehmens ist die individuelle Beratung der Kunden sowohl im Segment Fahrrad in Kooperation mit Van Raam als auch bei der dazu passenden Herstellung der Träger. „Nach dem Stillstand durch Corona hat sich einiges an Aufträgen aufgestaut. Außerdem ist ein regelrechter Boom, ein Run auf Spezialfahrräder entstanden“, sagt Markus Loesmann. Deshalb müssen die Kunden jetzt auch bis zu neun Wochen auf die Auslieferung der Spezialfahrräder und sechs Wochen auf die Heckträger warten. 

Firma Hortsmann mit im Boot

Als Partner haben sich Andreas Bellenhaus und Markus Loesmann die Herzfelder Fahrradschmiede Horstmann mit ins Boot geholt. Der Betrieb will nebenan expandieren und die Wartung und Reparatur der Fahrräder übernehmen.

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