Herzfelder Feuerwehrgerätehaus wird erweitert

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Die Planskizze zeigt von Süd nach Nord das bestehende Feuerwehrgerätehaus schwarz umrandet. Die roten Bereiche werden neu gebaut oder umgebaut wie zum Beispiel die demnächst abgekapselte Kommandozentrale im Zentrum. Unten links die neue Fahrzeughalle für zwei Feuerwehr-Fahrzeuge. An der Ida-Straße werden zehn Stellplätze geschaffen und im Hintergrund (oben links) eine Garage als zusätzliches Kaltlager gebaut.Im Neubau rechts befinden sich unter anderem Jugend- und Schulungsraum sowie die Umkleiden mit Kontaminationsbereich.

Lippetal – „Toll, die Sache haben wir rund gekriegt“. Das war kurz und knapp eine der Aussagen von Lippetals Feuerwehr-Chef Meinhard Reinecke bei der Bewertung des neuen Planungsentwurfs für die Erweiterung des Herzfelder Feuerwehrgerätehauses.

Das Projekt sei von Architekt Rinsdorf in Abstimmung mit allen Feuerwehr-Einheiten in Lippetal sowie Politik und Verwaltung entworfen worden und erfülle jetzt nachhaltig die notwendigen Anforderungen für die 55 Feuerwehrleute in Herzfeld. 

Feuerwehr-Chef: "Standort liegt Gut"

Reinecke wandte sich auch wiederholt gegen Kritik am Standort in der Ida-Straße. „Der Standort liegt gut. Die Hilfsfristen werden eingehalten“, sagte Reinecke. Das Grundstück werde mit der neuen Raumplanung besser ausgenutzt und es würden neben den ebenerdigen räumlichen Verbesserungen geschaffen. Dem widersprach im Bauausschuss alleine Reinhard Pahl (SPD), der für die Feuerwehr erneut als Würdigung ihrer Leistungen die bestmögliche Lösung mit einem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses an einem besseren Standort forderte. 

Baukosten rund 1,3 Millionen Euro

CDU und Bürgergemeinschaft stimmten allerdings Meinhard Reinecke zu und für den Planungsentwurf „Variante A1“, der Kosten von knapp 1,3 Millionen Euro vorsieht. Erstmals war die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses an der Ida-Straße im Dezember 2018 mit einer Vergrößerung um rund 100 Quadratmetern beschlossen worden. Doch gab es zwischenzeitlich Entwicklungen, die einen erhöhten Platzbedarf hervorriefen, so dass logistische Raumanordnungen angepasst werden mussten. So wurde der Sanitär- und Umkleidebereich funktional optimiert, der Gruppenraum und Jugendfeuerwehrbereich räumlich vergrößert, ein Bereich für die Kontamination geschaffen, Lager- und Garagen sowie ein Kaltlager erweitert, die Parkplatzsituation in Teilbereichen verändert. Die Grundrissplanung wurde insgesamt überarbeitet und neu strukturiert, sodass Arbeitsabläufe logistisch bestmöglich erfolgen können. 

Was geplant in Variante A1?

In Variante A1 (Teilneubau ohne Aufstockung) soll zwischen der vorhandenen Fahrzeughalle und der St.-Ida-Straße ein eingeschossiger Neubau errichtet werden. Der Abstand zur Straße wird soweit vergrößert und das Gebäude nach Norden zurückversetzt, dass Parkplätze neben der Ida-Straße in Senkrechtaufstellung angeordnet werden können. Außerdem endet der Anbau in westlicher Richtung mit der Außenkante der Fahrzeughalle, um die Ein- und Ausfahrt übersichtlicher zu gestalten. In dem neuen Anbau befinden sich zwei DIN-Stellplätze. Der Anbau soll östlich bis drei Meter an die Grundstückgrenze geführt werden und erstreckt sich in nördlicher Richtung komplett über die Länge der Fahrzeughalle. Dieser Bereich soll als Jugend- und Schulungsraum, mit Küche sowie als Umkleide- und Sanitärräume der männlichen Feuerwehrleute genutzt werden. 

Aufstockung des Neubaus ist möglich

Optional wäre eine Aufstockung als Obergeschoss möglich, diese ist statisch berücksichtigt. Auf der nord-westlichen Ecke des Feuerwehrgrundstücks, wo früher ein Trafo-Häuschen der RWE stand, wird zusätzlich ein Kaltlager als Garage errichtet. Hier können ein Anhänger und das Boot sowie frostunempfindliche Materialien gelagert werden. Es können auf dem eigenen Gelände 29 Parkplätze bereitgestellt werden. Was das Gesamtbauvorhaben betrifft, beträgt die zusätzliche reine Nutzfläche im Neubau 422 Quadratmeter. Die Gesamtkostenschätzung beläuft sich bei der Variante A 1 auf 1 298 475 Euro. Die Gemeinde Lippetal wird für die Baumaßnahme am Feuerwehrgerätehaus Herzfeld einen Förderantrag stellen. Das Land NRW gewährt den Trägern des Brandschutzes und der Hilfeleistung Zuwendungen für den Bau und den Erhalt von Feuerwehrhäusern zur Förderung der Feuerwehrinfrastruktur. Die Förderhöchstsumme beträgt 250 000 Euro.

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