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Herzfelds Mitte sortiert sich neu

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Von: Michael Dülberg

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Das Geschäftsleben in Herzfelds neuer Mitte hat sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich belebt. © Michael Dülberg

Herzfeld – „Wo ist der Geldautomat geblieben“, das fragt so mancher jetzt im Büro der Axa-Bezirksdirektion Pöpsel. Denn dort wo die Versicherungs-Agentur ihre neuen Büros eingerichtet hat, hat noch bis vor Kurzem die Sparkasse Soest-Werl residiert und damit gab es hier auch Bargeld.

„Vorerst sind die Kunden irritiert, manche gar sauer, dass sie jetzt bis zum Ortsrand müssen, um Geldangelegenheiten zu regeln“, weiß Versicherungs-Fachfrau Mariele Reich zu berichten. 

Was ungewohnt ist, wird für Kunden erstmal schnell zum Aufreger, doch werden sich die Herzfelder und die Kunden von außerhalb in absehbarer Zeit schon daran gewöhnen, dass die Sparkasse jetzt am Ortsrand im neuen Hecker Geschäfts- und Wohnhaus zu finden ist, zumal dort jetzt natürlich modernste Einrichtungen bereitgestellt werden. 

Alte Filiale war zu klein fürs Kompetenz-Center

Für das Kompetenz-Center des Geldinstituts waren die bisherigen Räume im Zentrum neben Café Twin zu klein geworden, zumal noch Mitarbeiter der zuletzt geschlossenen Filiale in Hovestadt hinzukamen. 

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© Dülberg

Daher der Umzug an den Ortseingang zur Lippborger Straße. Der Auszug der Sparkasse versetzt das Versicherungsbüro Pöpsel in die Lage, sich ebenfalls zu vergrößern und ist daher in die ehemalige Sparkasse eingezogen. „Wir haben dank der neuen Barrierefreiheit schon in den ersten Tagen erhöhte Kundenfrequenz“, freut sich Bezirksdirektor Oliver Pöpsel, dass seine Kunden sich jetzt den Treppengang hinauf zum ersten Stock sparen können. 

Zahnarztpraxis wird erweitert

Auch für die nebenan praktizierende Zahnärztin Birgit Stepke ist der Auszug der Sparkasse eine Gelegenheit, sich mit ihrer Praxis zu erweitern. Sie zieht in Kooperation mit Ernährungsberaterin Petra Rassenhövel in die ehemaligen Räume der Axa und richtet dort Sozial- und Büroräume ein. Weiterhin bleiben im Geschäftshaus die Rechtsanwälte Dr. Göppentin und Kollegen, das Steurerberatungs-Büro Duffe-Münstermann-Hülsken-Schäfer sowie die Q-plus GmbH und natürlich Café Twin und Schreibwaren Tobias Schreiber. 

Geschäftsleben hat sich stark belebt

Wie auch gestern wieder zu beobachten war, hat sich das Geschäftsleben in Herzfelds neuer Mitte in den vergangenen 20 Jahren mächtig belebt. Kunden aus dem 3500-Seelen-Ort und der Umgebung finden hier so ziemlich alles, was zum Lebensbedarf gehört vom Reisebüro bis zur Apotheke, von der Physio- und Ergotherapie und Friseur sowie Modehaus über die Super- und Getränkemärkte von Rewe und Penny bis hin zum grünen Raiffeisen-Markt und zur Autowerkstatt mit TÜV-Abnahme sowie Blumen-, Bäcker- und Metzgergeschäfte. Wie es auf dem Raiffeisen-Gelände weitergehen wird, ist noch nicht klar. 

Penny-Markt will wachsen

Fest steht jedoch, dass die bereits geplante Erweiterung des 1000 Quadratmeter großem Penny-Marktes nach wie vor auf der Agenda steht. Vorgesehen war, dass der grüne Raiffeisen-Markt abgerissen und für Penny dort größer neu gebaut werden soll. 

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© Dülberg

Das liegt zurzeit auf Eis, weil der Drogist Rossmann dem Standort Herzfeld abgesagt hat. Ein neuer Drogerie-Markt war bisher nicht gefunden. Bauausschuss-Vorsitzender Bernhard Renner und Ratsherr Oliver Pöpsel haben angeregt, dem steigenden Verkehrsaufkommen auf der Lippborger Straße mit einer Überquerungshilfe zu begegnen.

Querungshilfe an der Lippborger Straße

Die soll nach einem Gespräch mit Straßen NRW wohl möglich auf der geraden Strecke zwischen Gaststätte Meier und der neuen Sparkassen-Filiale angelegt werden. Die Verkehrssituation in diesem Bereich soll wie auch das Ortszentrum und das Schulzentrum an der Lippstädter Straße in die Verkehrsuntersuchung einbezogen werden, die der Rat kürzlich beschlossen hat. Ein externer Gutachter soll objektiv und von außen betrachtet Lösungen für die Fahrzeugbewegungen in Herzfeld erarbeiten.

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