Lippetaler Bauausschuss beschließt Beauftragung eines Gutachters

Verkehrsflüsse und Parkplatz-Situation in Herzfeld und Lippborg auf dem Prüfstand

Lippetal - Einstimmig hat der Bauausschuss der Gemeinde beschlossen, zur Verbesserung derc gemäß einem Antrag der CDU-Fraktion im Rat einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen. 

Außerdem soll die Verkehrssituation in den beiden Orten ergebnisoffen untersucht und Verbesserungsvorschläge zu Verkehrsflüssen und zu der Parkplatz-Situation erarbeitet werdeb.

CDU-Sprecher Oliver Pöpsel erinnerte daran, dass sich die Situation durch das gute Versorgungs- und Dienstleistungsangebot schon seit mehreren Jahren zuspitzt.

Das liege zum einen daran, dass das Geschäftszentrum „neue Mitte“ zwischen dem neuen Hecker-Komplex mit Sparkasse im Westen und dem Kreisverkehr immer mehr Kunden ins Dorf lockt. Pöpsel: „Die kommen aus dem weiteren Umland und haben eigentlich keine Möglichkeit, die Anfahrt mit dem Pkw zu vermeiden.“ 

Dazu komme jetzt noch die neue Oberstufe der Lippetalschule. Immer mehr angehende Abiturienten hätten bereits den eigenen Pkw zur Verfügung und nutzten das Fahrzeug dementsprechend, um zur Schule zu gelangen und auch, um zum Beispiel in Freistunden mobil zu sein.

Zudem sei natürlich auch das Lehrerkollegium mit der Schule angewachsen. Auch in Lippborg Auch der Bring- und Holverkehr zum Schulzentrum und zum Bertgerus-Kindergarten trage zum Verkehrsaufkommen bei und natürlich in Zukunft die neue Kombi Kita- und Betreuungseinrichtung, die an der Ecke zum Kurzen Weg gebaut werden.

„Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, sollten wir zunächst einmal weitere Parkplätze schaffen“, regte Pöpsel an. Das reiche natürlich nicht aus. Die gesamte Situation müsse von einem kompetenten Verkehrsbüro erforscht und diagnostiziert werden, um wirksame Lösungen zu finden. 

Das gelte ebenso natürlich für die Situation in Lippborg an der Ludgeri- und Blaufärberstraße. Norbert Flaake (SPD) wünschte sich eine ergebnisoffene Untersuchung. Er sah ebenfalls die Notwendigkeit, zu handeln, forderte aber zusätzlich zu weiteren Parkplätze eine Parkraum-Bewirtschaftung. „Wir sollten nicht allein dem Auto zukünftig die Priorität geben“, warnte er davor, zu viele Parkplätze anzulegen. 

Im Gegenteil sollten sie knapp gehalten und gebührenpflichtig werden, um einen gewissen Druck gegen die Anreise mit dem Pkw aufzubauen und zum Beispiel Fahrgemeinschaften zu bilden oder den öffentlichen Nahverkehr mehr zu nutzen. 

Zudem sei auch zu prüfen, ob der ÖPNV in dieser Hinsicht ausgebaut werden könne. Manfred Sterz von der Bürgergemeinschaft befürwortete ebenfalls den CDU-Antrag. Er sieht ein „Verkehrschaos“ am Herzfelder Schulzentrum, das Benehmen der „Helikopter-Eltern“ zum Beispiel beim Parken oder Überfahren der Bürgersteige dort sei unerträglich. „Verbesserungen so schnell wie möglich“, wünscht sich auch Bürgermeister Matthias Lürbke.

Er freut sich, dass der Bauausschuss den Vorschlag, ein unabhängiges und ergebnisoffenes Gutachten zu bestellen befürwortet und hofft auf baldige Lösungen. Es solle ein Gutachter gefunden werden, der bereits Erfahrung mit Schulstandorten hat, damit die gewünschte Kompetenz vorhanden ist. 

Die Sorgen der Bürger müssten ebenfalls in die Betrachtung einfließen, das Verfahren öffentlich geführt werden. Einbeziehung, das gelte auch für die Umgebung der Schulen. 

Da haben sich Anwohner aus dem weiteren Umfeld der Lippetalschule wie dem Frohnenkamp im Rathaus gemeldet, die ebenfalls negative Auswirkungen in ihrer Nachbarschaft befürchten. Der Beschluss des Bauausschusses muss jetzt noch vom Rat bestätigt werden, was aber reine Formsache sein dürfte.

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