1. Soester Anzeiger
  2. Lokales
  3. Lippetal

Albertusschützen unter Regentschaft von Sebastian Lübbers und Marina Alscher

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Michael Dülberg

Kommentare

Sebastian Lübbers ist neuer König der St. Albertusschützen in Hovestadt-Nordwald.
Sebastian Lübbers ist neuer König der St. Albertusschützen in Hovestadt-Nordwald. © Michael Dülberg

Die Albertusschützen aus Hovestadt-Nordwald jubeln. Sie haben einen neuen König.


Hovestadt – „Wenn das so weitergeht, dann bleibt für die Herzfelder keine Munition mehr übrig“, flachste Schützen-Chef Dietmar Schwier am Mikrofon, als beim Vogelschießen im Althoff die Schusszahlen von Schießwart Luka Mattenklotz über die 250 schon weit hinaus gingen. Dann trat beim 280. Schuss Sebastian Lübbers (34), Maschinenbau-Ingenieur aus Dedinghausen bei Lippstadt unter die Vogelstange und traf unter dem Jubel des Schützenvolkes die letzten Späne des Adlers, den Vogelbauer Matthias Horstknepper gebaut hatte.

Neues Königspaar Marina Alscher und Sebastian Lübbers (rechts) mit Michael Weiße und Heike Störmer-Weiße.
Neues Königspaar vor der Insignienübergabe Marina Alscher und Sebastian Lübbers (rechts) mit Michael Weiße und Heike Störmer-Weiße. © Dülberg

„Der Versuch, König zu werden, war es wert“

Mit dem gezielten Schuss traf er nach langem Wettstreit von vier Königsbewerbern um 13.38 Uhr ins Schwarze. Zur Königin erkor er sich die Erziehungswissenschaftlerin Marina Alscher (34) aus Hovestadt. Beide leben in Bottrop. Kennen gelernt haben sie sich am Börde-Berufskolleg in Soest und sind schon seit 15 Jahren zusammen, er auch schon seit 15 Jahren bei den Albertusschützen. „Wir versuchen es einmal“, war zuvor das lockere Motto des Paares gewesen. Vermutlich die richtige Taktik, denn die Mitbewerber Patrick Greune sowie Max und Andreas Schröder hatten am Ende das Nachsehen.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten gespannt das lange Vogelschießen der Albertusschützen im Althof. Der Vogel fiel erst beim 280. Schuss.
Zahlreiche Zuschauer verfolgten gespannt das lange Vogelschießen der Albertusschützen im Althof. Der Vogel fiel erst beim 280. Schuss. © Dülberg

„Schön, Euch wieder hier im Althof zu haben!“

„Es ist schön, Euch wieder hier zu haben“, freute sich Dietmar Schwier über mehrere hundert Schützen und Schaulustige am romantischen Schießplatz im Althoff. Besonderer Dank galt der gräflichen Familie von Plettenberg, die auch das Schlossgelände beim Schützenfest für Schützen-Aufmärsche zur Verfügung stellt und Dank galt dem eigenen Vereinsvorstand für sein großes Engagement zur Vorbereitung des Festes 2022. Besonders begrüßt wurden Alt-Bürgermeister Erhard Susewind, selber Albertusschütze und Bürgermeister Matthias Lürbke. Dank ging auch den Bauhof der Gemeinde, der das Dorf herausgeputzt hatte. Das Blasorchester Stromberg spielte auf, als die scheidenden Majestäten die Wahrzeichen an ihre Nachfolger weiterreichten.

Fünf Schützenvereins-Mitglieder, die in den USA leben, besuchten jetzt wieder das Jahresfest der Albertus-Bruderschaft Hovestadt-Nordwald
Fünf Schützenvereins-Mitglieder, die in den USA leben, besuchten jetzt wieder das Jahresfest der Albertus-Bruderschaft Hovestadt-Nordwald. Im Mittelpunkt dabei der 1,99 Meter große Bernd Herold (knieend zweiter von rechts), der am Tag des Vogelschießens seinen 55. Geburtstag feierte. © DÜLBERG

USA-Herolde trafen sich mit Jubelkönig Albert

Fünf Schützenvereins-Mitglieder, die in den USA leben, besuchten jetzt wieder das Jahresfest der Albertus-Bruderschaft Hovestadt-Nordwald. Im Mittelpunkt dabei der 1,99 Meter große Bernd Herold, der am Tag des Vogelschießens seinen 55. Geburtstag feierte. Der Ingenieur hatte vor über 20 Jahren bei einem beruflichen Aufenthalt in Südkorea seine spätere Ehefrau Roberta aus den Vereinigten Staaten kennen und lieben gelernt und war daraufhin in die Staaten ausgewandert. Jetzt lebt Familie Roberta und Bernd Herold im US-amerikanischen Bundesstaat South-Carolina. Bernd Herold ist Sohn des aktuellen Jubelkönigs der Albertusschützen, Albert Herold, der vor 50 Jahren, also 1972 den Vogel der Bruderschaft abgeschossen hatte. Zum ersten Schützenfest nach Corona kam jetzt fast die ganze feierfreudige Handwerker-Familie der Tischlerei aus der Hovestädter Schlossstraße samt Besuch aus den USA unter der Vogelstange zusammen. 

Insignienschützen: Gerd Willer: Zepter, Marcel Maumetzen: Apfel und Dominik Schmidt: Krone.

Auch interessant

Kommentare