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Leader-Projekt: Ergebnis kommt im Sommer

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Lippetals Bauamtsmitarbeiter Sebastian Döring schätzt die Chancen der Bewerbung der Leader-Region Lippe-Möhnesee als gut ein.
Lippetals Bauamtsmitarbeiter Sebastian Döring schätzt die Chancen der Bewerbung der Leader-Region Lippe-Möhnesee als gut ein. © Hippel

Lippetal   -  Die Workshops sind abgeschlossen, jetzt fehlt nur noch die Abgabe der offiziellen Bewerbung – die sieben beteiligten Kommunen sind bereit für das Leader-Projekt, für das sie gemeinsam eine Region für die Bewerbung bilden. Doch auf eine Entscheidung müssen die Verantwortlichen noch bis zum Sommer warten.

Rosenmontag, 16. Februar, ist der offizielle Abgabetermin für die Leader-Bewerbung, die bei der Landesregierung in Düsseldorf eingereicht werden muss. Da sich eine Fahrt nach Düsseldorf am Rosenmontag aber schwierig gestalten dürfte, sind die Verantwortlichen des Arbeitskreises bestrebt, die Unterlagen schon vorzeitig abzugeben. Am kommenden Mittwoch trifft sich der Arbeitskreis noch einmal, um unter anderem die Delegation zu bestimmen, die die Bewerbung Düsseldorf abgibt.

Dann müssen die Kommunen Delbrück, Lippstadt, Wadersloh, Lippetal , Bad Sassendorf, Soest und Möhnesee abwarten.

„Von offizieller Seite heißt es, dass die Jury im Sommer ein Ergebnis bekannt geben wird“, sagt Sebastian Döring. Wahrscheinlich werden zirka 24 Regionen aus NRW für den offiziellen Förderzeitraum von 2014 bis 2020 ausgewählt, Döring rechnet mit 40 bis 50 Bewerbungen.

Die Chancen für die Leader-Region Lippe-Möhnesee schätzt Döring gut ein: „Wir sind überzeugt von den Projekten unserer Bewerbung. Aber man muss natürlich abwarten, wie die multidisziplinär besetzte Jury die Bewertung sieht.“

Dabei seien alle 198 Projektideen der Bewerbung wichtig, da sie die gesamte Region vernetzen. „Es sind eine Vielzahl von Projektideen von den Bürgern geäußert und eingereicht worden. Das zeigt die Wertschätzung für das Projekt und das Interesse an der Bewerbung“, sagt Doering.

Zu den vier Handlungsfeldern, die Bestandteil der Bewerbung sind, gehören die Themen „Dorfentwicklung und ländliche Lebensqualität“ sowie „Tourismus, Naherholung, Natur und Kultur“ und „Land- (Wirtschaft) und ländliche Wertschöpfung“ und „soziale Strukturen“.

Ein positives Fazit über den Leader-Prozess ziehen die Vertreter beteiligter Kommunen. Er sei überaus positiv überrascht, wie viele Bürger sich in den Prozess eingebracht haben, erklärte Bad Sassendorfs Bürgermeister Malte Dahlhoff. Allein schon deshalb sei der Leader-Prozess auf jeden Fall ein Gewinn. Unabhängig davon, ob die Anerkennung als Leader-Region kommt, gelte es auf jeden Fall, die vielen guten Ideen nicht aus den Augen zu verlieren.

Angetan wegen der vielen interessanten Anregungen und vom Austausch mit Kommunen, die wie Wadersloh oder Delbrück sonst nicht so im Blick liegen, äußerte sich Hans Dicke, Bürgermeister der Gemeinde Möhnesee. „Es ist ja nicht so, als wären wir in Möhnesee untätig, aber zu sehen: Wie machen es die anderen, das war schon sehr interessant.“ Das gelte beispielsweise für die wichtige Zukunftsaufgabe, die kleinen Dörfer lebenswert zu erhalten. - lau/tbg

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