"LaLeLu" serviert rasante Revue im Herzfelder Bürgerhaus

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Ohren, Augen und Lachmuskeln brachten „LaLeLu“ in Schwung,

Lippetal – Das erste Highlight des neuen Jahres präsentierte der Veranstalter „Kultur in Lippetal (KiL)“ in seiner Theaterreihe in Herzfeld mit der A-Cappella-Gruppe „LaLeLu“. Bereits seit 1998 lädt KiL zu kulturellen Veranstaltungen und bereichert damit die Lippetaler Kulturlandschaft. A cappella werde vom Publikum sehr gut angenommen, erklärte Organisator Franz Peters. Wegen der großen Nachfrage finden derzeit alle Veranstaltungen im Herzfelder Bürgerhaus statt.

„LaLeLu“ besteht aus dem Opern-Bariton Frank Valet, Sanna Nyman, einer Finnin mit einer Fünf-Oktaven-Stimme, Allroundstimme Jan Melzer und Tobias Hanf mit seinem Opern-Bass. In diesem Jahr feiert „LaLeLu“ 25-jähriges Bühnenjubiläum mit einer Deutschandtour. 

In ihrem neuen Stück „Die Schönen und das Biest“ klärten die vier die Fragen, ob Männer oder Frauen zueinander passen, ob es noch Liebe im Zeitalter von Tinder geben könne oder ob es möglich sei, eine Liebeserklärung auch grunzend vorzutragen – Letzteres gelang ihnen im Stile der Neandertaler. 

Daneben begrüßten sie illustre Gäste wie Angela Merkel und den Fachmann der Liebe, Roland Kaiser. Das stimmgewaltige Quartett brachte alles mit, was zu einer tollen Unterhaltung gehört: Comedy, Musikkabarett und glasklaren A-cappella-Gesang. Hatten sie sich gerade über RTL lustig gemacht, erschien Sanna Nyman in wehender rabenschwarzer Gothikoptik auf der Bühne und sang von Achtsamkeit, ein dramatischer Auftritt mit reichlich Bühnennebel, sattem Beat und düsterem Doom Metal und drei Bandkollegen im Schnitter-Outfit mit blinkenden roten Augen. 

Für optische Entspannung sorgte ein „G20-Gipfel“ mit Trump, Merkel und Co. mit wundersamen Verrenkungen. Dann ging die Gruppe wieder auf zwischenmenschliche Beziehungen ein und erklärten dem Publikum, wie sich Mann und Frau näher kommen: früher auf den Schützenfesten, heute auf internationalen Dating-Plattformen wie auf „Parship“ – und wie die Chancen sinken, wenn man den Werbeversprechen glaubt. Sie rechneten aus, dass man tatsächlich 209 Jahre warten muss, bis man einen Partner findet. 

Dann kam „Hans Aas der Bestatter“ ins Spiel. Er bot seine Dienstleistungen in Fernbestattung, Onlinebeerdigung, Mehrweg-Urne und „Sarg to go“ an. Aus der Elbphilharmonie wurde die Oper „Der Bierkönig“ von Micki Krause nach bekannten Musikstücken wie Carmina Burana vorgetragen. 

Nach der Pause sang Max Raabe (Tobias Hanf) über das Liebesleben der Tiere und glänzte später mit einem Dialog zwischen Peter Maffey, Edmond Stoiber, Jürgen Trittin, Angela Merkel und Altkanzler Schröder in Mimik und Aussprache. Mit einem Medley von über 20 Liedern in denen viel Komik enthalten war, endete ein sehr unterhaltsamer Abend im Bürgerhaus Herzfeld.

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