Klage gegen Windräder? Interessengemeinschaft will sich wehren

LIPPETAL -  Mit dem Bau der geplanten bis zu 180 Meter hohen Windkraft-Anlagen im nördlichen Gebiet der Gemeinde Lippetal sind Anwohner sowohl aus der Umgebung in Lippetal als auch aus Wadersloh und Beckum nicht einverstanden. Jetzt artikulierten sie ihren Protest im Fernsehen.

Es hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, in der sich inzwischen mehr als 30 Gegner dieser Anlagen zusammengeschlossen haben.

Sie sind der Ansicht, dass das Windkraft-Quartett, zwei Türme im Gebiet „Wilde See“ und im Bereich „Linnenberg“ erhebliche Nachteile für Mensch und Natur mit sich bringen. Tatsächlich liegen die bereits Ende der 90-er Jahre von der Gemeinde Lippetal ausgewiesenen Windkraft-Vorrangzonen in einem sehr reizvollen natürlichen und hügeligen Gebiet nahe der Grenze zu Beckum und Wadersloh im Kreis Warendorf. Die Arbeitsgemeinschaft biologischer Umweltschutz hat bescheinigt, dass hier viele seltene Vögel wie Wanderfalke, RotACmilan, Kolkrabe, Kiebitz und Rohrweihe vorkommen. (Der Anzeiger berichtete bereits ausführlich am 2. Oktober.)

Allerdings ist das Genehmigungsverfahren bereits weit fortgeschritten und der Kreis Soest hat die Genehmigung schon in Aussicht gestellt. Doch die Gegner wollen sich noch nicht geschlagen geben und erwägen eine Klage gegen die Baugenehmigung. Gestern trafen sie sich mit dem WDR-Kreiskorrespondenten Heinrich Buttermann (Herzfeld), um ihre Bedenken gegen die vier Windräder auch über das Fernsehen landesweit verbreiten zu lassen. -  dümi

Der TV-Bericht ist für Mittwoch oder Morgen, Donnerstag geplant. Ausgestrahlt wird er zwischen 19.30 und 20 Uhr in der Lokalzeit des WDR, Studio Siegen, Lokalzeit für Südwestfalen.

Windkraft-Gegner traten gestern vor die Mikrofone: Rosa-Marie Arnt aus Beckum-Unterberg und Josef Hessing, Anlieger der Alten Beckumer Straße in Lippetal vertreten die über 30-köpfige Interessengemeinschaft und begründeten ihre Aktionen gegen den Bau von vier Windkraft-Anlagen im TV-Interview mit dem Herzfelder WDR-Kreiskorrespondenten Heinrich Buttermann. -  Foto: Dülberg

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