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Irmgard Pösentrup gibt Büchereileitung ab

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Hört nach 30 Jahren auf: Irmgard Pösentrup.
Hört nach 30 Jahren auf: Irmgard Pösentrup. © Hippel

LIPPBORG - 30 Jahre lang hat Irmgard Pösentrup die Geschicke in der Katholischen öffentlichen Bücherei in Lippborg ehrenamtlich geleitet. Genug Zeit, wie die engagierte Frau selbst findet. Diesen Monat legt sie ihr Amt nieder, von nun an wird ein Team ihre Aufgaben übernehmen.

„Ich habe viel Schönes in meiner Zeit in der Bücherei erlebt. Wir hatten immer viel Spaß mit den Kindern, haben viel gelacht und viele tolle Aktionen durchgeführt. Von daher war es eine wunderschöne Zeit.“ – Das Fazit, das Irmgard Pösentrup zum Ende ihrer Amtszeit zieht, zeigt, mit wie viel Begeisterung sie in den letzten drei Dekaden bei der Sache war. Wenn sie, die sich selbst mit einem Schmunzeln als „schon fast zum Inventar der Bücherei zugehörig“ bezeichnet, von ihrer Arbeit spricht, spürt der Zuhörer das ganze Engagement.

Speziell das Heranführen der ganz Jungen ans Lesen war ihr bis zuletzt eine Herzensangelegenheit. So sei es für Kinder absolut wichtig, schon früh mit Büchern in Kontakt zu kommen. Nicht nur weil das Lesen eine essentielle Basisfähigkeit in der Gesellschaft darstelle, sondern auch, weil es den Kindern große Freude bereite, abends in heimeliger und kuscheliger Atmosphäre gemeinsam mit den Eltern in eine Geschichte abzutauchen. „Die Geschichten in die Herzen der Kinder schmuggeln“ – so lautete dann auch das Credo von Irmgard Pösentrup in den vergangenen 30 Jahren.

„Jüngere Generation ans Ruder lassen“

Und doch: Zu Beginn des noch jungen Jahres verabschiedet sich die Bücherei-Leiterin in den Ruhestand. Der Besuch im St--Barbara-Kindergarten in Hultrop im Rahmen der Initiative „Lesestart“ (siehe Artikel oben) war ihre letzte Aktion in der Funktion, die sie über Jahrzehnte geprägt hat. Es sei einfach an der Zeit gewesen, ihren Hut zu nehmen und sich in den Ruhestand zu verabschieden, sagt Irmgard Pösentrup. Schließlich wolle sie nicht zu den Menschen gehören, die nicht loslassen können. Und darüber hinaus stelle sich nach so langer Zeit ja auch schon mal eine gewisse Betriebsblindheit ein: „Ich habe mich da zuletzt doch ein paar mal in genau solchen Situationen ertappt. Da dachte ich mir, es ist besser, mal die jüngere Generation ans Ruder zu lassen.“ Eine große Verabschiedung wollte sie nicht, gäbe es doch viele Menschen, die ebenfalls ehrenamtlich tätig sind und die auch nicht in großem Rahmen ihren Abschied feiern.

Übernommen hatte Irmgard Pösentrup der Katholischen öffentlichen Bücherei im Jahr 1985 von Frank Schüssleder, wobei ihr mit Hildegard Kosek, Thea Liebich, Maria Stein, Irmgard Schmülling und Eva Schleimer ein Team von fünf Frauen zur Seite stand. Für das neue Team wünscht sich die scheidende Leiterin, dass ihm von der Leserschaft dasselbe Vertrauen entgegengebracht wird, dass auch sie und ihre kolleginnen über all die Jahre genießen durften. Auch dankt sie ganz besonders den beiden Kindergärten sowie der Ludgerus-Grundschule für die sehr gute Zusammenarbeit. - hip

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