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Hunde-Waschanlage: Hier werden Hunde blitzsauber

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Labrador Sam lässt es sich in der „Hundewaschanlage“ bei „Tante Malchen“ bei einer lauwarmen Dusche gut gehen.
Labrador Sam lässt es sich in der „Hundewaschanlage“ bei „Tante Malchen“ bei einer lauwarmen Dusche gut gehen. © Sabine Begett

Ein Spaziergang mit dem Hund bietet selten ein so sinnliches Vergnügen wie im Herbst.

Lippetal – Die Bäume leuchten in allen Farben, es duftet nach Pilzen, und der Hund tobt durch die Laubhaufen und Pfützen. Die Aussicht auf Kaffee und Kuchen bei „Tante Malchen“ an der Dolberger Straße macht den Nachmittag für viele gleich doppelt schön. Doch was tun mit dem fröhlichen „Matschklumpen“, den man nach dem Spaziergang im Uentruper Wald an der Leine führt? Geschäftsführerin und Hundeliebhaberin Susanne Kramp hat sich zum Thema Gedanken gemacht und stieß auf das Angebot der Firma ProDogwash aus Bad Kissingen, die eine „Hunde-Waschanlage“ anbietet. „Eine was?!“ ist meist die erste Reaktion, wenn sie von dieser besonderen Einrichtung erzählt. „So wie beim Auto? Mit Bürsten und Unterbodenwäsche?“ – „Nein, natürlich nicht“, sagt Kramp.

Höchste Zeit also, sich diese besondere Waschanlage genauer anzusehen. Wir haben uns zu diesem Zweck mit Betriebsleiterin Beate Rolf verabredet. Sie stellt uns Kramps Labrador Sam vor, der zwar picobello aussieht, sich aber gern für eine kurze Demonstration zur Verfügung stellt.

Ein paar Meter links neben dem Eingang zu „Tante Malchen“ steht der wenige Quadratmeter große und beheizte Kubus, in dem die Waschanlage aus pflegeleichtem Edelstahl untergebracht ist. Drinnen dient eine Rampe dem bequemen Einstieg des Hundes in die Wanne. Nachdem der Liebling angeleint wurde, gilt es das passende Waschprogramm auszuwählen. Zuerst wird der grobe Dreck mit angenehm temperiertem Wasser abgespült.

Wer seinem vierbeinigen Freund das Komplettprogramm gönnt, hat die Möglichkeit, das Fell mit Shampoo und Conditioner zu pflegen; für weißes Fell gibt es ein extra Shampoo. Floh- und Zeckenschutz ist für den gepflegten Hund von heute selbstverständlich. Nun muss nur noch geföhnt werden, damit die Frisur – pardon, das Fell – sitzt.

Um die kleineren Exemplare nicht direkt davonzuwehen, ist der Föhn mit zwei Stufen ausgestattet. Sam bleibt während der Vorführung entspannt und genießt das Pflegeprogramm. Frisch gebadet und vermutlich noch ein bisschen schöner als zuvor schreitet er die Rampe hinab. Der letzte Knopf, den Beate Rolf drückt, löst eine Selbstreinigung aus. „Darüber hinaus wird der Raum täglich professionell gereinigt“, berichtet Beate Rolf. Seit drei Wochen gibt es das ungewöhnliche Angebot nun in Lippetal und hat sogar schon den einen oder anderen Stammgast gewonnen.

„Ein Förster kommt zum Beispiel regelmäßig mit seinem Mischling zum Waschen“ erzählt Rolf. „Letztens hatten sich auch zwei jüngere Damen mit ihren kleinen Lieblingen zu einer regelrechten ‚Badesession‘ eingefunden. Die hatten offensichtlich viel Spaß.“ Damit kein Unfug passiert, ist der Raum mit einer Kamera ausgerüstet, sodass die Mitarbeiter stets ein Auge auf die Waschanlage haben. „Auf Wirtschaftlichkeit ist das Zusatzangebot des Cafés bisher nicht ausgelegt“, erklärt Beate Rolf.

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