GHSV Herzfeld leidet unter der Corona-Pandemie und bittet um Hilfe:

Verein fürchtet um die Existenz

Zerplatzt wie eine Seifenblase: Die Hoffnung auf Normalität ist in diesen Tagen ziemlich klein beim GHSV Herzfeld.
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Zerplatzt wie eine Seifenblase: Die Hoffnung auf Normalität ist in diesen Tagen ziemlich klein beim GHSV Herzfeld.

Herzfeld – Schlaflose Nächte, Sorgen um das finanzielle Überleben, Unverständnis für die Corona-Maßnahmen: Im Gebrauchshundesportverein (GHSV) Herzfeld sind Vorstand und Mitglieder ganz schön bedient. Weil es für den kleinen Verein keine Finanzhilfen gibt und weil sämtliche Einnahmequellen versiegt sind, läuten jetzt die Alarmglocken. Und der Vorstand bittet um Hilfe.

„Helfen Sie uns, damit unser Verein überleben kann“, richtet Sabrina Schmidt als 1. Vorsitzende einen dramatischen Appell an die Öffentlichkeit. Vor dem Lockdown, da habe es noch gepasst im Verein: Die regelmäßigen Veranstaltungen, die Beiträge der Mitglieder, die Umsätze im Vereinsheim: All das habe für gute Einnahmen gesorgt. „Wir haben damals noch Bauvorhaben auf unserem Vereinsgelände realisiert“, blickt Schmidt in eine inzwischen ziemlich fern erscheinende Vergangenheit zurück. In dieser Vergangenheit kamen die 37 Mitglieder ebenso gerne wie regelmäßig aufs Vereinsgelände, wo ihre Hunde in der Kindergarten- und Teenagergruppe ebenso begleitet wurden wie bei den Angeboten für erwachsene Tiere.

Sabrina Schmidt bittet um Spenden.

Zwei bis vier Veranstaltungen pro Jahr, darunter das große Hunderennen mit NRW-weiter Resonanz und 150 Teilnehmern als ein Großereignis in Herzfeld: Der GHSV Herzfeld ist längst auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt - und beliebt.

Helfen Sie uns, damit unser Verein überleben kann.

Sabrina Schmidt, 1. Vorsitzende GHSV Herzfeld

Und dann die Besuche im Seniorenheim und auf der Wachkomastation:Teams aus dem Verein besuchten regelmäßig Patienten, die „mit dem Besuch des Hundes plötzlich wieder Reaktionen zeigten und für ein Lächeln sorgten“. Glücksmomente, auch für die Vereinsmitglieder. Das alles war vor Corona.

„Jetzt ist die Stimmung ziemlich traurig“, macht Sabrina Schmidt den Sprung zurück in die Gegenwart. Keine Besuche, keine Veranstaltungen, kein Training. „Auf unserem Vereinsgelände mit einer Größe von 8500 Quadratmetern dürfen sich nur zwei Menschen aufhalten. Das verstehe ich nicht.“ Klar ist für Sabrina Schmidt zwar, dass unter Pandemie-Bedingungen „ganz selbstverständlich“ Versammlungen etwa in der Kantine nicht gehen. Warum aber draußen auf dem Gelände, wo es ein Hygienekonzept und immer mindestens fünf Meter Abstand gebe, nichts erlaubt sei, das könne sie nicht nachvollziehen.

Leben nur durch den Eichenprozessionsspinner. Auch das noch.

Wo früher Leben herrschte, wo Welpen spielten, wo Begleithunde ausgebildet wurden, wo sogar Suchhunde übten, da machte jetzt weder Mensch noch Hund auf sich aufmerksam – sondern der Eichenprozessionsspinner. Auch das noch.

So begleichen Sabrina Schmidt und ihre Vorstandskollegen derzeit eigentlich nur Rechnungen: Für den tierischen Besuch, für Pacht, für Strom, für Müllabfuhr. Ende offen.

„Wir sind jetzt auf Spenden angewiesen. Jeder Cent zählt“, macht Schmidt keinen Hehl aus der dramatischen Lage im Verein.

Verein ist auf Spenden angewiesen

Wer spenden will, darf Kontakt unter ghsv-herzfeld@gmx.de aufnehmen oder sich im Internet unter www.ghsvherzfeld.jimdofree.com über den Verein informieren. Und weil Corona nicht ewig dauern dürfte und die Hoffnung zuletzt stirbt, will Sabrina Schmidt noch einen Aufruf loswerden: „Wir suchen natürlich auch Gleichgesinnte. Wer bei uns mitmachen will, ist herzlich willkommen.“

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