Hauptausschuss bewilligt Eigenanteil

Grünes Licht für Internet zwischen Äckern und Wiesen

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Einzelne Gehöfte wie hier an der Lippstädter Straße sind Kandidaten für die nächste Stufe des Ausbaus.

Lippetal – Bald soll auch der letzte Winkel in den Genuss von schnellem Internet kommen. Der Hauptausschuss war am Montag aufgefordert, 820.175 Euro dafür freizugeben.

Er tat es einstimmig und mit großen Erwartungen. „Genial, wenn wir alles wie geplant hinbekommen“, urteilte Bernhard Renner (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses. Bei dem Betrag handelt es sich um den Eigenanteil der Gemeinde. Die restlichen 90 Prozent geben Bund und Land dazu. Profitieren werden vor allem die Bewohner von Einzelgehöften nördlich der Lippe. 

Sie bekommen die Leitungen im FTTH-Verfahren (Fibre To The Home) praktisch bis ins Wohnzimmer gelegt. Selbst Lagen, deren Hofzufahrt 200 Meter lang ist – keine Seltenheit in diesen Gebieten. „Das sind Abschnitte, die der freie Markt nie und nimmer anpacken würde“, ist Breitbandkoordinator Christoph Hellmann vom Kreis Soest überzeugt. „Diese Chance bekommt man nicht wieder“, so Hellmann weiter. Der Kreis Soest sei bei der Vergabe der öffentlichen Förderung von Bund und Land ganz vorne, versicherte er. Alle Kommunen wollen mitmachen. 

180 Kilometer Leitungen werden im nördlichen Lippetal neu verlegt, 440 Adressen können so zusätzlich angeschlossen werden. Wer nicht will, der muss nicht. „Wäre aber schön blöd“, so Hellmann. Liegt die Einverständniserklärung vor, gibt's nämlich kostenlos das Glasfaserkabel bis ins Haus. Davon haben die Bewohner der Gehöfte vor einigen Jahren nicht zu träumen gewagt. 

Einen weiteren positiven Effekt hat das später sehr eng verzweigte Glasfasernetz auch für den Mobilfunk. Denn: Die Antennen für das leistungsstarke 5-G-Netz sind auf Glasfaser angewiesen. Ist das Netz zu dünn, funktioniert der Dienst nicht. 

So gut wie abgeschlossen ist eine frühere Ausbaustufe im FTTC-Verfahren (Fibre To The Curb), mit der 2 350 Adressen in Siedlungsgebieten ab jetzt besser versorgt werden. „Gut gemacht“, resümierte einer der Betroffenen nach der Sitzung zufrieden.

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