Lippetal investiert 11,7 Millionen

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900 000 Euro sollen 2020 in die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen fließen.

Lippetal – Mit gut zwei Millionen Euro ist die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr mit modernisierten und erweiterten Feuerwehrgerätehäusern und neuen Einsatzfahrzeugen der dickste Batzen unter den rund 11,7 Millionen Euro, die die Gemeinde Lippetal im kommenden investieren will.

So haben es Kämmerer und Bürgermeister der Politik im aktuellen Etatentwurf vorgetragen. Unter anderem geht es mit rund 1,3 Millionen um die Erweiterung und Modernisierung der Feuerwehrgerätehäuser in Herzfeld, Hovestadt und Lippborg. Rund 900 000 Euro sind für neue Einsatzfahrzeuge der Wehr vorgesehen. 

Lange warten auf neues Feuerwehrauto

Bei der Beschaffung ist laut Bürgermeister Matthias Lürbke nur schwer vorauszusagen, wie lang die Lieferzeiten sind. Um ein neues Fahrzeug in den Einsatz zu bekommen, rechnet Lürbke im ungünstigsten Fall mit rund 3,5 Jahren von der Feststellung des Bedarfs an einem neuen Fahrzeug bis zur Ausschreibung, Lieferung und Einsatzfähigkeit für die Feuerwehr. Dazwischen liegen etwa ein Jahr Beratung auch in den politischen Gremien und vor allem die Lieferzeit von bis zu zweieinhalb Jahren. Dann könne es auch noch passieren wie zuletzt beim LSF20 in Lippborg, dass am Ende festgestellt wird, dass die Bestellung nicht komplett ausgeführt wurde. Das verzögert die Einsatzbereitschaft zusätzlich. Trotzdem sei die Feuerwehr in Lippetal insgesamt gut ausgerüstet und aufgestellt, sodass sie ihre Aufgaben vollumfänglich bewältigen könne. 

Kanäle müssen erneuert werden

Weitere erhebliche Investitionen von rund einer Million sind für den Bereich Abwasser vorgesehen. Laut Kämmerer Jürgen Sickau gibt es in Lippetal einige Kanalsysteme, die 30 Jahre und mehr unter der Erde liegen. Die Trockenheit im Boden sorgt für zusätzliche Bewegung, sodass die Dichtigkeit geprüft und Mängel beseitigt werden müssen. 

Große Summen für digitale Bildung

Etwa 570 000 Euro sieht der Haushaltsentwurf für die Umsetzung des Medienkonzeptes und digitale Schule vor. Die Netzwerke sollen modernisiert und die Schulen mit zeitgemäßen Tablet-Computern ausgestattet werden, die an die Schulklassen ausgeliehen werden. Übrigens gehen Kämmerer und Bürgermeister davon aus, dass die Investitionen getätigt werden können, ohne neue Kredite aufnehmen zu müssen.

Kredite in der Hinterhand

Zur Sicherheit werden jedoch Kreditermächtigungen von 6 Millionen Euro in den Haushalt geschrieben. Lippetals Liquidität liegt laut Kämmerer bei über 8 Millionen Euro, in der Ausgleichsrücklage befinden sich zurzeit 4,7 Millionen Euro, die bei den erwartet defizitären Haushaltsabrechnungen der nächsten Jahre das Minus ausgleichen könnten.

Weitere Investitionen:

Im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ sollen 445000 Euro an den Lippetaler Schulen eingesetzt werden. Vier Jahre lang erhält die Gemeinde dafür je 220 000 Euro, also insgesamt 880 000 Euro. Die neuen Kita- und Betreuungseinrichtungen in Lippborg und Herzfeld werden durch einen Investor finanziert. Die Gemeinde mietet die Räume für die Betreuung an und kauft das Mobiliar.

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