2015 von Lippetal nach Rheine gewechselt

"Unangemessene Nachrichten": Beese als Priester des Amtes enthoben

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Gereon Beese war von September 2011 bis April 2015 Pfarrer in Lippetal, nun musste er sein Amt in Rheine wegen ähnlicher Vorkommnisse wie in Lippetal niederlegen.

Lippetal/Rheine - Pastor Gereon Beese, der 2015 von Lippetal nach Rheine gewechselt war, musste sein Amt als Seelsorger niederlegen. Wie die bischöfliche Pressestelle in Münster in einer Pressemitteilung erklärte, hat Bischof Felix Genn Beese wegen „völlig unangemessenen“ Verhaltens, seines Amtes enthoben.

Beese (52), der seit Sommer 2015 in Rheine tätig war, hatte dem Bistum zufolge mit Jugendlichen Handynummern ausgetauscht und ihnen elektronische Nachrichten geschickt. Diese Mitteilungen seien in Inhalt und Form „völlig unangemessen und unklug für einen Geistlichen“. Darin seien sich die Verantwortlichen im Bistum Münster und in der Kirchengemeinde in Rheine einig. Beese soll nun zur Fortführung und Vollendung einer Therapie in ein Kloster gehen. Das Bistum betonte in seiner Pressemitteilung aber auch, dass es zu keinem Zeitpunkt Erkenntnisse „über etwaige sexuelle Übergriffe“ oder sonstige Vorkommnisse von strafrechtlicher Relevanz gegeben habe.

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Wegen desselben Verhaltens hatte Pfarrer Beese im April vergangenen Jahres die Pfarrgemeinde St. Ida verlassen, wo er seit September 2011 tätig war. In der St.-Dionysius-Gemeinde in Rheine war Beese danach vor allem in der Liturgie und in der Verbandsarbeit tätig gewesen. In der Kinder- und Jugendarbeit war er wegen der Lippetaler Vorfälle nicht eingesetzt worden. Einige Jugendliche aus der Pfarrgemeinde in Rheine hatten sich ihren Eltern anvertraut, weil der Pastor ihnen wiederholt persönliche Nachrichten aufs Handy geschickt habe. In diesen Nachrichten soll es zumeist um religiöse Inhalte gegangen sein, sie seien aber keineswegs anzüglich gewesen, so das Bistum.

Ähnliche Nachrichten hatte es schon in Lippetal gegeben. Im März 2015 war bekannt geworden, dass jugendliche Mitglieder der Pfarrgemeinde sich durch diese Nachrichten Beeses bedrängt gefühlt hatten. Einige dieser SMS- und WhatsApp-Mitteilungen waren dem Bistum Münster zugeschickt worden. Daraufhin war Domkapitular Hans-Bernd Köppen zu Gesprächen nach Lippetal gekommen. Das Bistum erklärte anschließend, dass Nachrichten per SMS oder WhatsApp prinzipiell ein gutes Medium seien, um jüngere Menschen zu erreichen. Selbstverständlich sei es aber nicht gut, wenn diese Art der Kommunikation so genutzt werde, dass Nachrichtenempfänger sich bedrängt fühlen.

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