Gemeinde investiert in digitale Schulen

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Tablet-PCs werden in den Schulen in Lippetal demnächst zum Alltag gehören.

Lippetal - Die Gemeinde Lippetal investiert intensiv in die digitale Ausstattung ihrer Schulen. Bis 2023 sind dafür gut 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Rund 450 000 Euro davon sollen Zuschüsse vom Bund sein, den Rest will die Gemeinde selbst stemmen.

Die Weichen für den „Medienentwicklungsplan 2020 bis 2023“ stellte der Rat bereits im Dezember. Einstimmig votierten die drei Fraktionen für die Umsetzung eines von der Verwaltung vorgelegten Entwurfs, nach dem in den vier Schulen der Gemeinde für die kommenden vier Jahre gut 950 000 Euro Investitionskosten und 310 000 Euro Unterhaltungskosten festgeschrieben sind.

Für Neubeschaffung und Ersatz von Endgeräten sieht der Entwurf an der Lippetalschule schon im laufenden Jahr mit 215 000 Euro den größten Posten vor. Insgesamt soll dieser Kostenpunkt sich bis 2023 auf bis zu 470 000 Euro summieren. Dazu kommen weitere 185000 Euro für Internetzugang, Software und Wartung.

Die drei Grundschulen der Gemeinde kommen mit weniger Investitionen aus. So sind für die Ludgerusschule insgesamt rund 190 000 Euro veranschlagt, der St. Ida-Schule stehen gut 250 000 Euro zur Verfügung und an der St. Stephanus-Schule sind 190 000 Euro verplant. Bei den Kosten pro Schüler stehen die Grundschulen hingegen schlechter da, was an der geringeren Schülerzahl im Vergleich zur Lippetalschule liegt.

Insgesamt lässt sich die Gemeinde die Digitalisierung an ihren Schulen 134 Euro kosten – pro Jahr und pro Schüler. Ist der Ausbau abgeschlossen, dann dürfte im Schnitt für jeden dritten Schüler ein Endgerät zur Verfügung stehen. „Die Ausschreibungen für das Projekt werden gerade vorbereitet“, erklärte Stephanie Grabenschröer vom Pressereferat der Gemeinde. Voraussichtlich Anfang März könne dann mit der Umsetzung begonnen werden. Sind sie Maßnahmen abgeschlossen, dann dürfen sich die Schulen auf Besuch aus der Lokalpolitik einstellen. Während der Ratssitzung im Dezember hatten Politiker und Schulleiter vereinbart, das Ergebnis gemeinsam in Augenschein zu nehmen.

Digitalpakt

Die Bundesregierung stellt über den Digitalpakt insgesamt fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung an den Schulen zur Verfügung. Insgesamt gut 450 000 Euro könnte die Gemeinde Lippetal aus diesen Mitteln erhalten. Zwingende Voraussetzung dafür ist die Erstellung eines Medienentwicklungskonzeptes. Zudem muss der Schwerpunkt auf der Schaffung neuer Infrastrukturen im Netzwerkbereich oder die Anschaffung neuer Endgeräte liegen.

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