Gartentage 2019

Subtropische Pflanzen in Schoneberg: Bananen gedeihen im Feldgarten 

Hubertus Albersmeier verbringt gemeinsam mit Ehefrau Mariel-Luise das halbe Leben bei der Hege- und Pflege des Feldgartens bei Schoneberg.

Schoneberg - „Gartenmeister“ Hubertus Albersmeier ist sich sicher, dass mit dem Klimawandel schon in naher Zukunft immer mehr subtropische Pflanzen in seinem Garten wachsen und Gedeihen werden.

Die Bananenstauden haben den Winter im Feldgarten am Ostfeld schon wieder überstanden. Das gilt auch für den indonesischen Reisstrohbaum und den Losbaum und die Kap-Fuchsie aus Südafrika. 

Präriestauden gepflanzt

Einen neuen Gartenteil am Ostfeld hat er zum Versuchsgelände gemacht. Hier in sonnenexponierter Lage werden Trockenheits-Spezialisten wie zum Beispiel Präriestauden gepflanzt, um zu erforschen, wie sie sich entwickeln. Pflanzen, die viel Wasser benötigen und daher im Sommer viel bewässert werden müssen, wie zum Beispiel Rhododenren und Astilben sowie Prachtspieren fliegen hingegen raus.

Garten offen am 8. September

Beim Tag der Offenen Gärten im Kreis Soest können Gartenfreunde den fast 30 Jahre alten Vorzeige-Garten besuchen und ausgiebig betrachten. Am Sonntag, 8. September, öffnen Marie-Luise und Hubertus Albersmeier ihre Gartenpforten von 11 bis 17 Uhr fürs fachkundige Publikum. Der Eintritt ist frei, man kann etwas spenden.

Auch Baumsammler lädt ein

Wer hier aus dem Staunen nicht mehr herauskommt, der sollte sich noch einen weiteren „Garten-Kick“ verschaffen, indem er am westlichen Ortseingang das Arboretum von Familie Hense besucht. Der Baumgarten befindet sich hinter der ehemaligen Schreinerei. Tischler- und Baumliebhaber Paul Hense führt hier am Sonntag, 8. September, ebenfalls von 11 bis 17 Uhr durch seinen Baumpark, in dem nicht nur die asiatischen Mammutbäume gedeihen, sondern insgesamt rund 250 verschiedene Baumarten bis hin zum uralten Apfelbaum. Der Eintritt ist frei, Spenden sind möglich.

Visite im Barockgarten

Den dritten Lippetaler Beitrag zum Tag der offene Gärten liefert Ulrike Mußhoff. Sie führt interessierte Gartenfreunde ebenfalls am Sonntag, 8. September, ab 11 Uhr vom Torhäuschen des Schlosses aus in den Barockgarten mit Heckentheater. Der Garten wurde Ende des vorigen Jahrtausends mit viel Arbeit und Engagement restauriert. Er bietet auch einen besonderen Blick auf das von der gräflichen Familie von Plettenberg bewohnte Renaissance-Schloß, das der Baumeister Laurenz von Brachum erbaut hat. Die Teilnahme kostet hier drei Euro.

Gartenmotto: "Jenseits von Eden"

„Jenseits von Eden“, lautet der Leitspruch am Feldgarten-Tor der Albersmeiers und das paradiesische Gefühl kann man auch erleben, sobald man den Rosengang auf weichem Rindenmulch betritt. Auf verwunschenen Wegen zwischen riesigen Mammutbäumen, Bambus, Zieräpfeln und Rosen finden sich auch zahlreiche künstlerische oder humorige Elemente. Da gibt es einen Besen, der wie Donald Trump frisiert ist, Metallblumen, diverse Figuren in bunten Farben und einen Dino-Baum, der von dutzenden Urzeit-Echsen erstiegen wird. Einen beschaulichen Aufenthalt kann man auf diversen Bänken, im Baumhaus oder in der Laube unter Rembler-Rosen und Klematis genießen.

Spatzen picken den Zünsler

Übrigens hat Hubertus Albersmeier den Buchsbaum in seinem Garten trotz Befalls mit dem Zünsler nicht aufgegeben. Er hat beobachtet, dass Vögel und hier besonders die Spatzen, die Raupen des Schmetterling inzwischen als Nahrungsquelle entdeckt haben und den Buchsbaum daraufhin absuchen. Während die Zünslerraupen in den Vorjahren den Buchsbaum nahezu kahl gefressen haben, tauchen die Fraßspuren jetzt nur noch punktuell auf.

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