Politik soll letzte Internetanschlüsse ermöglichen

+
Das Breitband soll auch abgelegene Lagen erreichen.

Lippetal  Ein Teil ist geschafft, aber längst noch nicht alles. Die Gemeinde Lippetal hat die auch nach dem jetzt erfolgten Ausbau noch unterversorgten Regionen im Gemeindegebiet lokalisiert und in einem gemeinsamen Antrag mit allen anderen Kommunen im Kreis Soest beim Bund zur Förderung eingereicht.

Nutznießer wären vor allem viele Einzelgehöfte nördlich der Lippe. Dieser Antrag im Rahmen des so genannten sechsten Aufrufs (Call) wurde im April vom Bundesfördergeber vorläufig bewilligt. 

Neben dem Bund beteiligt sich auch das Land NRW an den Kosten. Für die Gemeinde Lippetal ist ein Eigenanteil von 820 175 Euro zu leisten. Diese Mittel müssten in den Haushalt 2020/2021 eingestellt werden. Um den endgültigen Förderantrag stellen zu können, muss sich die Gemeinde Lippetal allerdings verpflichten, den Eigenanteil zu tragen. 

Die Zeit drängt: Da die notwendige Erklärung bis zum 1. Juli erfolgen muss, ist eine Beschlussfassung im Wege der Dringlichkeit notwendig. Diesen Beschluss soll der Hauptausschuss am Montag (17.30 Uhr, Haus Biele) verabschieden. Der Breitbandkoordinator des Kreises Soest, Christoph Hellmann, wird ebenfalls an der Sitzung teilnehmen. 

Zwischenzeitlich wurde bereits der Abschluss des Breitbandausbaus im dritten Aufruf offiziell vermeldet. Viele Bürger aus Lippetal können ab sofort auf die Hochleistungsanschlüsse zurückgreifen. Bürgermeister Matthias Lürbke, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Lippetal Hans-Joachim Hobrock, Westnetz-Bauprojektplaner Ralf Kotewitsch und Peter Kiefer nahmen das Netz symbolisch in Betrieb. Das neue Glasfasernetz bietet Übertragungsraten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde. „Das Breitbandangebot einer Kommune gehört heute neben den anderen Versorgungsträgern zu den elementaren Bausteinen der Versorgung. Das schnelle Internet ist nicht nur für Gewerbetreibende sondern auch für Privathaushalte unverzichtbar geworden“, betonte Lürbke. 

In den vergangenen 21 Monaten hat die Westnetz, Verteilnetzbetreiber der Innogy, die Infrastruktur für das schnelle Internet in Lippetal geschaffen. Dabei wurden rund 25 Kilometer Leerrohre gelegt, in die die Glasfaserkabel eingeblasen wurden. 

Nicht ganz reibungslos: Schwieriger Untergrund und widrige Witterungsverhältnisse haben die Arbeiten im Untergrund im Winter aufgehalten. Als besonders hartnäckig erwies sich das Gestein unter der Lippe.

Durch 19 Multifunktionsgehäuse werden 22 Kabelverteilerschränke für das schnelle Netz erschlossen. Rund 2 350 Adressen in Lippetal können es ab sofort nutzen. Sämtliche betroffenen Adressaten werden per Post über die Verfügbarkeit des Netzes informiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare