Bauhof hat Warnschilder installiert

Eichenprozessionsspinner: Gefährlicher Schädling lauert im Kreis Soest

Der Eichenprozessionsspinner hat sich in Bünninghausen breit gemacht.
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Der Eichenprozessionsspinner hat sich in Bünninghausen breit gemacht.

Ein für den Menschen gefährlicher Schädling hat sich in Lippetal eingenistet.

Bünninghausen – Experten haben für 2020 einen deutlichen Anstieg der Population des Eichenprozessionsspinners vorhergesagt aber trotzdem waren die Anwohner des Alten Hellwegs erschrocken, als sie zuerst am angrenzenden Radweg und dann auch auf ihren eigenen Grundstücken, zahlreiche Nester der späteren Falterart gefunden haben.

Angesichts der schlimmen Reaktionen bei Einatmung oder Berührung der Brennhaare des Eichen-Prozessionsspinners, durch die schwere, allergische Reaktionen wie Hautausschläge, Husten, Bronchitis oder sogar Asthma ausgelöst werden können, ist das eine gefährliche Situation für die Anwohner aber auch für die Benutzer des stark frequentierten Fußgänger- und Radweges in Bünninghausen.

Direkt am Anfang des Radweges wohnen Angela Seiberl und Christian Dieckmann. Sie haben beim abendlichen Spaziergang mit ihrem Hund, etliche Nester an den Eichen entdeckt und sofort die Gemeinde Lippetal sowie die Nachbarn informiert.

Auf mehreren Grundstücken sind weitere Eichen-Prozessionsspinner gefunden worden. Die Gemeinde hat sofort reagiert. Warnschilder wurden entlang der Strecke aufgestellt und weitere Maßnahmen in die Wege geleitet.

Vorsicht Spinner – die Gemeinde Líppetal ist tätig geworden.

Besonders stark ist das Grundstück von Beate und Heinz Finnemann betroffen, denn in ihrem Garten, am anliegenden Waldstück und einer Eiche haben es sich die Spinner gemütlich gemacht. Auch sie sind durch die Nachricht der Nachbarn, aber auch durch gezieltes Nachsehen darauf aufmerksam geworden. Da sich die Tiere auf dem privaten Grundstück befinden, kann die Gemeinde nicht gegen sie vorgehen. Eine schwierige Situation. Die Besitzer überlegen mittlerweile, auf eigene Faust einen Schädlingsbekämpfer einzuschalten, sind aber jetzt zumindest schon einmal froh, dass die Gemeinde schnell anderweitig reagiert hat. „Wir finden es super, dass die Schilder zur Warnung der Fahrradfahrer aufgestellt wurden“, betont Beate Finnemann.

Beide befürchten einen großen Anstieg der Schädlingszahlen und verhalten sich daher jetzt besonders vorsichtig.

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