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Gemeinderat für großzügige Modernisierung und Erweiterung der Begegnungsstätte

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Von: Michael Dülberg

Die alte Schule in Schoneberg von 1880 wurde zur Begegnungsstätte und soll nun erweitert und modernisiert werden.
Die alte Schule in Schoneberg von 1880 wurde zur Begegnungsstätte und soll nun erweitert und modernisiert werden. © DÜLBERG

Das Bürgerhaus ist seit seinem Bau im Jahre 1880 als „Alte Schule“ nicht mehr aus dem Ortsbild des Dorfes Schoneberg wegzudenken. Nun hat der Gemeinderat einstimmig entschieden, den Treffpunkt des Dorfes zu modernisieren und zu erweitern. Dafür nimmt er rund 270 000 Euro in die Hand. Weitere Mittel kommen aus dem Leader-Fördertopf hinzu.

Schoneberg – Angestoßen wurde das Projekt von der Schoneberger Dorfgemeinschaft. In gemeinsamen Gesprächen mit den Schoneberger Vereinen und Bürgern entstand der Wunsch nach einer zukunftsfähigen, barrierefreien Versammlungsmöglichkeit, mit ausreichend Abstellmöglichkeiten und zeitgemäßen sanitären Anlagen. Denn bereits heute wird das Bürgerhaus für Versammlungen der Vereine, Sitzungen politischer Parteien aber auch für Kurse der VHS und für private Veranstaltungen ausgiebig genutzt.

Modernisierung und Erweiterung der Begegnungsstätte

„Das Bürgerhaus ist der Mittelpunkt unseres Dorfes und soll auch künftig für Jung und Alt als Treffpunkt zur Verfügung stehen. Mit diesem Projekt verfolgen wir das Ziel, die Alte Schule 141 Jahre nach ihrer Erbauung zu einem zeitgemäßen Ort der Begegnung werden zu lassen“, erläutert Wolfgang Wetzel, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Schoneberg. Um dem Bedarf der Nutzer gerecht und multifunktional nutzbar zu werden, seien Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen dringend erforderlich.

Wie diese Maßnahmen konkret aussehen könnten, auch dazu hat die Dorfgemeinschaft mit den ortsansässigen Vereinen bereits ein Konzept entwickelt und der Gemeinde als Eigentümer der Immobilie vorgestellt.

Der alte Schuppen soll abgerissen und durch einen klar strukturierten Anbau ersetzt werden. Dort sollen dann neue Sanitärräume, ein barrierefreies WC, ein Technikraum, eine Spülküche sowie Lagerräume für Vereinsmaterial entstehen. Für Veranstaltungen im Außenbereich sind die Sanitäranlagen von dort aus erreichbar. Da die Gaststätte Schulte im vergangenen Jahr geschlossen hat, könnte im vorderen Bereich eine kleine Ehrenamtskneipe entstehen.

Modernisierung und Erweiterung der Begegnungsstätte: Eigenleistung

Das Konzept überzeugte. „Das rege Dorf- und Vereinsleben in Schoneberg braucht Räumlichkeiten, die dem aktuellen Stand der Nutzung und Technik entsprechen“, betonte Bürgermeister Lürbke bei den politischen Beratungen. So sah es auch der Gemeinderat. Nach der Projektvorstellung durch die Dorfgemeinschaft, die das Bürgerhaus als Herzensangelegenheit betrachtet, und bereits im Vorfeld viel Zeit in die Planung gesteckt hatte, gab es Zuspruch und Unterstützung von allen Fraktionen. „Die Vorschläge sind wirklich gut durchdacht und wurden von der Dorfgemeinschaft unter Beteiligung der Vereine und Bürger auf eine breite Basis gestellt“, war der Gemeinderat sich einig.

Zudem konnte Lürbke berichten, dass es gelungen sei, für dieses Projekt Mittel aus dem Leader-Förderprogramm für ländliche Kommunen zu erhalten. „Der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe Lippe-Möhnesee hat hierfür eine Förderung von ca. 180 000 Euro beschlossen.“ Ein gutes Ergebnis angesichts der Tatsache, dass die aktuelle Leader-Förderperiode am 31. Dezember 2022 endet und die zur Verfügung stehenden Mittel bereits stark limitiert sind. Um den gemeindlichen Eigenanteil weiter zu verringern, hat die Dorfgemeinschaft ehrenamtliche Eigenleistungen angekündigt. „Wir sind es in Schoneberg gewohnt, mit anzupacken. Das haben wir auch bei der letzten Renovierungsmaßnahme am Bürgerhaus im Jahr 2015 gemacht und das werden wir so auch – im Rahmen unserer Möglichkeiten – für diese Maßnahme handhaben“, ist sich Wetzel sicher. Bereits im Jahr 2022 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

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