Denkmal oder nicht? Entscheidung zu Kanal-Brückenköpfen steht aus

+
Die Brückenköpfe bei Vellinghausen sind nackter Beton. Der rechte steht auf Hammer Gebiet, der linke in Welver. Über Denkmalschutz könnte bis Ende 2018 entschieden werden.

Lippetal/Welver/Hamm - Noch immer gibt es keine Entscheidung in der Angelegenheit „Denkmalschutz für die alten Kanal-Brückenköpfe in Lippetal und Welver“:

Kreis-Heimatpfleger Norbert Dodt hat auch im Oktober 2018 keine neuen Informationen zur Unterschutzstellung der Betonklötze, die einst als Brückenpfeiler für den Kanalbau von Hamm-Uentrop vom Ende des Hamm-Datteln-Kanals in Richtung Lippstadt gebaut wurden. 

Verfahren läuft seit 18 Monaten

Dabei läuft das Denkmal-Verfahren jetzt schon rund 18 Monate und sollte schon im Frühjahr 2018 entschieden sein. Als dicke Betonklötze, teils nackt in Beton und teils mit Grünsandstein verkleidet, stehen die Brückenköpfe auf einer Linie zwischen Uentrop und Lippstadt in der Gegend herum. Angefangen am Hafen des Hamm-Datteln-Kanals bei Schmehausen, dann bei Vellinghausen auf der Kreisgrenze neben dem Kraftwerk Westfalen und weiter bei Hultrop, Oesterheide und Niederbauer warten die teils schon mit Grün überwucherten Brocken auf eine Entscheidung, ob sie (oder einzelne Ensembles) aus Sicht der Denkmalbehörden geschützt werden sollen.

Brückenkopf-Duo bei Heintrop beseitigt

Ausgelöst wurde das Denkmal-Verfahren vom Ex-Kreis-Heimatpfleger Peter Suckau und vom Lippetaler Denkmal-Beauftragten Andreas Sändker. Grund für deren Antrag, die Denkmalwürdigkeit prüfen zu lassen, war der Abriss zweier dieser Monumente im Januar 2017 nahe des Bahnhofs Heintrop an der Bundesstraße 475. Hier ließ der Bund als Eigentümer der Fläche die Köpfe entfernen, um das Grundstück veräußern zu können. Die heimischen Denkmalschützer befürchten seither, dass weitere historische Zeugnisse des im frühen vorigen Jahrhundert geplanten Kanalbaus zerstört werden könnten und fordern die Unterschutz-Stellung. Die Denkmalbehörden haben laut Norbert Dodt inzwischen bei einem Ortstermin Fakten zum Thema gesammelt und mit betroffenen Grundbesitzern gesprochen, die angeblich nicht besonders begeistert sind über Denkmäler auf ihren Flächen. 

Entscheidung bis Ende 2018?

Eine Nachfrage der Redaktion beim Landschaftsverband, wo zuletzt Ende 2018 als neues Ultimatum für eine Entscheidung genannt wurde, blieb unbeantwortet. Die zuständige Mitarbeiterin ist nach LWL-Angaben im Urlaub. J dümi

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare