Beschlüsse des Gemeinderats

Neuer Wohnraum entsteht in drei Dörfern Lippetals

Auf der grünen Wiese: Im Baugebiet „Im Erl“ in Hultrop sollen elf Wohnhäuser in zweigeschossiger Bauweise entstehen.
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Auf der grünen Wiese: Im Baugebiet „Im Erl“ in Hultrop sollen elf Wohnhäuser in zweigeschossiger Bauweise entstehen.

Die Chancen auf einen Hausbau in Lippetal steigen für angehende Häuslebauer - die Gemeinde hat nämlich drei neue Baugebiete auf den Weg gebracht.

Lippetal – Der Gemeinderat fasste wichtige Beschlüsse auf dem Weg zu rund 45 neuen Baugrundstücken in der Gemeinde Lippetal. Der Gemeindeentwicklungsausschuss hatte bereits in zwei Sitzungen über die Planungskonzepte für die notwendigen Änderungen zum Flächennutzungsplan und die entsprechenden Bebauungsplänen beraten, allerdings ohne eindeutige Mehrheiten zu den unterschiedlichen Varianten.

Nach einem Gespräch der Fraktionsvorsitzenden mit Bürgermeister Matthias Lürbke und weiteren interfraktionellen Abstimmungen konnten für die Hultroper Baugebiete „Im Erl“ (11 Wohnhäuser) und „An der Ostlinde“ (4 Wohnäuser), beide in Hultrop, einstimmige Beschlüsse erzielt werden. Beim Baugebiet „Schmale Mersch“ in Oestinghausen stimmten die Grünen gegen die Mehrheit. Beschlossen wurde dennoch das Planungskonzept mit 30 Wohnhäusern.

Platz für viele Familien: „Im Erl“ (Bild) und „An der Ostlinde“ in Hultrop soll ebenso Wohnraum entstehen wie in der „Schmalen Mersch“ in Oestinghausen.

Wie schon im Baugebiet „Am Steinbach“ in Herzfeld werden auch im Baugebiet „Schmale Mersch“ Mehrfamilienhäuser zugelassen. Im Baugebiet „Im Erl“ ist die Errichtung eines Doppelhauses möglich. Damit tragen Politik und Verwaltung der Nachfrage nach Wohnungen Rechnung. Die Grünen favorisieren für die „Schmale Mersch“ eine anderen Plankonzeption. Wiebke Mohrmann (Grüne) sprach sich für eine Lösung aus, bei der die Mehrfamilienhäuser in der Mitte des Baugebietes angeordnet werden und nicht nördlich an der Wiltroper Straße.

Im Erl sollen die beiden alten Eichen auf der Ostseite und die Trauerweide im Zentrum und der dörfliche Charakter erhalten bleiben. Ein Spielplatz zur abfallenden Lippe-Seite ist vorgesehen. Fraglich ist noch, wie der Schall von der Bundesstraße 475 abgefangen werden soll. Eine Schallschutzwand fand als ortsfremd im Ausschuss wenig Gegenliebe, ein Schutzwall würde viel Platz in Anspruch nehmen, hieß es.

Platz für viele Familien: „Im Erl“ und „An der Ostlinde“ (Bild) in Hultrop soll ebenso Wohnraum entstehen wie in der „Schmalen Mersch“ in Oestinghausen.

Beim Neubaugebiet „An der Ostlinde“ geht es um einen schmalen Streifen für vier Grundstücke östlich vor dem Ort hin (Blitzer) nach Süden zur Wiltroper Straße.

Mit einem Mehrheitsbeschluss endete die Diskussion um mögliche Varianten für das Neubaugebiet „Schmale Mersch“ in Oestinghausen. Unter anderem geht es um die Frage, wo die geplanten Mehrfamilienhäuser platziert werden sollen und ob ein Spielplatz nötig ist. Einig ist man sich, dass es eine Option geben soll, dass westlich vom Mühlenbrink geplante Neubaugebiet später noch einmal nach Westen erweitern zu können.

Beschlüsse

Die Verwaltung wird beauftragt, die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und die Bürgerbeteiligung im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 2 „Im Erl“, Ortsteil Hultrop durchzuführen. Der Gemeinderat entscheidet sich bei der zugrunde zulegenden Plankonzeption für die Variante II unter Berücksichtigung folgender Kriterien:

- Erhalt der Eichen auf den südöstlichen Grundstücken des Plangebietes

- Mögliche Errichtung eines Doppelhauses mit je 2 Wohneinheiten pro Hälfte im südwestlichen Bereich des Plangebietes

- Festsetzung der zweigeschossigen Bauweise

- Festsetzung der Firsthöhe von 9,5 Metern und Traufhöhe von 6,5 Metern

- Festsetzung der Dachneigung (0 bis 42 Grad)

- Festsetzung der Dachform (Zelt-, Walm-, Sattel- und Flachdach)

Platz für viele Familien: „Im Erl“ und „An der Ostlinde“ in Hultrop soll ebenso Wohnraum entstehen wie in der „Schmalen Mersch“ (Bild) in Oestinghausen.

Die Verwaltung wird beauftragt, die Bürgerbeteiligung sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange für das Neubaugebiet „An der Ostlinde“ durchzuführen.

Für die zugrunde zu legende Plankonzeption werden folgende Kriterien beschlossen:

- Festsetzung einer zweigeschossigen Bauweise

- Festsetzung der Firsthöhe von 9,5 Metern und Traufhöhe von 6,5 Metern

- Festsetzung bez. der Dachform (Zelt-, Walm-, Sattel- und Flachdach)

- Festsetzung der Dachneigung (0 bis 42 Grad)

- Beibehaltung des Grabenverlaufs mit der vorgestellten Erschließung

Die Verwaltung wird beauftragt, die Bürgerbeteiligung sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange für das Neubaugebiet „Schmale Mersch“ durchzuführen. Der Gemeinderat entscheidet sich bei der zugrunde zulegenden Plankonzeption für die Variante II unter Berücksichtigung folgender Kriterien:

- Errichtung von 4 Mehrfamilienhäusern im nördlichen Bereich des Plangebietes an der Wiltroper Straße

- Zwei Mehrfamilienhäuser mit je maximal je 4 Wohneinheiten auf den beiden Grundstücken östlich der künftigen Erschließungsstraße (angrenzend an die Altbebauung) mit einer Firsthöhe von 9,5 Metern und einer Traufhöhe von 6,5 Metern

- Zwei Mehrfamilienhäuser mit je maximal 7 Wohneinheiten auf beiden Grundstücken westlich der künftigen Erschließungsstraße (angrenzend an den Außenbereich) mit einer Firsthöhe von 10,5 Metern und einer Traufhöhe von 6,5 Metern

- Festsetzung einer Zweigeschossigkeit zuzüglich Staffelgeschoss

- Errichtung von Ein- und Zweifamilienhäusern auf den übrigen Bauflächen des Plangebietes

- Keine Quartiersbildung

- Festsetzung einer zweigeschossigen Bauweise

- Festsetzung einer maximalen Firsthöhe von 9,5 Metern und einer Traufhöhe von 6,5 Metern für alle Ein- und Zweifamilienwohnausgrundstücke

- Festsetzung der Dachneigung von 0 bis 45 Grad

- Festsetzung der Dachform (Flachdach, Zeltdach, Walmdach, Satteldach)

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