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Beim Distanzunterricht kein Kind zurückgelassen

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Von: Michael Dülberg

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In einer lockeren Feierstunde mit Schulleitung und Kollegium überreichte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Nicolas Colsmann, jetzt den Preis in Form eines Pokals im Forum der Ida-Schule an Rektorin Danielle Thomas.
In einer lockeren Feierstunde mit Schulleitung und Kollegium überreichte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Nicolas Colsmann, jetzt den Preis in Form eines Pokals im Forum der Ida-Schule an Rektorin Danielle Thomas. © Dülberg

Strahlende Gesichter bei Rektorin Danielle Thomas und ihrem Kollegium. Die „Gesellschaft für Digitale Bildung aus Berlin“ hat die St.-Ida-Grundschule für ihr komplexes und vorbildliches Konzept für den Distanzunterricht während des Corona-Lockdowns in der Kategorie „Visionspreis“ mit dem „Award für Digitale Bildung“ ausgezeichnet.

Herzfeld – In einer lockeren Feierstunde mit Schulleitung, Schulpflegschaft und Kollegium unter Corona-Bedingungen überreichte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Nicolas Colsmann, jetzt den Preis in Form eines Pokals im Forum der Ida-Schule. Das große Lob für die Lippetaler Pädagogen: „In der Krise beim Distanzunterricht wurde der digitale Unterricht so gut organisiert, dass kein einziges Kind zurückgelassen wurde.“

Digitale Bildung / Preis für St.-Ida-Grundschule


„Möglich wurde das, weil wir mit vier verschiedenen Säulen permanent in ganz engem Austausch zusammengearbeitet haben“, erklärt Rektorin Danielle Thomas den Erfolg. „Der Lockdown mit den Schulschließungenim Frühjahr 2020 hat uns aufgezeigt: für Grundschulen ist es nicht immer ganz leicht, Unterricht aus der Distanz auf technischer Ebene mit den Kindern umzusetzen.

Grund für uns, uns auf den Weg zu machen, diesen Zustand zu ändern. Unser Ziel ist es, Präsenz- und Distanzunterricht mit den vorhandenen technischen Ressourcen in der Qualität annähernd gleichwertig zu gestalten und trotz der Distanz die Nähe zu den Schülern beizubehalten.“

Preis für St.-Ida-Grundschule: Vier Säulen des Projektes


Diese Säulen des Projektes waren Schulleitung und Kollegium als Team sowie Schulpflegschaft, Eltern, Kinder und selbstverständlich die Schulverwaltung der Gemeinde Lippetal, die unter anderem die Hardware in Form von i-Pads als Endgeräte für den Unterricht zur Verfügung stellte. So war es den St.-Ida- Pädagogen möglich, tatsächlich täglichen online-Kontakt mit so gut wie allen Schülern aufrechtzuerhalten.

Als sich nach dem ersten Lockdown die Anordnung des Distanzunterrichtes abzeichnete, traf die Ida-Grundschule unmittelbar die Vorbereitungen. Mit allen Schülerinnen und Schülern wurde innerhalb der Schule, teils aber auch zuhause bei den Schülern eingeübt, wie das digitale Lernen technisch und organisatorisch durchgeführt werden sollte. Und das so lange und intensiv, bis alle Kinder einen entsprechenden Status erreicht hatten, der digitalen Unterricht erst sinnvoll macht.

Preis für St.-Ida-Grundschule: Lerninhalte online


Ziel des Pädagogen-Teams war es dabei, die notwendigen Lerninhalte in den Kern- und Nebenfächern täglich online weiterzugeben. Das Vorhaben betraf also in erster Linie Mathematik, Deutsch und Sachunterricht und dann eben auch weitere Fächer wie Englisch, Kunst und Musik. Stolz ist Rektorin Thomas, dass sogar sportliche Aktivitäten organisiert werden konnten.

Dabei waren gerade die Eltern besonders hilfreich, denn sie organisierten online Kommunikation mit mobilen Geräten überall dort, wo noch keine Internet-Anschlüsse in den Schüler-Haushalten vorhanden waren.

Konzept soll reale Chance bekommen



Das Ziel des Visionspreises der Gesellschaft „Zukunft Digitale Bildung“ ist es Visionen und Konzepte für eine zukunftsfähige und digitale Bildung auszuzeichnen. Dadurch bietet die Gesellschaft diesen Visionen eine Plattform mit gesamtgesellschaftlicher Aufmerksamkeit und fördert ihre Umsetzung. Mit der Auszeichnung und der Unterstützung sorgt die Organisation dafür, dass ein Konzept nicht einfach in einer Schublade verschwindet, sondern eine reale Chance zur Umsetzung bekommt. Lehrer in ganz Deutschland hatten die Möglichkeit sich mit ihrem Konzept zu bewerben. Eine interdisziplinäre Jury hat aus den zahlreichen Bewerber in allen Gruppen Finalisten ausgewählt. Diese standen von Anfang September bis Anfang Oktober 2021 durch eine bundesweite Online-Abstimmung auf der Award-Website zur Wahl.

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