Verschlechtert sich Situation mit Kita-Neubau?

Stau-Chaos am Schulzentrum: Anlieger fordern Verkehrskonzept

Viel Verkehr herrscht rings um das Schulzentrum an der Lippstädter Straße. Es fehlen Parkplätze und Ausweichmöglichkeiten für den Hol- und Bringverkehr.

Herzfeld – Die Freude über den baldigen Neubau einer kombinierten Kindertagesstätte und Betreuungseinrichtung an der Lippstädter Straße/Ecke Kurzer Weg in Herzfeld teilen nicht alle Bürger. Besonders die Verkehrssituation bereitet Anliegern Sorgen.

Anlieger befürchten, dass sich die während der Rushhour zu Schulbeginn oder bei Schulveranstaltungen auftretenden Staus und das Wildparken auch im Halteverbot und auf fremden Grundstücken noch weiter verschärfen. Neben Lippetalschule und Ida-Grundschule befindet sich ja auch noch der Bertgerus-Kindergarten an der viel befahrenen Straße. Deshalb haben sich Anwohner mit einem kritischen Schreiben an die Leiterin des Bauamtes, Elisabeth Goldstein und den Vorsitzenden des Bauausschusses, Bernhard Renner (CDU) gewandt. 

Verkehrskonzept gefordert

Sie erwarten ein Verkehrskonzept und Abhilfe beim Parkplatz-Mangel.z In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Als Anwohner in der Lippstädter Straße hatten wir bereits mit Schwierigkeiten bezüglich der steigenden Verkehrs- und Parkplatzsituation umzugehen. Ab dem Jahr 2004 ist es regelmäßig vorgekommen, dass Eltern und Angehörige die Schüler zur Schule bringen oder abholen oder selbst an Informationsterminen / Sprechtagen teilnehmen und in dem ganzen Bereich der Lippstädter Straße 32 bis 34 „wild“ parken.

Fahrzeuge vor Garagen geparkt

Nicht selten kam es vor, dass die Autos direkt vor Garagen abgestellt wurden, so dass die Ausfahrt versperrt war. Die aktuelle Situation ist beispielsweise, dass ich um 7.45 Uhr morgens zur Arbeit fahren muss. Hierfür biege ich aus der Langen Geist links ab auf die Lippstädter Straße. Von hier aus ist dann ein Rückstau bis zur Abzweigung Lippstädter Straße/Lippborger Straße. Zudem wenden eine Vielzahl von Autos auf den Bürgersteigen vor den Häusern der Lippstädter Straße 32 und 34 und in der Einmündung der Straße Lange Geist während die Schulkinder über diese Wege zur Schule gehen. Dazu kommen zahlreiche an- und abfahrende Schulbusse, sowie der hohe Nah-, Fern- und Berufsverkehr auf der Landstraße 822 am Schulzentrum entlang. Die Verkehrsführung an der Kreuzung Lippstädter Straße/Lippborger Straße behindert ebenfalls den reibungslosen Verkehrsfluss bei hohem Fahrzeugaufkommen und führt zu einem langen Rückstau auf der Lippstädter Straße. Betroffen sind auch Fahrzeuge, die in- und aus der Alten Dorfstraße abbiegen möchten oder gegenüber vom Bertgeruskindergarten.“ 

Antrag der Ortsunion Herzfeld

Die CDU-Fraktion im Lippetaler Rat hat sie Situation frühzeitig erkannt. Oliver Pösel, der selbst in der Nähe des betroffenen Bereichs wohnt, erläutert, dass die CDU bereits im Oktober einen Antrag in der Sache gestellt hat, der in Kürze im Bauausschuss beraten wird. Darin heißt es: „Die vorhandenen Parkmöglichkeiten in Herzfeld sind auf Dauer beschränkt. Der Bedarf an Parkraum für die Lippetalschule ist endgültig noch nicht klar, da die Schule im nächsten Jahr erst ihre erste Abschlussklasse haben wird. Neue Baumaßnahmen, wie die geplante KiTa an der Lippstädter Strasse, werden ebenso einen erhöhten Bedarf erzeugen. Es erscheint uns als sinnvoll durch weitere Angebote die allgemeine Parkraumsituation in Herzfeld zu entzerren. In der Umgebung gibt es mehrere ungenutzte Flächen. 

Freiflächen zu Parkplätzen machen

Die CDU Ortsunion Herzfeld erachtet es als notwendig diese gemeindeeigenen und angepachteten Flächen zu Parkflächen umzugestalten. Ebenso ist es notwendig, ein Verkehrskonzept, in Hinblick auf den Hol- und Bring-verkehr sowie Geschwindigkeitsbegrenzung, an Schulzentrum und KiTa zu erarbeiten. Hier kommt es schon heute zu Beeinträchtgungen, auch für die Anlieger.“ Das Problem erkannt zu haben, bestätigt auch Bauamts-Leiterin Elisabeth Goldstein, die ebenfalls unmittelbar im betroffenen Bereich wohnt. Sie erläutert, dass im Zuge der Planung eines neuen und verbesserten Verkehrskonzeptes auch ein externes Planungsbüro mit einbezogen werden soll, dass die Situation von außen beurteilen und an Lösungen mitarbeiten soll.

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