Arbeit im Archiv

Soesterin sichtet und ordnet Akten und Dokumente

Archiv Lippetal
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Viel Arbeit wartet im alten Sitzungssaal der Sparkasse auf Dr. Lena Lewald. Die Akten wurden bereits aus dem Keller des Rathauses ins Rathaus II umgelagert. Bürgermeisterin Maria Moritz (Möhnesee), Matthias Lürbke, Lena Lewald und die in der Verwaltung für das Archiv zuständige Hauptamtsleiterin Stephanie Grabenschröer (von links) besichtigten beim offiziellen Antrittsbesuch schon mal die neuen Archivräume mit einigen tausend Archivalien.

Mit Lippetal ist nun die vierte Gemeinde in die bereits bestehende Zusammenarbeit in Sachen Archive eingetreten

Lippetal – „Wir sind sehr glücklich über diese Kooperation, bei der zwei Archivare sich um die Akten und Dokumente der Verwaltungen aus den Landgemeinden Möhnesee, Ense, Welver und Lippetal kümmern“. Das bekräftigen unisono Bürgermeisterin Maria Moritz aus Möhnesee und Bürgermeister Matthias Lürbke aus Lippetal. Sie begrüßten die Archivarin Dr. Lena Lewald bei gebührendem Abstand im Bürgersaal von Haus Biele zum offiziellen Antrittsbesuch. Die Soester Kunsthistorikerin, die in Ostönnen aufgewachsen ist, beschäftigt sich vorrangig mit dem Aufbau und der Pflege der Archive in Lippetal und Möhnesee. Aushilfsweise wird sie auch ihre Kollegin in Ense und Welver vertreten.

Mit Lippetal ist nun die vierte Gemeinde in die bereits bestehende Zusammenarbeit in Sachen Archive eingetreten. Das Land NRW schreibt seit einiger Zeit vor, dass die Kommunen Archive einrichten, pflegen und öffentlich zugänglich machen müssen. Deshalb wird jetzt auch in Lippetal diese Aufgabe erfüllt, zumal es Zuschüsse des Landes für die Einrichtung des Archivs gibt. Die alten Akten wie zum Beispiel aus den Ämtern Oestinghausen, Herzfeld oder Lippborg und aus 50 Jahren Gemeinde Lippetal wurden bereits ins Rathaus II gebracht, wo sie im alten Sitzungssaal der Sparkasse ordentlich in Regale gestapelt sind. Aufgabe von Lena Lewald wird es nun sein, die Akten und Dokumente zu sichten, zu bewerten, zu verschlagworten und zum Wiederfinden zu katalogisieren.

Lena Lewald hat Kunstgeschichte, Ägyptologie und englische Philologie studiert. Promoviert hat sie über den münsterländischen Architekten Alfred Hensen aus Osnabrück. Berufsbezeichnung der Kunsthistorikerin ist von nun an „Archivarin“.

Bürgermeister Matthias Lürbke berichtet, dass Lewald bei der Gemeinde Möhnesee angestellt ist. Die Lippetaler hätten der Kooperationsvereinbarung zwischen den vier Gemeinden unter großen Zuspruch zugestimmt. Mit der Einrichtung des Archivs beginne nach gut 50 Jahren Lippetal wiederum eine neue Zeitrechnung. Mit ihrem derzeitigen Wohnsitz in Soest sei Lewald optimal verortet, um jeweils an unterschiedlichen Wochentagen an die jeweilige Arbeitsstelle am Möhnesee oder an der Lippe zu kommen.

Bisher schlummerten die Akten der Gemeinde leicht verstaubt überwiegend im Keller des Rathauses, demnächst werden sie in klimatisierten Räumen bei optimalen Temperaturen, Licht und Feuchtigkeit im Rathaus II eingelagert, sodass sie vor Alterung bestmöglich geschützt werden. Für Lippetal sehen Lena Lewald und Bürgermeister Lürbke insbesondere auch der Zusammenarbeit der neuen Archivarin und den beiden Heimatvereinen „Für Brauchtum und Heimat“ im Heimathaus Oestinghausen und „Brücke“ mit Archiv im Haus Biele in Hovestadt in Hovestadt sehr hoffnungsvoll entgegen. Aufarbeitung und Präsentation der Heimatgeschichte mit all ihren Facetten von Hofbesitz über Familienforschung bis zu Großereignissen, Baumaßnahmen oder Hochwasser würden zukünftig noch besser organisiert und der Öffentlichkeit präsentiert.

Wie die Heimatvereine so ist auch die Archivarin insbesondere mit Blick auf ihre zukünftige Arbeit auf die Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft angewiesen. Daher sollen feste Präsenzzeiten von Lena Lewald festgelegt werden. Geplant ist vorläufig, dass die Kunsthistorikerin mittwochs und donnerstags in Lippetal anwesend sein wird. An zwei weiteren Tagen wird sie in Möhnesee arbeiten, der fünfte Tag in der Woche wird vom aktuellen Geschehen oder Arbeitsanfall bestimmt. In Urlaubszeiten oder bei Krankheit kann sie vertretungsweise auch in Welver oder Ense einspringen.

Genaue Informationen dazu wie auch die Kontaktdaten werden baldmöglichst im Anzeiger bekannt gegeben. Letztlich strebt Lena Lewald auch eine enge Zusammenarbeit mit den hiesigen Medien an, um auch so Öffentlichkeit herzustellen und Kontakte zu schaffen und zu pflegen.

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