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ABU hat in Lippetal weiterhin viel vor

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Von: Ludger Tenberge

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Birgit Beckers und Roland Loerbroks von der ABU haben interessierte Naturfreunde vor kurzem in der Meermersch über die dortigen Maßnahmen informiert.
Birgit Beckers und Roland Loerbroks von der ABU haben interessierte Naturfreunde vor kurzem in der Meermersch über die dortigen Maßnahmen informiert. © Dülberg

Die verschiedenen Maßnahmen der Arbeitsgemeinschaft biologischer Umweltschutz (ABU) haben im Kreis Soest, aber gerade auch in der Gemeinde Lippetal, vielfältige Spuren hinterlassen. Diese Arbeit soll auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. So erläuterte der ABU-Vorsitzende Joachim Drüke in seinem Bericht für die Hauptversammlung der ABU neben vielen anderen Arbeiten die Maßnahmen in der Meermersch westlich der Disselmersch und das neue Projekt „NaturTalenteLippe“.

Lippetal – In seinem Bericht erinnerte Drüke daran, dass die Maßnahmen zur Renaturierung in der Meermersch bereits laufen. Träger der Maßnahme ist das Land im Rahmen des Life-Projektes „Wiesenvögel in NRW“. Das Projekt läuft bis 2027, die ABU werde in sieben Maßnahmenräumen aktiv, erste Arbeiten seien in diesem Jahr bereits in den Ahsewiesen durchgeführt worden. In der Meermersch erfolgen derzeit die Arbeiten zur Auenaktivierung auf rund 40 Hektar.

Träger des Projektes „NaturTalenteLippe“ sind die Stadt Lippstadt und die Gemeinde Lippetal. Hier geht es um die Aufwertung und Ergänzung vorhandener Infrastruktur für Naturerleben und Tourismus. Digitale Instrumente sollen helfen, die Natur erlebbar zu machen, geplant ist auch ein Infopunkt mit einem blau-grünen Klassenzimmer im Lippetal. Drüke: „Wir sind Projektpartner und wollen Menschen für die Natur der Lippeaue gewinnen, die Wertschätzung für Lippe und Lippeaue steigern und Rücksicht auf Wertvolles fördern.“ Das Projekt wird unter dem Dach der Regionale 2025 Südwestfalen entwickelt.

Diese Vorhaben bilden nur einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Arbeit der ABU. In der Hauptversammlung im Kulturhaus „Alter Schlachthof“ in Soest gab Dr. Henning Vierhaus zudem einen Einblick in die Ökologie und Artenvielfalt des Insektenhotels am Sitz der ABU in der Lohner Mühle. Olaf Zimball berichtete über den Möhnefluss und seine Nebenbäche. Birgit Beckers und Christian Härting stellten Maßnahmen zum Schutz des Großen Brachvogels und des Kiebitzes vor.

Ein neues Projekt der ABU „100 Türme für die Natur“ wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung und der „Deutschen Postcode Lotterie“ gefördert. Im Rahmen des Projektes soll die Situation für gebäudebewohnende Tierarten wie Schleiereule, Turmfalke, Mehl- und Rauchschwalbe, Mauersegler, Star, Haussperling sowie Fledermäuse durch das Anbringen von Nisthilfen verbessert werden.

Als „Türme“ kommen Kirchtürme, Trafo-Häuschen, Wassertürme, Mühlen, Hochsilos, Schornsteine und Sendemasten genauso in Frage wie Rathäuser und Schulen. Im Fokus des Projektes stehen dabei vor allem die Ortschaften, aber auch Gebäude in der freien Landschaft können geeignet sein. Damit sollen gerade auch Schüler mit den heimischen Vögeln und Fledermäusen vertraut gemacht werden.

Die Mitgliederversammlung hat zudem den bisherigen Vorstand auf allen Positionen einstimmig für die nächsten zwei Jahre bestätigt. Der Bericht des Vorsitzenden Joachim Drüke kann im Internet gelesen werden auf der Homepage des Vereins.

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