Regionalplan bahnt Weg für Industriegebiet an der A 2

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Ob das Kraftwerk Westfalen (im Hintergrund) die Energie für das künftige Industriegebiet liefert, das auf der Fläche im Vordergrund entstehen soll, ist noch nicht klar.

Lippetal – Das geplante Industriegebiet östlich der A2 wird immer realistischer. Mittlerweile hat auch der Regionalrat der Bezirksregierung den nötigen Änderungsbeschluss gefasst.

Ein wichtiger formeller Schritt. Die letzte Entscheidung hat die Landesregierung in Düsseldorf. „Wir gehen davon aus, dass es auch dort grünes Licht gibt“, so Bürgermeister Matthias Lürbke, „so haben wir uns das vorgestellt“. Es geht immerhin um einen massiven Eingriff in den obersten Landesplan. Setzt auch Düsseldorf keine Schranken, können die gemeindlichen Gremien loslegen. 

Zunächst gilt es, den Flächennutzungsplan zu ändern, dann steht die Aufstellung eines Bebauungsplanes an. Ein dickes Paket, weiß Lürbke. Parallel könnte die Gemeinde bereits Kontakt mit möglichen Kooperationspartnern aufnehmen. Mit der Stadt Hamm laufen Gespräche. Auf deren Gebiet liegt das Kraftwerk, das die Energieversorgung im künftigen Industriegebiet sicherstellen kann – aber nicht muss. „Im Gegensatz zu ersten Ansätzen ist die Kraft-Wärme-Kopplung keine Genehmigungsvoraussetzung mehr“, betont Lürbke. 

Dennoch habe diese Variante der günstigen Energie weiter ihren Charme. Neben der direkten Anbindung an die A2 könne dies ein weiterer Standortvorteil für das Industriegebiet sein. Zu klären sind auch noch die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke. Lürbke: „Wir sind mit allen Eigentümern seit längerem im Gespräch“. Bevor es mit denen zu Abschlüssen kommen kann, muss allerdings erst das Baurecht stehen. „Alle wissen Bescheid“, resümiert Lürbke.

 Demnächst wird aus der Idee „Interkommunales Industriegebiet“ auch Diskussionsstoff in den politischen Gremien. Der 43 Hektar große Bereich für das Industriegebiet liegt östlich der Autobahn 2 und wird durch den „Hauptweg“ im Westen, der „Dolberger Straße“ im Süden sowie dem Wirtschaftsweg „Oskerheide“ im Osten begrenzt – unweit des Golfclubs Stahlberg. Die Gemeinde Lippetal hatte bereits im Fortschreibungsverfahren des Regionalplanes im Jahr 2011 angeregt, einen neuen Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzung im Gemeindegebiet festzulegen und die Möglichkeit der Kraft-Wärme-Kopplung mit dem nahe liegenden Kraftwerk in Hamm-Uentrop zu schaffen. 

In drei Jahren sollen alle nötigen Voraussetzungen für das Industriegebiet vorliegen.

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