Unfall am Bahnübergang

Zug kollidiert mit Auto - Drei Kinder und ein Erwachsener verletzt - Lokführer unter Schock

Der Zug krachte in die Beifahrerseite des Autos.
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Der Zug krachte in die Beifahrerseite des Autos.

Am Morgen hat es im Kreis Soest einen Unfall an einem Bahnübergang bei Anröchte gegeben. Ein mit vier Personen besetztes Auto kollidierte dort mit einem Zug. Fünf Menschen wurden verletzt.

Update vom Dienstag, 22. Juni, 11.58 Uhr: Anröchte - Schon wieder ist es auf einem Bahnübergang bei Anröchte zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen! Nach ersten Informationen war ein 35-jähriger Mann aus Möhnesee mit drei Kindern im Auto auf dem Südring vom Freibad kommend in Richtung Belecker Straße unterwegs. Am unbeschrankten, aber durch Andreaskreuz, Licht- und Tonsignal gesicherten Bahnübergang hielt er zunächst mit seinem Wagen vor der roten Ampel an. „Nach einer Zeugenaussage fuhr der Mann plötzlich los während sich ein Zug von rechts näherte“, berichtete Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper. Der Lokführer leitete sofort eine Notbremsung ein. Doch dafür war es zu spät.

Der Zug stieß in die Beifahrerseite, schleifte den Wagen ein Stück mit und schleuderte den Ford anschließend auf einen angrenzenden Wirtschaftsweg. Nach Angaben von Rafael Schmidt, Leiter der Feuerwehr Anröchte, hatte es in der ersten Alarmierung der Feuerwehr um 7.28 Uhr geheißen, dass mindestens eine Person im Fahrzeug eingeklemmt worden sei. „Ebenso wurde direkt auf ‚Massenanfall von Verletzten‘ alarmiert. Es war also klar, dass mehrere Personen im Wagen gesessen haben. Da schnellt der Puls bei den Einsatzkräften natürlich hoch.“

Unfall in Anröchte: Zug kollidiert mit Auto - Rettungskräfte müssen sieben Personen betreuen

Als die Feuerwehr wenige Minuten später am Unglücksort eintraf, seien die Insassen des Ford bereits befreit gewesen. Drei von ihnen kamen - so die ersten Erkenntnisse - mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ein Kind, das auf dem Beifahrersitz saß, erlitt schwere Verletzungen. Die Polizei berichtete am Laufe des Vormittags, dass das Kind eine Platzwunde erlitten hat. Auch der Lokführer kam ins Krankenhaus. Er erlitt einen Schock. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte sieben Personen betreuen: Neben den fünf Unfallbeteiligten wurden auch zwei Zeugen in Augenschein genommen, die unter dem Eindruck des Erlebten standen.

Der Ford wurde auf einen angrenzenden Wirtschaftsweg geschleudert.

Wieso der Autofahrer „Die Verständigung mit dem Fahrer war aufgrund von Sprachbarrieren recht schwierig. Der Mann legte eine ausländische Fahrerlaubnis vor, die jedoch mittlerweile in Deutschland keine Gültigkeit mehr besitzt“, erklärte Wolfgang Lückenkemper.

Der Ford wurde bei dem Zusammenstoß sehr stark beschädigt und musste abgeschleppt werden. Auch an der Lok entstand ein wirtschaftlich hoher Schaden. Es handelte sich um dieselbe Lok, die bereits vor nicht einmal einem Monat im Anröchter Norden mit einem Auto kollidiert war.

Die Sicherheitseinrichtungen des Bahnübergangs hätten funktioniert, hieß es.

Der Bahnübergang war für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt.

Update vom Dienstag, 22. Juni, 9.27 Uhr: Entgegen ersten Informationen hat es wohl doch eine schwer verletzte Person bei dem Unfall auf dem Bahnübergang gegeben - und zwar ein Kind. Es soll aber zumindest keine Lebensgefahr bestehen. Das Auto war mit einem Erwachsenen und drei Kindern besetzt, der Zug hatte das Fahrzeug auf der Beifahrerseite gerammt.

Warum der Fahrer den Zug übersehen hatte, ist noch nicht geklärt. Der Bahnübergang am Südring bei Anröchte ist zwar nicht durch eine Schranke gesichert, ein Andreaskreuz mit Lichtsignal und ein Tonsignal warnen Autofahrer aber, wenn ein Zug naht.

[Erstmeldung vom Dienstag, 22. Juni, 8.13 Uhr]: Kreis Soest - Ein mit vier Personen besetztes Auto ist auf einem Bahnübergang bei Anröchte im Kreis Soest mit einem Zug zusammengestoßen. Die dortige Feuerwehr ist im Großeinsatz.

Ersten Informationen nach soll es keine schwer verletzten Personen geben, der Lokführer soll aber einen Schock erlitten haben.

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