Polizist verletzt / Drei Männer in Gewahrsam

ZUE-Bewohner liefern sich heftige Rangelei - dann randalieren sie im Bus und in der Einrichtung

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Die ZUE in Echtrop

Soest/Möhnesee - Mehrere Bewohner der zentralen Unterbringungseinrichtung Echtrop lieferten sich am Hansaplatz in Soest vor einem Bus eine heftige Auseinandersetzung. Dass die Polizei einschritt, hinderte sie nicht daran, im Bus zurück nach Möhnesee und in der Einrichtung weiter Randale zu machen und einen Polizisten zu verletzen. Drei Männer landeten über Nacht in einer Zelle.

Bewohner der zentralen Unterbringungseinrichtung in Echtrop waren am Donnerstagabend vor einem Bus der Linie R51 Richtung Möhnesee in Streit geraten - und lieferten sich eine heftige Rangelei. Die Polizei wurde deswegen gegen 21.40 Uhr zum Hansaplatz gerufen.

Aus dem Streit der Bewohner war eine handfeste körperliche Auseinandersetzung geworden. "Trotz der Anwesenheit eines Sicherheitsdienstes waren mehrfach Schläge ausgetauscht worden", berichtete die Polizei am Freitag. Die Beamten konnten die Situation demnach zunächst einigermaßen beruhigen. 

Streifenwagen eskortieren Bus - wieder Zwischenfall

Ein 24-jähriger Mann sei jedoch besonders durch seine aggressive Haltung aufgefallen. Er wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Die Polizisten führten bei ihm einen Alkoholvortest durch. Das Ergebnis: 1,16 Promille. 

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Doch damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende: Die etwa 35 Beteiligten stiegen der Polizei zufolge wieder in den Bus, um nach Echtrop zu fahren. 

Der Bus wurde von mehreren Streifenwagen in Richtung Möhnesee begleitet. In der Nähe von Müllingsen musste der Bus stoppen, da es wieder zu massiven Streitigkeiten kam. Dieses Mal nahmen die Polizisten einen 25-jährigen Mann in Gewahrsam, der ebenfalls alkoholisiert war (1,08 Promille) und sehr aggressiv auftrat. "Er musste ebenfalls die Nacht in einer Zelle verbringen", so die Polizei. 

Alkoholisierter 23-Jähriger verletzt Beamten

In der Unterbringungseinrichtung angekommen, wollte ein ebenfalls alkoholisierter 23-Jähriger erneut auf eine andere Gruppe einschlagen. Als ein Polizist ihm den Weg dazu versperrte, beleidigte der Mann ihn mit den Worten: "Scheiß Polizei". 

Wegen seines aggressives Auftreten beschlossen die Beamten, auch ihn zur Verhinderung von Straftaten in Gewahrsam zu nehmen, heißt es weiter. Und: "Bei der Festnahme wehrte sich der Mann heftig und fügte einem Beamten eine blutende Wunde zu." 

Nach einer Behandlung im Krankenhaus konnte der Polizist seinen Dienst fortsetzen. Ein Alkoholvortest bei dem 23-jährigen Angreifer ergab den Wert von 1,62 Promille. 

Ein Arzt untersuchte die Gewahrsamsfähigkeit, bevor auch dieser Mann über Nacht in eine Zelle gesperrt wurde. Alle drei wurden am Freitagmorgen zeitlich versetzt wieder entlassen. -eB

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