Arbeitsagentur zieht positive Bilanz

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Mauerarbeiten am neuen Feuerwehr-Gerätehaus in Ampen: Für Fachkräfte im Baugewerbe sieht es nach wie vor sehr gut aus.

Kreis Soest - Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, ist zufrieden mit der Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes.

"Begeisterungsstürme“ mag er jedoch nicht hören. Denn: 2017 wartet mit großen Herausforderungen; die Arbeitslosigkeit könnte trotz günstiger Voraussetzungen wieder steigen. „Ob die Zahl dann noch einmal unter 10.000 bleibt, ist fraglich“, so Schmale gestern bei der Jahres-Pressekonferenz .

Im Jahresdurchschnitt 2016 waren im Kreis Soest 9.865 Arbeitslose gemeldet, 183 Männer und Frauen bzw. 1,8 Prozent weniger als in 2015. Die Arbeitslosenquote sank im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkt auf durchschnittlich sechs Prozent im Jahr 2016. Mit 107.056 Beschäftigten war der Höchststand sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in einem März erreicht. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr“, so Schmale. „Der hohe Bedarf an Fachkräften auf der einen Seite sowie die Zuwanderung geflüchteter Menschen mit unterschiedlichen Startbedingungen waren Herausforderungen des vergangenen Jahres, die uns auch in der Zukunft begleiten werden“. 

Nahezu alle Personengruppen hatten Anteil am Rückgang der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr. 3.299 Personen im Alter von 50 Jahren und älter waren im Jahresdurchschnitt 2016 bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gemeldet, 108 Männer und Frauen oder 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Langzeitarbeitslosen gab es einen Rückgang um 108 Personen oder 2,8 Prozent auf 3.658 Langzeitarbeitslose im Jahresdurchschnitt 2016. 

Auch arbeitslos gemeldete schwerbehinderte Menschen profitierten im abgelaufenen Jahr von sinkender Arbeitslosigkeit. Im Kreis Soest waren mit 698 Personen 55 Schwerbehinderte bzw. 7,8 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vorjahresdurchschnitt. 

Die Jugendarbeitslosigkeit konnte nicht weiter abgebaut werden. Insgesamt waren 999 unter 25-Jährige betroffen, 73 Personen oder 7,9 Prozent mehr als im Vorjahresdurchschnitt. Hauptgrund dafür liegt in der gestiegenen Zahl junger geflüchteter Menschen. 

Die Arbeitskräftenachfrage zog in 2016 weiter an: 2.645 Stellen waren durchschnittlich im Bestand der Arbeitsagentur im Kreis Soest. Sowohl Voll- als auch Teilzeitstellen profitierten von dem Anstieg. Insgesamt meldeten Betriebe und Verwaltungen 9.242 Arbeitsstellen, 343 oder 3,9 Prozent mehr als im Jahresdurchschnitt 2015. 

Die meisten Stellenzugänge gab es nach der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeitsfirmen), im Einzelhandel, im Gesundheitswesen, in Heimen, im Baugewerbe, in der Gastronomie, in der Gebäudebetreuung, im Landverkehr, im Bereich Erziehung und Unterricht, in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie der Herstellung von Metallerzeugnissen.

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