Gewalt gegen Einsatzkräfte

Rettungsdienst-Mitarbeiter von betrunkenem Randalierer verletzt

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Symbolfoto

Lippstadt - Er wollte einem betrunkenen Randalierer helfen und wurde selbst zum Opfer: Bei einem Einsatz in Lippstadt wurde ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Stadt Lippstadt verletzt. 

Ausgangspunkt war ein Einsatz am Sonntagabend im Bereich Soesttor: Dort hatte ein 38-jähriger Lippstädter randaliert, erklärte Polizeisprecher Jens Westhaus auf Anfrage. "Eine Anwohnerin fühlte sich von dem Mann bedrängt und setzte Pfefferspray gegen ihn ein", erklärte Westhaus.

Um dem mit mehr als zwei Promille alkoholisierten Mann die vom Pfefferspray getroffenen Augen auszuspülen, rückte gegen 19.45 Uhr der Rettungsdienst der Stadt Lippstadt an. Die Polizei machte sich ebenfalls auf den Weg zum Einsatzort.

"Auch als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, beruhigte sich der Mann nicht. Als ihm die Augen vom Rettungsdienst ausgespült wurden, schlug er einen der Rettungsdienst-Mitarbeiter mit der Hand", erklärte die Polizei. Um 19.59 Uhr wurde zusätzlich die Wachbereitschaft der Feuerwehr Lippstadt zur Unterstützung alarmiert.

Der Retter gilt laut Einsatz-Protokoll der Polizei als leicht verletzt.

Der Randalierer wurde von der Polizei mitgenommen, die Nacht verbrachte er zur Ausnüchterung in einer Gewahrsamszelle der Polizeiwache Lippstadt. Mit einer Anzeige wegen Körperverletzung im Gepäck wurde er nach erfolgter Ausnüchterung entlassen.

Auch gegen die Frau, die das Pfefferspray eingesetzt hatte, wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Sollten die Vernehmungen jedoch bestätigen, dass sie in Notwehr handelte, habe sie keine Strafe zu befürchten, hieß es.

Fehlenden Respekt erlebten Einsatzkräfte am Sonntag auch bei einem Einsatz in Rüthen. Nach einem Verkehrsunfall war dort ein Auto in Flammen aufgegangen. Autofahrer quetschten sich laut Feuerwehr-Angaben durch die Einsatzstelle, obwohl die Rettungsmaßnahmen gerade erst angelaufen waren.

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