Neue Fälle in Warstein

Telefonanruf-Welle von falschen Polizisten – Das rät die echte Polizei

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Symbolbild

Kreis Soest – In den vergangenen Tagen klingelten in einigen Haushalten im Kreis die Telefone. Am Apparat: ein Polizeibeamter. Es war allerdings kein echter.

Allein 15 solcher Anrufe wurden der Kreispolizei am Mittwoch in Warstein gemeldet, auch am Dienstag habe es bereits drei ähnliche Betrugsversuche gegeben. 

"Die angeblichen Polizeibeamten fragten nach Bargeld und Schmuck im Haus. Oftmals bieten sie dann auch an die Wertsachen in "Sicherheit" vor Diebesbanden zu bringen, in dessen Fokus die Angerufenen angeblich geraten waren. Die Arbeitsweise variiert", erklärte die Polizei.

Eine Masche, die der Polizei ebenfalls nicht unbekannt ist: Den Angerufenen wird mitgeteilt, dass vor einer halben Stunde zwei Personen bei einem Wohnungseinbruch festgenommen worden seien und dass die Anschrift der Angerufenen auf einem Zettel stand, den diese Personen bei sich führten. Man wolle nun die Daten abgleichen. 

Oft, so weiß die Leitstelle der Polizei zu berichten, wird noch der Bargeld- oder Schmuckbestand abgefragt - mit dem Ziel, die Wertgegenstände im zweiten Schritt dann gleich an der Wohnungstür abzuholen. Das verkaufen die Betrüger den Angerufenen dann als "Sicherheitsmaßnahme", damit die potenziellen Diebe keine Chance auf Beute haben. Zum Glück sei keiner der Warsteiner Senioren auf die üble Tour hereingefallen. 

Glücklicherweise reagierten sie richtig: Sie legten auf und informierten die Polizei per Notrufnummer 110 über die vermeintlich "richtigen Polizisten" zwecks Anzeigenaufnahme.

Das rät die Polizei:

Bleiben Sie wachsam, vertrauen sie keinem Fremden am Telefon und geben sie niemals persönliche Daten von sich preis, etwa Alter oder finanzielle Verhältnisse. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf. Im Zweifel immer die Notrufnummer 110 anrufen.

Und noch ein Tipp: Beschränken Sie sich bei Telefonbucheinträgen zumindest beim Vornamen auf das Initial und überlegen Sie genau, ob Sie auch Ihre Adresse verzeichnen lassen müssen. Die Betrügerbanden nehmen sich jeweils gezielt einen oder nah beieinander liegende Orte vor und scannen die verfügbaren Telefonbücher nach konkreten Hinweisen auf ältere, möglichst noch allein stehende Anschlussinhaber. 

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