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Schnee im Kreis Soest: Straßen werden gesperrt - Müllabfuhr und Wochenmärkte abgesagt - Feuerwehr bleibt stecken

Die Feuerwehren im Kreis Soest begleiten den Rettungsdienst.
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Die Feuerwehren im Kreis Soest begleiten den Rettungsdienst.

Schnee und Eis haben den Kreis Soest im Griff. Über alle aktuellen Entwicklungen berichten wir in unserem Ticker.

Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Neuere Informationen zum Schnee im Kreis Soest finden Sie an dieser Stelle.

Update vom Montag, 8. Februar, 13.29 Uhr: In Soest fällt die Müllabfuhr in dieser Woche ganz aus. Axel Ruster, Leiter des Kommunalbetriebs, kündigt an, die Termine in der nächsten Woche vom 15. Februar an nachzuholen. „Das bedeutet, dass wir nächste Woche Restmüll, Biomüll und Papier abfahren.“ Sollte es wegen anhaltenden Frosts dann immer noch Schwierigkeiten geben, wird zusätzliches Personal eingesetzt werden.

„Die Kollegen von der Müllabfuhr der Kommunalen Betriebe Soest (KBS) werden in den nächsten Tagen zur Verstärkung im Winterdienst des Kommunalbetriebs eingesetzt. Hier läuft der Betrieb auf Hochtouren. Priorität haben wie üblich die Hauptstraßen, Ampelkreuzungen, Rad- und Gehwege sowie Fußgängerüberwege“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus

Darüber hinaus bleibt der Wertstoffhof am Doyenweg ebenfalls wegen der Witterungsverhältnisse am heutigen Montag und Dienstag vorübergehend geschlossen. Die Öffnung ab Mittwoch, 10. Februar 2021, wird von den weiteren Wetterverhältnissen abhängen. Die KBS werden rechtzeitig informieren.

Schneechaos im Kreis Soest: Müllabfuhr in Werl verschoben

Update vom Montag, 8. Februar, 13.27 Uhr: Der Kommunalbetrieb Werl (KBW) weist darauf hin, dass es bei der Müllabfuhr im Laufe dieser Woche zu ein oder zwei Tagen Verzögerung kommen kann. Die Werler sollen ihre Mülltonnen aber trotzdem einfach nach Abfallkalender an die Straße stellen, sagte KBW-Chef Jürgen Staubach auf Anfrage. „Dann sind wir entsprechend flexibel und können abfahren, sobald es wieder geht.“

In der Werler Innenstadt sei die Müllabfuhr am Montagmorgen noch ganz gut durchgekommen, in den Ortsteilen habe man die Touren allerdings wegen zum Teil hoher Schneeverwehungen abgebrochen. In Büderich war am Montagmorgen ein Müllfahrzeug in einer solchen Schneewehe stecken geblieben und musste vom KBW-Unimog herausgezogen werden.

Schneechaos im Kreis Soest: Straßen werden gesperrt

Update vom Montag, 8. Februar, 13.15 Uhr: Der Kreis Soest ist aktuell mit 14 Fahrzeugen im Einsatz um die rund 500 Kilometer Kreisstraßen zu räumen. Die Mitarbeiter des Bauhofs arbeiten jeweils in 8-Stunden-Schichten. Was die Arbeit erschwert, ist der Wind. Was von oben nicht an weißem Nachschub kommt, fegt der Wind von der Seite auf die frisch geräumten Straßen.

Stellenweise muss die Arbeit deswegen aufgegeben werden. Der Kreis Soest werde einige Straßen komplett sperren müssen, sagte ein Sprecher des Kreises. Welche das sind, wird noch bekannt gegeben. Ein weiteres Problem: Zwar hat der Bauhof ausreichend Salz auf Lager, immerhin rund 30 Tonnen werden momentan pro Tag gebraucht, aber ab etwa 7 Grad minus lässt die Tauwirkung des Salzes stark nach.

Räumfahrzeug im Einsatz: Ab 7 Grad minus wirkt Streusalz immer weniger

7 Grad minus ist am Montagmittag fast überall im Kreis die Höchsttemperatur, bis morgen sollen die Werte auf 16 Grad minus, örtlich sogar noch darunter, fallen. Bei solchen Temperaturen hat Streusalz dann überhaupt keine Wirkung mehr.

Update vom Montag, 8. Februar, 13.10 Uhr: Einsatz für die Feuerwehr in Welver: Das Flachdach eines Bungalows an der Rotbuche in Schwefe drohte am Montagvormittag unter der Schneelast einzustürzen. „Der Mieter hat uns alarmiert, da er leichte Risse in der Wohnung entdeckt hatte und vom Nachbarn darauf aufmerksam gemacht worden war, dass sich die Tropfkante des Daches neigt“, erläuterte Welvers Gemeindewehrführer Dirk Steinweg.

Daher machte sich die Feuerwehr Welver mit 23 Mann daran, das Dach vom Schnee zu befreien. Dabei erfuhr sie Unterstützung aus Soest durch die Drehleiter, die tags zuvor schon in Recklingsen im Einsatz war. Dort war das Dach einer Biogas-Anlage durch die Schneelast gefährdet, musste geräumt werden.

Auf dem Rückweg nach Soest blieb das Fahrzeug mit der Drehleiter in den Schneemassen in Höhe des Schützenplatzes in Schwefe stecken. Ein Abschleppunternehmen musste alarmiert werden.

Regionalzüge fahren nicht vor 16 Uhr

Update vom Montag, 8. Februar, 13.00 Uhr: Aktuelle News von der Eurobahn - der Betreiber der Regionalzüge in der Region wird seine Züge nach aktuellem Stand mindestens bis 16 Uhr stehen lassen.

Hier fährt kein Zug: die Bahnlinien sind eingeschneit.

Update vom Montag, 8. Februar, 12.55 Uhr: So ist die Lage bei den Helfern und Rettern im Lippetal: Die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde sind seit dem frühen Sonntagmorgen im Dauereinsatz, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Sämtliche Mitarbeiter und Fahrzeuge sind nonstop im Einsatz, um der Lage Herr zu werden. Unterstützt wird der Bauhof von ortsansässigen Lohnunternehmern, die sich nach Kräften bemühen, zugeschneite Wirtschaftswege frei zu schieben. Und auch viele Landwirte packen dort mit an, wo es möglich ist.

In erhöhter Alarmbereitschaft befindet sich natürlich auch die die Feuerwehr der Gemeinde Lippetal, die bei Einsätzen aller Art ausrückt. Zusätzlich begleitet sie derzeit die Rettungswagen mit geländegängigen Fahrzeugen bis zum Einsatzort. So wird das Ankommen der Rettungskräfte auch bei großen Schneemengen sichergestellt.

Schneeschippen - was und wieviel?

Update vom Montag, 8. Februar, 12.40 Uhr: Muss man Schnee schippen? Und wie weit? Und wie viel? Was und wieviel ist in Deutschland natürlich klar geregelt: Wir haben uns mal die Straßenreinigungssatzung von Welver genau angeschaut.

Update vom Montag, 8. Februar, 12.06 Uhr: Die Stadt Soest hat jetzt auch die komplette Müllabfuhr für diese Woche abgesagt.

Viele Straßen sind für die Müllfahrzeuge nicht erreichbar, außerdem würden die Kommunalen Betriebe jeden Mitarbeiter für den Winterdienst benötigen, heißt es von der Stadt Soest.

Die Mülltonnen bleiben in dieser Woche in vielen Orten stehen.

Auch in den Gemeinden des Kreises führen die Schneemengen zu Verzögerungen bei der Müllabfuhr:

  • In Lippetal werden der Biomüll und die Gelben Säcke am Montag in Herzfeld und Heintrop-Büninghausen nicht abgeholt.
  • In Bad Sassendorf bleiben die Tonnen für Restabfall und ebenfalls die Gelben Säcke am Montag stehen. Die Abfuhr in allen Bezirken wird voraussichtlich einen Tag später als geplant erfolgen, teilt die Gemeinde mit.
  • In Welver können im Abholbezirk 1 die Restmülltonnen am Montag nicht abgeholt werden. Die Abfuhr in sämtlichen Bezirken verschiebt sich auch hier um einen Tag nach hinten. Die Gelben Säcke sollen planmäßig am Freitag eingesammelt werden.
  • In Möhnesee verschiebt sich die Müllabfuhr um einen Tag. Es könne allerdings die ganze Woche noch zu weiteren Verzögerungen kommen, heißt es aus dem Rathaus.
  • In Ense können am Montag keine Restmülltonnen in Höingen, Lüttringen und Hünningen abgefahren werden. Das soll im Laufe der Woche nachgeholt werden. Es wird darum gebeten, die Tonnen an befahrbare Straßen zu stellen. Sackgassen werden nicht angefahren. Die Biotour wird voraussichtlich in der kommenden Woche nachgeholt.
  • In Wickede fällt die Restmüllabfuhr am Montag komplett aus. Es wird noch geklärt, ob und wann sie nachgeholt werden kann.

Update vom Montag, 8. Februar, 12.01 Uhr: Die Absagen häufen sich ähnlich wie der Schnee: Die Wochenmärkte in Soest und Werl fallen am Dienstag (9. Februar) aus.

Update vom Montag, 8. Februar, 11.39 Uhr: „Die Verkehrslage ist eine einzige Katastrophe“, sagt Jürgen Wirth, Leiter der Feuerwehr Soest. Um dem entgegenzuwirken, wird die Feuerwehr Soest gleich auch auf den Dörfern die Gerätehäuser besetzen lassen.

Viele Straßen im Kreis Soest sind gesperrt, die Räumdienste kommen mit der Arbeit nicht mehr nach.

Das soll im Ernstfall gleich doppelt Zeit sparen: Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sparen sich den Weg zum Gerätehaus und im Einsatzfall sind die Feuerwehrfahrzeuge binnen weniger Augenblicke unterwegs.

Aktuell sind viele Straßen, insbesondere Nebenstrecken komplett für den Verkehr gesperrt.

Auf dem Westenhellweg in Soest, eine Hauptverkehrsader, quälen sich die Autos durch den Schnee.

Update vom Montag, 8. Februar, 11.25 Uhr: Die Räumdienste kommen mit der Arbeit nicht nach. Viele Straßen sind zugeschneit, einige gänzlich unpassierbar. nach Auskunft des Kreises Soest stecken viele Räumfahrzeuge selber fest, da sich auf etlichen Straßen Autos und Lastwagen festgefahren haben und es kein Durchkommen mehr gibt.

Weiterhin gilt der dringende Appell: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte das Auto stehen lassen und zuhause bleiben

Die Bundesstraße 229 über den Möhnesee gleicht einer Skipiste.

Update vom Montag, 8. Februar, 11.15 Uhr: Die Lage auf den Straßen bleibt dramatisch. In Werl steckte jetzt ein Notarztfahrzeug in einer Schneewehe fest.

Update vom Montag, 10.50 Uhr: Bahnfahrer aufgepasst: Auch die Züge stehen weiter – die Absage der Eurobahn gilt nun bis 14 Uhr.

Update vom Montag, 10.45 Uhr: Heute fahren keine Busse mehr. Die RLG (Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH) hat mitgeteilt, dass auch im Soester Westkreis heute die Fahrzeuge im Depot bleiben. „In Arnsberg und Soest wird der Betrieb am Montag, 08. Februar 2021, ganztägig eingestellt“, schreibt die RLG auf ihrer Homepage und bei Facebook.

Update vom Montag, 8. Februar, 10.35 Uhr: Die Feuerwehren sind in Dauereinsatz. Zum einen werden die Rettungswage bei ihren Einsätzen unterstützt, zum anderen landen vielerorts Autos im Graben oder Dächer drohen unter der Last von Schnee und Eis, einzustürzen. Seit Samstag zählen Rettungsdienst und Feuerwehr 150 Einsätze (Stand, 10.30 Uhr).

In Soest, Werl, Bad Sassendorf, Lippetal, Lippstadt und Geseke werden die Feuerwachen zudem von den ehrenamtlichen Kräften besetzt. In einer Sitzung der Wehrführer und der Einsatzleitung um 13 Uhr sollen weitere Maßnahmen besprochen werden.

Schneechaos im Kreis Soest: Feuerwehren im Dauereinsatz

Update vom Montag, 8. Februar, 9.25 Uhr: In der Nacht waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen, aufgrund der Witterungsverhältnisse kreisweit im Einsatz. Die Feuerwehren unterstützten in der Nacht 13 Mal den Rettungsdienst mit allradgetrieben Fahrzeugen.

„Einmal fuhren sie als First Responder und übernahmen so die Versorgung der Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. An mehreren Stellen im gesamten Kreisgebiet mussten durch die Einsatzkräfte Fahrzeuge aus Schneewehen befreit werden“, erklärte Marc Schlunz, Sprecher der Feuerwehr im Kreis Soest.

Schneeräumer sind überall im Einsatz, haben aber teils selber Probleme, durchzukommen.

Die Einsatzleitung, die auch heute Morgen wieder im Rettungszentrum zusammen kam, behält die Lage, vor allem im Berufsverkehr genau im Blick und ist im engen Austausch mit dem Kreisbauhof. Besonders die Schneeverwehungen sorgten dafür, das mehrere Straßen wie die B516 zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Werl und Heideröschen oder der Verlarer Weg nicht passierbar waren oder sind. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke appelliert an die Verkehrsteilnehmer, insbesondere an die LKW-Fahrer, das Bundes- und Landstraßen im Bereich der Steigungen gemieden werden.

Update vom Montag, 8. Februar, 8.39 Uhr: Der Soester Feuerwehr ist unterwegs zum Endlosen Weg. Dort gefährden die Schneemassen die Stabilität eines Daches. Die Feuerwehr musste bereits am Sonntag in Soest Schnee von einem Flachdach schippen, weil es drohte, einzustürzen.

Schneechaos im Kreis Soest: Räumfahrzeuge stecken selber fest

Update vom Montag, 8.25 Uhr: Der Kreis Soest meldet: „Der Winter hat vor allem den Westen des Kreisgebietes fest im Griff. Durch Schneeverwehungen sind viele Straßen unpassierbar. Autos und Lastwagen fahren sich fest. Die Räumdienste machen was sie können. Sie kommen jedoch teilweise durch Staus auf den Landstraße nicht voran. Wer sein Auto nicht unbedingt nutzen muss, sollte es auch nicht tun. Besonders betroffen sind die Gemeinden Welver, Bad Sassendorf, Lippetal, Ense, Werl und Wickede. Bisher kam es zum Glück noch zu keinen größeren Unfällen.

Update vom Montag, 7.25 Uhr: Die Lage auf den Straßen im Kreis bleibt angespannt. Auf mehrere Straßen ist der Verkehr nur schwer möglich: Die Verbindungsstraße zwischen Herzfeld und Lippborg (Herzfelder Straße/Kesseler Straße) ist momentan offenbar nicht passierbar. Die Neheimer Straße (B516) zwischen Werl bzw. Autobahnanschluss Werl-Süd und Ense sollten Autofahrer meiden, dort herrschen gerade hohe Schneeverwehungen vor. Ähnliche Lage soll es auf dem Weslarner Weg nördlich von Soest und in Welver-Klotingen geben.

Die Feuerwehren unterstützen den Rettungsdienst mit ihren geländegängigen Einsatzfahrzeugen.

Update vom Montag, 6.42 Uhr: Die Busse im Altkreis Soest fahren - zumindest wagt die RLG (Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH) einen Versuch. Allerdings warnt sie verständlicherweise auch schon direkt vor Verspätungen.

Übrigens: In Arnsberg und Lippstadt bleiben die Busse in den Depots.

Update vom Montag, 8. Februar, 6.14 Uhr: An der Herzfelder Straße bei Lippborg ist ein Lastwagen von der Straßen abgekommen und auf der Seite liegend im Straßengraben gelandet. Der Fahrer wurde dabei zum Glück nicht verletzt. Das meldet die Rettungsleitstelle des Kreises Soest. In Westönnen hat sich am Montagmorgen ein Auto auf einem Bahnübergang festgefahren. Auch dort ist niemand verletzt worden - Glück im Unglück: Züge fahren aktuell bekanntlich ohnehin nicht.

Unwetterwarnung bis Dienstagmorgen verlängert

Update vom Montag, 8. Februar, 5.57 Uhr: Die Unwetterwarnzentrale NRW hat die Unwetterwarnung zwar auf die auf die dritthöchste Stufe (orange) herabgestuft, dafür aber bis Dienstagmorgen, 7 Uhr, verlängert. Die Warnzentrale warnt vor „Schneefall von 10 bis 20 Zentimetern: Bis Montagnacht ist zeitweise mit stärkerem Schneefall zu rechnen“. Außerdem gilt bis Dienstag, 9 Uhr, eine Warnung vor Straßenglätte und Schneeverwehungen für alle Höhenlagen des Kreises Soest.

Update vom Montag, 8. Februar, 5.48 Uhr: Auch die Zeitungsboten kämpfen mit dem Schnee. Wegen der widrigen Wetterbedingungen kann es auch zu Problemen bei der Zustellung des Soester Anzeigers kommen. Der Verlag hat daher das E-Paper freigeschaltet.

Unwetter im Kreis Soest: Starker Schneefall auch am Montag

Update vom Montag, 8. Februar, 5.39 Uhr: Zudem setzt wieder starker Schneefall ein. Der Wetterdienst Wetteronline rechnet für den Kreis Soest heute mit bis zu 10 weiteren Zentimetern Schnee. Die Temperaturen liegen aktuell bei 7 Grad minus. Wärmer wird es auch im Tagesverlauf nicht. In den nächsten Tagen soll der Winter sogar noch weiter am Kälteregler drehen. Bis zu 18 Grad minus sind drin. Immerhin gibt es zu dieser klirrenden Kälte ab Dienstag etwas Sonnenschein.

Update vom Montag, 8. Februar, 5.34 Uhr: Die RLG meldet auf ihrer Internetseite aktuell zwar noch keine Störungen, ob der Busverkehr reibungslos anläuft, darf aber bezweifelt werden.

Unwetter im Kreis Soest: Züge fahren am Montagmorgen nicht

Update vom Montag, 8. Februar, 5.24 Uhr: Schlechte Nachrichten für Pendler, die auf die Eurobahn angewiesen sind. Bis mindestens 10 Uhr wird sich heute kein Zug bewegen. Von dem Unternehmen heißt es am Montagmorgen: „Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen sind auch am Montag weiterhin erhebliche Einschränkungen zu erwarten. Bei der schweren Wetterlage und schlechten Straßenverhältnissen kann ein Busnotverkehr nicht garantiert werden. Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt über Ihre Reiseverbindung.“

Update vom Montag, 0.45 Uhr: Für die Feuerwehr Werl wird es ernst: Sie hat den ersten begleitenden Einsatz des Rettungsdienstes in Wickede. Um kurz nach halb eins ging der Hilferuf ein.

Update vom Sonntag, 21.55 Uhr: Die Feuerwehren im Kreis Soest, an deren Standorten es Rettungswachen gibt, werden auch in dieser Nacht mit einem Fahrzeug bereitstehen, um die Rettungswagen bei ihren Einsätzen auf den weiterhin verschneiten und teils vereisten Straßen zu unterstützen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Rettungskräfte rechtzeitig eintreffen, wenn sie gebraucht werden.

Update vom Sonntag, 19.19 Uhr: Abzuwarten bleibt auch, wie lange das Wetter am Montag noch für Behinderungen im Bus- und Bahnverkehr sorgen wird. Am Sonntagabend sollen die Niederschläge auch im Kreis Soest nachlassen. Aber: Laut Wettervorhersage geht es am Montagmorgen in NRW weiter mit Schneefällen.

Die Deutsche Bahn weist daher schon darauf hin, dass es auch am Montag zu Ausfällen und Verspätungen kommen wird - sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Die Bahn rät von Reisen ab. Wer auf seinen Zug angewiesen ist, sollte sich vorab online informieren. Ein Hinweis für Arbeitnehmer: Der Schnee bedeutet nicht, dass sie zu Hause bleiben können. Was für den Weg zur Arbeit gilt, lesen Sie hier.

Unwetter im Kreis Soest: Erste Straßensperrungen

Update vom Sonntag, 19.10 Uhr: Die Soester Rettungsleitstelle zieht eine erste Abendbilanz: Es scheint allmählich ruhiger für die Einsatzkräfte zu werden, in den vergangenen Stunden habe es keine schlimmeren Unfälle gegeben. Allerdings werden derzeit die ersten Straßen im Kreisgebiet gesperrt, weil sie aufgrund des anhaltenden Schneefalls nicht mehr befahrbar sind.

Diese Sperrungen werden vor Ort von den Feuerwehren in Absprache mit der Polizei vorgenommen und wohl die ganze Nacht über andauern. Am Montagmorgen müsse dann einzeln entschieden werden, welche Straßen wieder freigegeben werden können.

Ein seltenes Bild an diesem verschneiten Sonntag im Kreis Soest: Die meisten Menschen sind daheim geblieben oder haben zumindest das Auto stehen gelassen. Die Feuerwehren warnen nach wie vor, dass es auf den Straßen gefährlich werden kann.

Update vom Sonntag, 18.15 Uhr: Hellweg Entsorgung meldet gerade: Die Abfuhr der Gelben Säcke im Kreis Soest verschiebt sich wegen des Winterwetters um einen Tag.

Update vom Sonntag, 16.40 Uhr: Aktuell läuft ein Feuerwehreinsatz in der Nötten-Brüder-Wallstraße mitten in Soest. Dort droht ein Flachdach unter der Last der Schneemassen einzubrechen. Aktuell ist die Straße gesperrt.

Die Feuerwehr Soest befreit ein Flachdach in der Soester Nöttenbruder-Wall-Straße von den Schneemassen. Das Dach drohte einzubrechen.

Die Feuerwehr ging davon aus, dass das Flachdach durch die Last Schneemassen einsturzgefährdet war. Es hatten sich Risse gebildet. Zur Sicherheit haben die Feuerwehrleute das Dach komplett von den Schneemassen befreit.

Feuerwehr Soest befreit Flachdach von Schneemassen

Feuerwehr Soest befreit Flachdach in Nötten-Brüder-Wallstraße von Schneemassen.
Feuerwehr Soest befreit Flachdach in Nötten-Brüder-Wallstraße von Schneemassen.
Feuerwehr Soest befreit Flachdach in Nötten-Brüder-Wallstraße von Schneemassen.
Feuerwehr Soest befreit Flachdach in Nötten-Brüder-Wallstraße von Schneemassen.
Feuerwehr Soest befreit Flachdach von Schneemassen

Update vom Sonntag, 16.30 Uhr: Bislang positive Nachrichten auch aus Bad Sassendorf. Dort ist das Team vom Bauhof in zwei Schichten zu je acht Leuten bislang am Wochenende unterwegs gewesen, um die Straßen von Schnee und Glatteis zu befreien. „Morgen Früh um 5 Uhr geht es weiter“, kündigt Bürgermeister Malte Dahlhoff an. Bis zum Start des Berufsverkehrs sollen alle Straßen möglichst frei sein. Ein Ziel, das wohl in allen Kommunen des Kreises angepeilt wird.

Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest Teil 2

Welveraner Winterwetter.
Welveraner Winterwetter.
Welveraner Winterwetter.
Welveraner Winterwetter.
Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest Teil 2

Update vom Sonntag, 16.06 Uhr: Eurobahn-Sprecherin Nicole Pizzuti macht Bahnfahrern am Sonntagnachmittag weiter wenig Hoffnung auf eine schnelle Besserung der Situation. Bis auf Weiteres sei der Zugverkehr auf allen Linien eingestellt. Was genau „bis auf Weiteres“ heißt, sei nicht absehbar. „Wir sind in Bereitschaft. Sobald das Wetter es zulässt, können wir fahren.“ Sie gehe aber davon aus, dass auch der Berufsverkehr am Montagmorgen noch nicht nach Plan laufen wird. Ein Hauptproblem seien die immer wieder zufrierenden Weichen. Einen Notverkehr mit Bussen könne man angesichts der Witterungslage leider auch nicht anbieten. „Sicherheit geht vor“, so Pizzuti. Pendler sollten sich deshalb Montagfrüh auf jeden Fall vor Fahrtantritt im Internet informieren. Einen Überblick über die aktuelle Situation gibt es auf der Seite www.zuginfo.nrw.

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Werl versinkt im Schnee

Ganz in Weiß: Werl versinkt im Schnee.
Ganz in Weiß: Werl versinkt im Schnee.
Ganz in Weiß: Werl versinkt im Schnee.
Ganz in Weiß: Werl versinkt im Schnee.
Werl versinkt im Schnee

Update vom Sonntag, 16.00 Uhr: Unerwartete Probleme gab es übrigens in Welver in der Vorbereitung des Wochenendes: Hans Wilms, Leiter des Bauhofs in Welver, musste vor dem Wintereinbruch kurzfristig umdisponieren. Seine Mannschaft, die normalerweise für den Winterdienst zuständig ist, musste Corona-bedingt in Quarantäne. Ein Mitarbeiter des Bauhofs war positiv getestet worden, die Kollegen, die mit ihm eng zusammengearbeitet hatten, durften nicht mehr zum Dienst. „Daher musste ich eine neue Truppe organisieren“, erläuterte Wilms, der zwei Fahrzeuge am Sonntagmorgen um sechs mit drei Leuten auf den Weg brachte.

Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest

Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest. Bilder aus Soest.
Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest. Bilder aus Soest.
Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest. Bilder aus Soest.
Filigranarbeit: Die Wege in Soest werden vom Schnee befreit. Extremwetter mit Schnee, Eisregen und Sturm im Kreis Soest.
Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest

„Wir hatten zum Glück Unterstützung durch einige Landwirte, die in Eigeninitiative gehandelt haben“, lobte Wilms, der sich zudem beim Scheidinger Unternehmer Theo Pöppinghaus bedankte, der mit einem Fahrzeug die Räumaktivitäten des Bauhofs unterstützte. „Das Problem ist, dass die geräumten Straßen und Wege in kürzester Zeit wieder zuwehen“, hat die Wilms-Mannschaft alle Mühe, den weißen Massen Herr zu werden.

Update vom Sonntag 15.00 Uhr: Die Stadt Soest zog auch schon eine erste Bilanz: Im Stadtgebiet sind bislang rund 35 Mitarbeiter der Kommunalbetriebe im Einsatz, um mit allem verfügbaren und geeigneten technischen Gerät vor allem die Hauptstraßen und Ampelkreuzungen, aber auch Rad- und Gehwege vom Schnee zu räumen.

Nach Angaben von Sprecher Thorsten Bottin begann die erste Schicht am Samstag gegen 17.30 Uhr und räumte bis gegen 22 Uhr. Am Sonntag waren die Teams bereits wieder gegen 4 Uhr unterwegs. Bei allem Einsatz war es aber ein ungleicher Kampf gegen Mutter Natur, da die praktisch den ganzen Tag über Nachschub von oben herabschneien ließ.

Zu größeren Störungen, so Bottin, sei es dabei nicht gekommen - was wohl auch der Tatsache zu verdanken gewesen sei, dass die allermeisten Soester gute Ratschläge beherzigt hätten und zu Hause geblieben seien.

Update vom Sonntag, 14.15 Uhr: Die RLG (Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH) hat den Bus-Betrieb für den Sonntag bekanntlich komplett eingestellt. Ob die Busse am Montag wieder das Depot verlassen werden, lässt die RLG bislang offen.

Update vom Sonntag, 14.08 Uhr: Kleine Bauhöfe mit großen Problemen: Seit 6 Uhr sind acht Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Ense mittlerweile im Einsatz. „Es ist eine extreme Lage“, sagt der Beigeordnete Andreas Fresen. Noch bis 20.30 Uhr werde man versuchen die Hauptverkehrswege immer wieder zu räumen, mehr könne man personell nicht leisten. „Unsere Mitarbeiter brauchen ihren Schlaf“, sagt Fresen. Denn am Montagmorgen geht es bereits um 5 Uhr wieder los.

Update vom Sonntag, 13.59 Uhr: Die Feuerwehr Soest wurde am Sonntagmorgen zur Unterstützung der Feuerwehr Welver mit Drehleiter und Führungsdienst nach Welver-Recklingsen gerufen. Durch die Last von Eis und Schnee drohte das Dach der Biogasanlage einzustürzen.

„Das Dach ist eine Hülle, vergleichbar mit einer Lkw-Plane“, erklärte Jürgen Wirth, Leiter der Feuerwehr Soest. Durch den Druck in der Anlage ist diese Hülle eigentlich immer aufgebläht. „Doch Kälte, Regen, Schnee und Wind haben für eine derartige Last gesorgt, dass die Hülle nicht mehr in der Lage war, diesem Gewicht entgegenzuwirken“, so Wirth. „Da lag schätzungsweise eine Tonne drauf.“ Gefährlich wäre es ab dem Moment geworden, in dem die Hülle eingeknickt wäre: „Dann entsteht eine Senke, in der sich immer mehr ablagert“ - der Zusammenbruch wäre die Folge.

Aus der Drehleiter heraus wurde das Dach von der schweren Last befreit.

Da es sich bei der Dach-Hülle um ein solch fragiles Element handelt, war es nicht möglich, sie zu betreten. „So blieb nur die Möglichkeit, das Dach aus der Drehleiter heraus Stück für Stück mit Besen und Schaufeln vom Schnee zu befreien. Und auch dabei musste sehr vorsichtig vorgegangen werden“, berichtete Wirth. Auch mit Streusalz hatten die Einsatzkräfte hoffnungsvoll versucht, dass die schwere Last einfach abfließt.

Aber: „Durch den eiskalten Wind ist alles sofort wieder gefroren.“ Doch am Ende wurde die knapp vier Stunden lange Arbeit belohnt: „Durch das Abtragen von Schnee und Eis und die daraus folgende Entlastung hat sich die Hülle immer mehr zurück aufgebläht.“ Am Ende ist das letzte Eisplatten-Feld in einem großen Stück abgeruscht und das Dach war wieder frei.

Vorsichtig wurde das Dach von der Last befreit.

Wäre die Hülle durch die Last kaputtgegangen, wäre es Gasaustritt nach Aussage von Jürgen Wirth noch das geringere Übel gewesen, da es nicht sofort zu einer explosionsfähigen Atmosphäre gekommen wäre. „Die Hülle wäre nach innen gebrochen und in das darunter liegende Gärgut gestürzt. Das wäre ein riesiger Schaden und ein enormer Aufwand gewesen, das Ganze zu bergen.“

Durch die schnelle Hilfe der Feuerwehr konnte ein Schaden jedoch verhindert werden.

Update vom 7. Februar, 13.45 Uhr: Der Kreis Soest hält trotz der aktuellen Witterung an seinem Corona-Impf-Start am Montag fest. So ging der Kreis Soest am Sonntag davon aus, dass geimpft werden kann und auch der Zugang zum Impfzentrum frei erreichbar sein wird. Eine Verschiebung will die Kreisverwaltung grundsätzlich aber nicht ausschließen.

In Münster beispielsweise gilt die Regelung: Wer es witterungsbedingt nicht schaffen sollte, zum Wochenstart selbstständig oder mit Unterstützung das Impfzentrum zu erreichen, muss sich nicht telefonisch abmelden.

Update vom Sonntag, 13.25 Uhr: Die Lage auf den Straßen ist weiterhin relativ entspannt. „Bis jetzt ist die Lage ruhig“, heißt es von der Kreispolizei. Schneewehen erschwerten auf einigen Straßen sicherlich das Vorankommen. Noch müssten aber keine Straßen gesperrt werden.

Auch die Rettungsleitstelle bestätigt diesen Trend. So gebe auf der Hammer Landstraße zwischen Soest und Welver oder auf der Neheimer Straße am „Heideröschen“ zwischen Werl und Ense stärkere Schneeverwehungen, die für Probleme sorgten. Unter anderem sei die Fahrbahn nicht mehr richtig zu erkennen.

Probleme gibt es auch auf der Verbindungsstrecke zwischen Oestinghausen und Hovestadt, dort sei Straßen-NRW aber schon dabei, die Straße wieder freizulegen.

Unwetter im Kreis Soest: Kommunalbetrieb unermüdlich im Einsatz

Update vom Sonntag, 12.59 Uhr: Der Kommunalbetrieb Werl ist mit 17 Mitarbeitern, zwei Großfahrzeugen und drei Kleinschleppern unermüdlich im Einsatz, um Straßen und Wege von Schnee und Eis zu befreien. Eine Sisyphos-Aufgabe, weil immer wieder Schnee nachfällt. „Das Problem ist vor allem, dass es erst geregnet hat und deshalb unter dem Schnee eine dicke Eisschicht liegt“, sagt KBW-Chef Jürgen Staubach am Sonntag auf Nachfrage. Diese dicke Schicht sei nicht einfach so aufzulösen. Und bei den zunehmend sinkenden Temperaturen nehme auch die Wirkung des Streusalzes ab. 

Update vom Sonntag, 11.40 Uhr: Am Sonntag fährt kein Bus mehr. Und das war eigentlich zu erwarten: Die RLG (Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH) stellt den Busbetrieb komplett für den Sonntag ein.

Update vom Sonntag, 11.32 Uhr: Für Bahnfahrer gibt es am Sonntag kaum noch Hoffnung auf eine Verbindung. Auf der Seite der Eurobahn heißt es inzwischen: „Aufgrund des Unwetters wird der Zugverkehr der Eurobahn aus Sicherheitsgründen sukzessive eingestellt.“ Bei der schweren Wetterlage und schlechten Straßenverhältnissen könne ein Busnotverkehr nicht garantiert werden. Informationen zum aktuellen Stand bei den Bahnverbindungen gibt es auf der Seite www.zuginfo.nrw.

Unwetterwarnungen im Kreis Soest: Nichts geht bei Bus und Bahn

Update vom Sonntag, 10.25 Uhr: Aktuell vermeldet die RLG (Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH), dass der Busverkehr im Kreis Soest vorerst eingestellt bleibt. Natürlich wegen Eis und Glätte. Der Stopp gilt vorerst bis 11 Uhr.

Update vom Sonntag, 9.15 Uhr: Weiterhin fahren offensichtlich keine Züge in der Region. Regionalbahn-Anbieter Keolis (Eurobahn) vermeldet Zugausfälle, Abellio vermeldet zumindest Probleme mit dem Regionalexpress. Ein guter Grund zu Hause zu bleiben. Sowieso gilt heute: am besten zu Hause bleiben.

Die Bahn-App vermeldet aktuell: „Schnee und Eis: In der Region Nordrhein-Westfalen kommt es derzeit zu Verspätungen und Zugausfällen.“

Update, vom Sonntag, 8.55 Uhr: Die Polizei im Kreis Soest verzeichnete während des Extremwetters seit Samstagmittag acht „wetterbedingte“ Einsätze bei Verkehrsunfällen. Das vermeldet sie am Sonntagmorgen (Stand 8 Uhr). Bei den Unfällen sei jeweils geringer Sachschaden entstanden. Personen seien nicht zu Schaden gekommen, so die Polizei.

Einen Grund zur Entwarnung gibt es noch nicht. Die Polizei: „Die Streudienste im Kreis Soest sind weiterhin im Dauereinsatz. Auf den Straßen ist es dennoch teilweise spiegelglatt, da sich unter der Schneedecke eine Eisschicht gebildet hat.“

Auch für Sonntag werden starke Schneefälle und Eisregen vorausgesagt. Dazu kommen Sturmböen bis 80 km/h, die zu Schneeverwehungen führen können.

Unwetterwarnung im Kreis Soest: Rettungsleitstelle vermeldet „relativ ruhige“ Nacht

Update vom Sonntag, 8.35 Uhr: Gute Nachrichten am Morgen: „Es war relativ ruhig“, vermeldet die Rettungsleitstelle des Kreises Soest. Sicherlich habe es einige Einsätze gegeben, aber der Eindruck der Nacht scheint sich zu bewahrheiten: Die Bewohner des Kreises Soest sind – wo möglich – zu Hause geblieben.

Und die Retter wäre im Notfall bereit gewesen, aber bislang hätte auch keine der „Sitzbereitschaften“ der Feuerwehr einspringen müssen. „Aber wir wären in der Lage gewesen, im schlimmsten Fall zu unterstützen“, so die positive Nachricht.

Aber noch ist das Unwetter nicht überstanden und nach der Nacht treibt es die Menschen wieder nach draußen. Daher steigt offensichtlich gerade die Zahl der Notfälle an: „Im Moment häufen sich die Stürze von Fußgängern.“ Also: Am besten zu Hause bleiben und/oder vorsichtig sein.

Update vom Sonntag, 7. Februar, 8.20 Uhr: Die Streudienste sind im Dauereinsatz. Viele Hauptstraßen und auch Gehwege sind geräumt. Das heißt allerdings nicht, dass man mit guten Straßenverhältnissen rechnen kann. Teilweise hatte sich unter der Schneedecke eine Eisschicht gebildet. An vielen Stellen ist es gefährlich glatt.

Am Busdepot der RLG in Soest war ebenfalls der Schneeschieber im Einsatz, damit die Busse pünktlich auf die Strecke gehen können. Störungen meldet die RLG bislang nicht. Mit einem reibungslosen Busverkehr dürfte angesichts der Straßenverhältnisse und des zu erwartenden teils starken Schneefalls nicht zu rechnen sein.

Der Schneeschieber ist am Busdepot der RLG in Soest im Einsatz.

Update vom Sonntag, 7. Februar, 8.08 Uhr: Wegen einer Weichenstörung kommt es am Soester Bahnhof zu Verspätungen und Zugausfällen. Techniker seien Informiert, wann die Störung behoben ist, könne aber noch nicht gesagt werden, sagte eine Bahn-Mitarbeiterin.

Um 8 Uhr wurden Reisende in eine auf Gleis 1 gestrandete Eurobahn gebeten, um sich aufzuwärmen. Auch dieser Zug war von der Weichenstörung betroffen und konnte den Bahnhof nicht verlassen.

Signale auf Rot. Im Soester Bahnhof ging am Sonntagmorgen nichts mehr

Update, Sonntag, 8 Uhr: Schneefälle und zum Teil Eisregen, dazu Minustemperaturen und Wind: Viele Straßen sind am Sonntagmorgen spiegelglatt. Auf dem Weg zur Arbeit wurde dies einer jungen Frau auf der B55 zum Verhängnis. Die Frau war um kurz nach 7 Uhr mit ihrem Renault-Kleinwagen unterwegs zwischen Belecke und Warstein, als sie kurz vor dem Ortseingang Warstein auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der Kleinwagen drehte sich, schleuderte über die Gegenfahrbahn und kam schließlich halb im Graben und halb auf der Leitplanke zum Stehen. Die Fahrerin blieb - bis auf den gehörigen Schrecken - unverletzt.

Auf der zum Teil spiegelglatten B55 zwischen Belecke und Warstein kam am Sonntag um kurz nach 7 Uhr eine junge Fahrerin ins Schleudern und landete auf der Leitplanke.

Erstmals in dieser Nacht rückte die Bereitschaft der Feuerwehr Warstein aus. Diese war eingerichtet worden, um bei schwierigen Straßenlagen den Rettungsdienst mit geländegängigen Fahrzeugen zu unterstützen. Diese Bereitschaft sollte gerade aufgelöst werden, als die Unfall-Information bei der Leitstelle eintraf. Die Feuerwehr übernahm die Absicherung der Unfallstelle und die Betreuung der Fahrerin, bis das Fahrzeug vom Abschleppdienst geborgen war.

Ins Schleudern auf schneeglatter Fahrbahn geriet dieser Renault-Kleinwagen auf der B55 zwischen Belecke und Warstein. Die Fahrerin blieb unverletzt.

Update, Sonntag, 3.40 Uhr: Dicke Schneeflocken mischen sich mit feinem Schneegriesel. Ein stürmischer Wind treibt jetzt in Soest diese winterliche Mixtur vor sich her. Dazu sinken die Temperaturen weiter unter den Gefrierpunkt. Aktuell zeigt das Thermometer 2 Grad minus, bis zum Morgen sollen die Temperaturen auf 5 Grad minus sinken.

Update, Sonntag, 3 Uhr: Die Polizei zieht weiterhin eine entspannte Bilanz. In allen Teilen des Kreises Soest habe es zwar leichtere Verkehrsunfälle gegeben, Autos rutschten in Straßengräben, doch Verletzte seien bislang nicht zu beklagen.

Sämtliche Straßen sind vom Schnee bedeckt - doch einen Vorwurf kann man den Räumdiensten der Kommunen, des Kreises und von Straßen.NRW nicht machen: Sie sind dauerhaft im Einsatz. Doch gegen diese dynamische Wetterlage hatten sie bislang keine Chance, die Straßen so zu räumen, dass sie auch nur annähernd als schneefrei eingestuft werden könnten. Für die wenigen Autofahrer, die am Abend und in der Nacht auf den Straßen im Kreis Soest unterwegs waren, wurde es daher besonders anspruchsvoll.

Geländegängige Fahrzeuge der Feuerwehren sind in ständiger Wachbereitschaft, um die Rettungwagen bei den schwierigen Straßenverhältnissen zu unterstützen.

Bei dem starken Schneefall sank auch die Sichtweite auf teilweise unter 50 Meter, die Fahrbahnränder verschwanden unter den Schneeverwehungen. Mancher Autofahrer verlor den Überblick und landete im Straßengraben, wie ein Mann in Erwitte-Horn. Sein Wagen wurde im Frontbereich stark beschädigt.

In Erwitte-Horn musste der Abschleppdienst einen Wagen aus dem Straßengraben holen.

Jetzt, gegen 3 Uhr, fällt vielerorts Eisregen. Das dürfte die Lage auf den Straßen zusätzlich verschärfen. Wer nicht unbedingt mit dem Auto los muss, sollte auch am Sonntag zuhause bleiben.

Update, Sonntag, 00.03 Uhr: Gute Nachrichten bislang aus Möhnesee und von der Haar. Dort rieselt zwar leise der Schnee, und das bislang ohne böse Folgen. Bislang hat die Feuerwehr noch keine bemerkenswerten Einsätze zu vermelden, sodass man sich an der geschlossenen Schneedecke erfreuen kann.

In Soest hat sich eine mehrere Zentimeter hohe Schneedecke gebildet - und es schneit weiter. Auf der Niederbergheimer Straße, sonst viel befahren, herrscht gähnende Leere um diese späte Uhrzeit.

Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest

Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest. Bilder aus Soest.
Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest. Bilder aus Soest.
Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest. Bilder aus Soest.
Filigranarbeit: Die Wege in Soest werden vom Schnee befreit. Extremwetter mit Schnee, Eisregen und Sturm im Kreis Soest.
Extremwetterlage mit Sturm und Schnee im Kreis Soest

Mitternacht: In Soest hat sich eine mehrere Zentimeter hohe Schneedecke gebildet - und es schneit weiter. Auf der Niederbergheimer Straße, sonst viel befahren, herrscht gähnende Leere um diese späte Uhrzeit. Noch wurde auch nicht geräumt. Also Vorsicht!

Friedlich und weiß liegt der Werler Marktplatz da in diesen Stunden.

Update, Samstag, 23.55 Uhr: Draußen ist es richtig ungemütlich. Das bekommen wir von den wenigen Leuten mit, die noch unterwegs waren oder unterwegs sein mussten. Wind und Eiseskälte machen es außerhalb der Gebäude richtig unerträglich. Und natürlich gefährlich. Wer nicht unbedingt raus muss, sollte zu Hause bleiben.

Die Werler Straße in Welver mit einer dichten, fast unberührten Schneedecke. Glücklicherweise ist kaum jemand auf den Straßen zu sehen - jeder, der kann, bleibt zu Hause.

Update, Samstag, 23.40 Uhr: Bislang ist es auf den Straßen im Kreis Soest ruhig. Am Abend zählte die Polizei gegen 23.30 Uhr zwei leichte Verkehrsunfälle.

Einer in Anröchte, einer in Soest. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Immerhin: Dank der Tatsache, dass Wochenende ist, ist auf den Straßen grundsätzlich weniger los. Die Polizei hofft, dass das so bleibt, sagte ein Sprecher der Polizeileitstelle.

Update, Samstag, 23.30 Uhr: So schön es draußen auch aussieht, es gelten noch immer Unwetterwarnstufen violett und rot für den Kreis Soest. Am besten ist man derzeit zu Hause aufgehoben - und am sichersten.

Update, Samstag, 23.15 Uhr: Wir haben eine erste Galerie mit Eindrücken vom (bisher nur) Schneegestöber online.

Update, Samstag, 23.00 Uhr: Das Winterwetter hat jetzt auch Werl und Wickede im Griff. Der Schneefall nimmt stark zu.

Kaaaalt ist es mittlerweile in Werl. Rund um die Basilika schwirren die Schneeflocken.

Update, Samstag, 22.45 Uhr: Auch die Feuerwehr Werl ist längst vorbereitet. Und richtet sich auf eine schlaflose Nacht ein, zumindest für einen Teil der Führungskräfte. Es ist herrscht Ruhe vor dem (Schnee)Sturm.

In Warstein bildet sich auf den Straßen längst eine dichte Schneeschicht.

Update, Samstag, 22.30 Uhr: In Warstein bedeckt der Schnee bereits die Straßen und auch in den Niederungen wird das Schneetreiben stärker.

Soest versinkt im Schnee, vorerst nur das Miniaturmodell.

In Soest bleibt der Schnee mittlerweile liegen, der Schneefall nimmt stark zu.

Unwetterwarnungen für den Kreis Soest: First-Reponder-Einheit steht in Wickede bereit

Update, Samstag, 22.00 Uhr: In Wickede hat die Feuerwehr ihre Möglichkeiten den Gegebenheiten angepasst. Ab 23 Uhr steht eine First-Responder-Einheit im Gerätehaus bereit, um im Bedarfsfall mit einem geländegängigen Löschfahrzeug samt Schneeketten den Rettungsdienst zu unterstützen.

Die First Responder-Einheit wartet einsatzbereit im Feuerwehrgerätehaus in Wickede.

Das gilt vor allem für den Fall, dass die Fahrzeuge des Rettungsdienstes aufgrund der Witterungsverhältnisse keine Möglichkeit haben die Einsatzorte anzufahren.

Die Wickeder First-Responder-Einheit kann im Bedarfsfall mit einem geländegängigen Fahrzeug mitsamt Schneeketten ausrücken.

First Responder sollen die Zeit zwischen Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung durch den zuständigen Rettungsdienst verkürzen. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und umso kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Update, Samstag, 19.50 Uhr: Kreisbrandmeister Thomas Wienecke hat aufgrund der aktuellen Meldungen des Wetterdienstes die Einsatzleitung des Kreises Soest alarmiert. Diese Einheit koordiniert im Bedarfsfall das Einsatzaufkommen. Die örtlichen Feuerwehren haben teilweise einzelne Feuerwehrhäuser besetzt, um auch vor Ort schnell eingreifen zu können.

Die Einsatzleitung hat im Rettungszentrum des Kreises Soest ihre Arbeit aufgenommen.

Auch die Hilfsorganisationen wie DRK, MHD, DLRG und THW sind per entsprechendem Voralarm eingebunden. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge wurden bereits mit Schneeketten ausgestattet, um im Bedarfsfall schnell eingesetzt zu werden. Im Bereich des Rettungsdienstes unterstützt die Feuerwehr kooperativ. So sollen Rettungswagen ab dem späten Abend von geländegängigen Fahrzeugen der Feuerwehr unterstützt werden. „Die Einsatzleitung wird im Laufe der Nacht die Wetterlage ständig beobachten und entsprechende Maßnahmen einleiten“, erklärte Dirk Behrens, Sprecher der Feuerwehren im Kreis Soest.

Die Feuerwehr Soest bezieht für die Nacht von Samstag auf Sonntag die Feldbetten in der Wache am Florianweg.

Unwetter-Warnung für den Kreis Soest: Violett nördlich, rot südlich der Autobahn A44

Der DWD prognostiziert für Bereiche, die im Kreis Soest nördlich der Autobahn A44 liegen, die höchste Unwetterwarnung violett, im südlichen Bereich die zweihöchste Warnstufe rot. Demnach ist mit starkem Schneefall und mit Schneehöhen von bis zu 30-40 cm zu rechnen. Zudem soll die Temperatur in der Nacht auf -10 Grad Celsius fallen. Am morgigen Sonntag kommt dann noch Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h hinzu. Aus diesem Grund ist dann mit Schneeverwehungen zu rechnen.

Update, Samstag, 18.55 Uhr: Auch in Werl ist die Lage noch entspannt. Bei einem Grad über Null liegt leichter Schneeregen in der Luft, aber weiterhin bleibt nichts Sichtbares liegen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die starken Wetterphänomene aber ohnehin erst ab 21 Uhr für den Kreis Soest angekündigt.

Update, Samstag, 18.40 Uhr: Auf der Haar nimmt der Wind mittlerweile etwas zu, auch leichter Schneefall setzt wieder ein. Aber weiterhin wirklich nur sehr leicht.

Unwetter-Aussichten im Kreis Soest: Feuerwehr beseitigt Problem-Baum in Wickede

Unwetter im Kreis Soest: Die Feuerwehr muss erstmals in Wickede ausrücken und einen umgekippten Baum beseitigen.

Update, Samstag, 18.29 Uhr: Die Feuerwehr in Wickede muss zu einem ersten Einsatz ausrücken. Im Industriegebiet Westerhaar hängt ein Baum über der Straße. Die Feuerwehrleute rücken mit einer Drehleiter an, um den Baum zu beseitigen. Aus dem Korb heraus konnten die Einsatzkräfte schließlich den Baum mit der Motorsäge sicher beseitigen. 

Update, Samstag, 18.15 Uhr: Die ein oder andere Flocke schwebt noch in der Luft, aber im Gegensatz zu Warstein ist in den Niederungen der Börde kein Schnee zu sehen. Das ist aber offensichtlich die Ruhe vor dem Sturm, den der ein andere Fußgänger noch für einen Spaziergang nutzt. Aber auch wenn es jetzt ruhig erscheint, gilt weiterhin die Warnung von THW & Co.: „Bleibt zu Hause!

Daran halten sich aber offensichtlich die meisten und haben sich aber schon um die Mittagszeit mit dem Nötigsten eingedeckt, die Supermärkte waren richtig voll.

Update, Samstag, 16.30 Uhr: Vielerorts fiel im Kreis Soest bereits kurzzeitig Schneeregen, beispielsweise in Soest, Werl und Möhnesee. In Warstein kann man dagegen schon von echtem Schnee sprechen, der da vom Himmel fällt. Die Gärten sind bereits von einer geschlossenen Flocken-Schicht überzogen.

Auf der Haar waren heute Mittag schon zwei große Räumfahrzeuge unterwegs: „Zum Streuen“, schrieb Möhnesees Bürgermeisterin Maria Moritz dazu. „Wir sind ja auf Zack. Wir haben Vorkehrungen getroffen.“

Update, Samstag, 16.17 Uhr: Ein Innenstadt-Löschzug der Feuerwehr Soest wird ab heute Abend, 18 Uhr, die Wache am Florianweg als Wachbereitschaft besetzen. Das berichtete Wehr-Leiter Jürgen Wirth soeben im Anzeiger-Gespräch. Schon am gestrigen Freitag seien alle Geräte überprüft worden, „die in irgendeiner Form zum Einsatz kommen könnten“. Alle Fahrzeuge wurden zudem mit Streusalz ausgestattet, damit sich die Feuerwehr im Ernstfall selbst den Weg freimachen kann.

„Wir sind gut vorbereitet“, betonte Wirth. Um auch für „normale“ Feuerwehr-Einsätze gerüstet zu sein, werden von heute Abend, 18 Uhr, bis mindestens morgen Abend, 21 Uhr, jeweils 20 Einsatzkräfte in zwei Schichten die Wache besetzen. „Nach Brandschutzbedarfsplan braucht es mindestens 16 Einsatzkräfte für einen kritischen Wohnungsbrand“, so Jürgen Wirth. Mit „kritisch“ meint er einen Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr. Weitere 4 Einsatzkräfte besetzen Sonderfunktionen.

Zunächst soll der Innenstadt-Löschzug 2 die Wachbereitschaft innehaben. Am Sonntag soll er um 10 Uhr von wiederum 20 Kräften des Löschzugs 1 abgelöst werden.

Unwetterlage im Kreis Soest: Feuerwehr besetzt Wache - Corona als Herausforderung

Als besondere Herausforderung spielte Corona bei den sehr kurzfristigen Vorbereitungen eine große Rolle. So werden alle Einsatzkräfte vor dem Antritt ihres ehrenamtlichen Wachbereitschafts-Dienstes mit einem Corona-Schnelltest getestet. Die Feuerwehrleute werden in extra ausgewiesenen Einzelbereichen die Nachtruhe auf Feldbetten verbringen. „Es gibt keinen Bereich, wo alle zusammen schlafen“, betont Wirth.

So wurde das Hygiene-Konzept der Feuerwehr extra für diese Lage angepasst: „Die Leute, die auf einem Fahrzeug sitzen, halten sich auch auf der Wache in für sie ausgewiesene Sanitärbereichen auf. Auch die Verpflegung wird in Etappen eingenommen werden“, so Wirth. So sollen die Kontakte unter den Feuerwehrleuten auf ein Minimum beschränkt werden. „In einem Bereich, wo sich sonst 120 Leute aufhalten können, werden es so jetzt nur 10 sein.“ Die strenge FFP2-Maskenpflicht ist obligatorisch.

Wegen des Umbaus an der Feuerwache kam eine weitere Herausforderung hinzu: „Der ELW 1 (Einsatzleitwagen Anm. d. Red.) aus Deiringsen wird in der Innenstadt stationiert. Er hat einen Besprechungsraum, den wir nutzen können.“ Wegen des Umbaus steht der Besprechungsraum an der Wache derzeit nicht zur Verfügung.

Corona-bedingt, betonte Wirth, sei es in dieser Situation nicht möglich, die Feuerwehrleute an der Wache zu besuchen. Auch nicht von anderen Feuerwehrleuten, die nicht der Wachbereitschaft zugeteilt wurden. „Für den Zeitraum dieser Lage ist die Wache ein in sich geschlossener Bereich.“

Feuerwehr Soest bereitet sich auf Unwetter vor - darum wird die Wachbereitschaft gebildet

Durch die Wachbereitschaft soll sichergestellt werden, dass die Feuerwehr auch bei zeitlich dringenden Einsätzen rechtzeitig am Einsatzort ist. „Zudem wird die Gefahr eines Wegeunfalls einer Einsatzkraft auf dem Weg zum Gerätehaus dadurch entgegen gewirkt“, so Jürgen Wirth.

Unwetter-Gefahr im Kreis Soest: Feuerwehr Anröchte gibt Verhaltens-Tipps

Update, Samstag, 15.44 Uhr: Die Feuerwehr Anröchte, die es sonst eher selten mit Schnee-Einsätzen zu tun bekommt, sensibilisiert die Bevölkerung mit Verhaltens-Tipps für die anstehende Wetterlage: „Man erzählt sich, dass es ab heute Abend im Raum Anröchte bis zu 30 cm Neuschnee geben kann“, so die Feuerwehr Anröchte auf Facebook.

„Damit euch nichts passiert und wir im Fall der Fälle schnell helfen können“, rät die Feuerwehr:

- „Bleibt am Wochenende möglichst zu Hause und macht es euch dort gemütlich.
- Vermeidet unnötige Autofahrten.
- Haltet Hydranten und die Hinweisschilder frei von Eis und Schnee. Das spart uns wertvolle Zeit.
- Informiert euch regelmäßig über aktuellen Entwicklungen zum Wetter.
- Betretet keine vereisten Gewässer.
- Wählt die 112 bitte nur in Notsituationen
- Helft im Bedarfsfall schutzbedürftigen Personen“.

Die Feuerwehr Anröchte verspricht: „Wir sind trotz Corona auch bei einem Wintereinbruch ständig für euch einsatzbereit. Gemeinsam schaffen wir das!!

Update, Samstag, 15.30 Uhr: „Vermutlich wird man dieses Wochenende etwas länger in Erinnerung behalten. Die sich anbahnende Wetterlage bringt Schneemassen, Verwehungen und Eisregen“, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Doch was unterscheidet das Wetter dieses Wochenendes eigentlich von den anderen Schnee-Tagen, die es Ende 2020 und Anfang 2021 schon im Kreis Soest gab?

Unwetter-Warnungen für den Kreis Soest: Das unterscheidet dieses Wetter vom bisherigen Winter

Der DWD liefert eine Erklärung: Und zwar sind „Reinhard“ und „Tristan“ die beiden „Übeltäter“, die die Wetterküche über Mitteleuropa am Laufen halten und sie in der Nacht zum Sonntag richtig aufdrehen. „Tristan“ - das ist ein Tief, das von Südfrankreich Richtung Adria und Balkan zieht, und sehr milde und feuchte Luft aus Süden zu uns nach Deutschland führt.

Diese trifft auf eine ziemlich kalte Luftmasse polaren Ursprungs, die am südlichen Rand von Hoch „Gisela“ mit Schwerpunkt über Skandinavien von Osten bis in den Norden Deutschlands geführt wird. In der Folge bildet sich bei uns eine Luftmassengrenze mit großen Temperaturgegensätzen aus. Sehr gut lässt sich das anhand der Temperatur in etwa anderthalb Kilometern Höhe (bzw. für Kenner: auf dem 850 hPa-Niveau) beschreiben. In der milden Luftmasse liegt sie in Süddeutschland bei etwa +12°C, auf der kalten Seite im Norden dagegen bei etwa -12°C. „Einen solchen Temperaturunterschied gibt es nicht alle Tage“, so der DWD.

Wetter-Warnungen für den Kreis Soest: So entstehen die starken Schneefälle

An der Stelle kommt Tief „Reinhard“ ins Spiel, das zum aktuellen Zeitpunkt über Großbritannien liegt, und sich in den folgenden Stunden entlang der Luftmassengrenze nach Osten verlagert. „Reinhard“ drückt die feucht-warme Luft aus Süden weiter gegen die kalte Luft im Norden. An der Luftmassengrenze setzen deswegen ab heute Abend ergiebige Schneefälle ein. Und weil die warme Luft gleichzeitig sehr feucht ist, fallen diese äußerst ergiebig aus.

Der Deutsche Wetterdienst warnt unter anderem vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. Die Winterdienste - hier in Warstein - haben sich am Freitag bereits umfassend gerüstet.

„Von heute Abend bis in die Nacht zum Montag hinein kommen in der nördlichen Mitte 15 bis 35, lokal um 40 cm Neuschnee zusammen. Der Schwerpunkt der kräftigsten Schneefälle kristallisiert sich derzeit in einem Bereich vom Münsterland und dem Sauerland bis nach Sachsen-Anhalt und Thüringen hinein“, erklärt der DWD.

Unwetter-Warnungen für den Kreis Soest: Das macht die Wetterlage so gefährlich

Der Schnee selber ist aber nur ein Teil des Ganzen. Mit „Reinhard“ frischt auch der Wind zunehmend auf. Insbesondere in den Gebieten mit dem stärksten Schneefall weht auch der kräftigste Wind. Dabei sind Böen von bis zu 70 km/h nicht ausgeschlossen. In Kombination mit dem Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt treten teils extreme, meterhohe Schneeverwehungen auf, die Straßen- und Schienenwege unpassierbar machen können. 

Als wäre das noch nicht genug, gibt es noch einen dritten Teil dieser Geschichte. Südlich der Schneefallgebiete grenzt ein Bereich wärmerer Luft an, in dem der Niederschlag von Schnee in Regen übergeht und zur Glatteisbildung führen kann. Im heutigen Fall kann die Glatteisbildung zwei verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann der Regen auf gefrorenen Boden fallen. Zum anderen ist es möglich, dass der Regen nochmals durch eine Schicht kalter Luft von unter 0 Grad fällt, ohne zu gefrieren.

Trifft er dann auf eine Oberfläche oder einen Gegenstand, gefriert er aber sofort. Dieser sogenannte „unterkühlte Regen“ kann dann in relativ kurzer Zeit regelrechte Eispanzer auf sämtlichen Gegenständen und Objekten bilden, wie zum Beispiel auf Bäumen, Stromleitungen und -masten. Dabei besteht unter der zusätzlichen Traglast eine ernsthafte Gefahr von abbrechenden Ästen, umstürzenden Bäumen und zusammenbrechenden Stromleitungen. Die Bereiche, in denen unterkühlter und gefrierender Regen auftreten, lassen sich im Vorfeld kaum detailliert ausmachen. Es ist nur eine relativ grobe räumliche Einordnung möglich.

„Alle diese Faktoren stellen das Warnmanagement des Deutschen Wetterdienstes gerade vor enorme Herausforderungen“, betonte der DWD.

Update, Samstag, 14.15 Uhr: Das Technische Hilfswerk (THW) Soest hat seinen Gerätekraftwagen (GKW) mit Schneeketten ausgestattet. „Sollte es dieses Wochenende notwendig werden, sind wir sofort startklar“, betonte das THW Soest. Es stünden zudem Einsatzfahrzeuge ohne Schneeketten in der Halle, „sodass alle Startoptionen gegeben sind“. Das THW betont: „Bleibt zu Hause“ - diesmal nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen der Wetterwarnung.

Update, Samstag, 13.22 Uhr: Die Wetterwarnungen für den Kreis Soest im Einzelnen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor extrem starken Schneeverwehungen. Die Warnung gilt ab der Nacht von Samstag auf Sonntag, genauer gesagt ab Mitternacht, bis Sonntag, 21 Uhr. Vor starkem Schneefall warnt der DWD zwischen Samstag, 21 Uhr, und Sonntag, 21 Uhr. Derzeit ist die Rede von Mengen zwischen 15 und 30 Zentimetern Neuschnee. Verbreitet soll es glatt werden.

Sturmböen zwischen 55 und 70 km/h sollen ebenfalls zwischen Mitternacht und 18 Uhr am Sonntag für Gefahr sorgen. Mit Windböen sei bereits ab Samstagmittag zu rechnen.

Update, Samstag, 13 Uhr: Der Winter soll an diesem Wochenende im Kreis Soest besonders zuschlagen. Am Samstagmittag warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Zeitraum zwischen Samstag, 9 Uhr und Sonntag, 21 Uhr. Diese Angaben sollen im Laufe der nächsten Stunden und des Sonntags weiter aktualisiert und konkretisiert werden.

Der Deutsche Wetterdienst warnt den Kreis Soest vor gleich mehreren Unwetter-Gefahren: So müsse an diesem Wochenende, vor allem in der Nacht von Samstag auf Sonntag, mit extrem starken Schneeverwehungen, starkem Schneefall, Windböen und Glatteis gerechnet werden.

Winter-Unwetter im Kreis Soest: „Langanhaltende und kräftige Schneefälle treten auf“

Der DWD in seiner Warnung: „Von Samstagabend bis Sonntagabend treten langanhaltende und mitunter kräftige Schneefälle auf. In diesem Zeitraum muss insgesamt mit 20 bis 30 cm Neuschnee, vereinzelt auch mit bis zu 40 cm Neuschnee gerechnet werden. Die stärksten Schneefälle treten dabei voraussichtlich in der Nacht zum Sonntag auf. Dabei muss innerhalb von 12 Stunden mit 15 bis 25 cm Neuschnee gerechnet werden, örtlich sind auch bis zu 30 cm nicht ausgeschlossen.“

Im Zusammenhang mit einem in Böen starken bis stürmischen Ostwind seien zusätzlich starke, teils auch extreme Schneeverwehungen zu erwarten. „Es ist mit massiven Behinderungen im Schienen- und Straßenverkehr zu rechnen. Es besteht außerdem Gefahr durch auftretenden Schneebruch.“

Wetter-Warnung für den Kreis Soest: Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis

In der Unwetterwarnung heißt es: „Ab Samstagabend ziehen aus Süden langanhaltende und teils kräftige Niederschläge auf. Diese gehen zunehmend von Schneefall in gefrierenden Regen über. Bis zum Sonntagmittag, nach Osten hin bis Sonntagabend, muss verbreitet mit Glatteis auf Straßen und Wegen gerechnet werden.“

Der Wetterdienst betont: „Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Vermeiden Sie alle Autofahrten! Unter anderem können Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Fahren Sie nur mit Winterausrüstung!“

Wetter-Warnung für den Kreis Soest: DWD greift zur höchsten Warnstufe - violett

Für seine Unwetterwarnung griff der DWD zur höchsten Warnstufe der Farbe violett. Diese warnt vor Unwettern, durch die große Schäden entstehen können.

Es handele sich um eine „Wetterlage mit hohem Unwetterpotential“. Das Unwetter-Ereignis wird verbreitet erwartet. Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses werden für den kommenden Stunden erwartet.

Neben dem Kreis Soest zählen unter anderem auch die Stadt Hamm, der Kreis Unna und der Kreis Warendorf zu den von der Unwetterwarnung betroffenen Regionen.

Update, Samstag, 12 Uhr: Die Winterdienste in den einzelnen Städten und Gemeinden im Kreis Soest haben sich am Freitag umfassend auf die angekündigte Wetterlage vorbereitet. So haben sie unter anderem gegenüber unserer Redaktion erklärt, ab wann die Streufahrzeuge in den Einsatz gehen.

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