"Werkstatt für Behinderte"

Werkstatthalle nach Großbrand akut einsturzgefährdet - riesiger Schaden

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Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, stand die Werkstatthalle bereits lichterloh in Flammen. Sie wurde vom Feuer zerstört.

Rund 60 Feuerwehrleute bekämpften in der Nacht zu Sonntag einen Großbrand in Lippstadt-Benninghausen. In einer Halle der Westfälischen Werkstätten war ein Feuer ausgebrochen. Es breitete sich rasant aus und entwickelte eine große Zerstörungswut. Am Montag zog die Polizei eine erste Bilanz.

  • Eine Halle der Westfälischen Werkstätten in Lippstadt-Benninghausen hat in der Nacht zu Sonntag gebrannt. 
  • 60 Feuerwehrleute bekämpften den Großbrand stundenlang. 
  • Verletzt wurde zum Glück niemand.
  • Polizei schätzt den Schaden auf 250.000 Euro
  • Halle ist akut einsturzgefährdet

Lippstadt - Um 22.19 Uhr hatte die Brandmeldeanlage einer Halle der Westfälischen Werkstätten in Lippstadt-Benninghausen Alarm geschlagen: die Feuerwehr rückte aus. Wenige Minuten später war klar: In dieser Nacht werden viele Lippstädter Feuerwehrmänner und -Frauen nur wenig Schlaf bekommen. 

"Als die ersten Kräfte vor Ort eintrafen, stand die Werkstatthalle bereits in Vollbrand", erklärte ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Soest. Umgehend wurden Einsatzkräfte aus ganz Lippstadt nachalarmiert und die Bekämpfung des Großbrandes lief an.

Unter Atemschutz bekämpften die Feuerwehrmänner und -Frauen das Feuer.

Die wichtigste Nachricht: Niemand wurde laut aktuellem Kenntnisstand bei dem Brand und den stundenlangen Löscharbeiten verletzt. Frank Tafertshofer, Sprecher des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, konnte am Sonntagmittag sogar mitteilen, dass der Betrieb am Montag sogar planmäßig ablaufen könnte; vom Brand sei nur die Verpackung betroffen, die Beschäftigten werden arbeiten können. Tafertshofer drückte den Feuerwehrmännern und -frauen im Namen des LWL "großen Respekt und Dankbarkeit" aus. 

Zahlreiche Atemschutztrupps waren im Einsatz.

Großbrand in der Nacht: Feuerwehr bekämpft die Flammen von mehreren Seiten

Um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen, wurden sie von mehreren Seiten des Gebäudes von zahlreichen Trupps unter Atemschutz bekämpft. Über eine Drehleiter wurde das Dach geöffnet, um an schwer erreichbare Brandherde zu gelangen. Eine große Rauchwolke stieg bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in den sternenklaren Nachthimmel, dichte Rauchschwaden sanken zurück in die Tiefe und vernebelten den Lippstädter Stadtteil Benninghausen und die umliegenden Straßen und Felder. 

Dichter Rauch stieg in den Nachthimmel.

Ersten Schätzungen zufolge waren bis zu 60 Einsatzkräfte am Einsatz beteiligt. Um den Grundschutz im Kernstadtbereich sicherzustellen, wurde die Wache, in der normalerweise 24 Stunden am Tag hauptamtliche Feuerwehrleute Dienst haben, von freiwilligen Kräften besetzt. Diese Routine-Maßnahme sollte sich wenig später auszahlen: Noch während die Flammen in Benninghausen wüteten, brach ein weiteres Feuer im Lippstädter Stadtgebiet aus. Gegen 0.10 Uhr brannte im Lippstädter Norden zunächst ein Unterstand an einem Wohnhaus.

Die Flammen griffen schnell über, setzten die Fassade des Hauses in Brand und zogen dann in den Dachstuhl. "Teile des Daches wurden geöffnet, um Glutnester zu löschen", erklärte der Sprecher der Rettungsleitstelle. 

Großbrand in der Nacht: Die Fotos

Großbrand in Lippstadt: Halle der "Werkstatt für Behinderte" in Flammen

Die "Westfälische Werkstätten GmbH" ist eine Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) und der Lebenshilfe Lippstadt. "Wir sind eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen [...] und damit eine Einrichtung der beruflichen Rehabilitation, die der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsplatz dient", heißt es auf der Homepage der Einrichtung. Zumindest die betroffene Halle wurde durch den Großbrand komplett zerstört. Ob dies Auswirkungen auf den Betrieb hat, ist noch unklar.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Brandexperten versuchen nun, die Ursache des verheerenden Feuers klären. Der Sachschaden wird aktuell auf etwa 250.000 Euro geschätzt. 

Die Ursache für den Brand ist noch unklar. "Das Gebäude ist zurzeit akut einsturzgefährdet. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort", erklärte Polizeisprecher Holger Rehbock.

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