600 Kräfte heute im Einsatz!

"Der Wald brennt! Was tun?": Riesige Feuerwehr-Übung zwischen Hirschberg und Möhnesee

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Neben der Wasserförderung über lange Wege, so heißt es im Feuerwehr-Jargon, werden die Löschtaktik, die Führung von Bereitstellungsräumen, das Verkehrskonzept und die Erkundung der Lage vom Boden und aus der Luft geübt.

Kreis Soest - 600 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes sind heute im Arnsberger Wald zwischen Hirschberg und Möhnesee im Großeinsatz. Sie üben den Waldbrand-Ernstfall. Wanderer müssen einen Bogen um das Gebiet machen.

Mit trockenen Sommern wie den beiden vergangenen steigt das Waldbrand-Risiko. Um auf größere Szenarien vorbereitet zu sein, üben 600 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes am heutigen Samstag und dem morgigen Sonntag im Arnsberger Wald. Ein zentrales Übungsziel ist die Versorgung der Einsatzstellen in Warstein-Hirschberg und Möhnesee-Wilhelmsruh mit ausreichend Löschwasser.

Beteiligt sind Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk, Polizei und Forstbehörden aus dem Kreis Soest. Außerdem mit von der Partie sind zur 5. Bereitschaft der Bezirksregierung Arnsberg gehörende Brandschützer aus Hamm und aus dem Kreis Unna. Die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg ist unter anderem bei Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre erprobt worden. Bei der Oktober-Großübung wird das vom Land zur Verfügung gestellte Hochleistungs-Wasserfördersystems HFS (Hytrans Fire System) getestet. Damit soll über eine zwei Kilometer lange Schlauchleitung Wasser aus dem Möhnesee zu den einzelnen fiktiven Einsatzstellen gepumpt werden.

Feuerwehr: Waldbrandübung im Kreis Soest

Neben der Wasserförderung über lange Wege, so heißt es im Feuerwehr-Jargon, werden die Löschtaktik, die Führung von Bereitstellungsräumen, das Verkehrskonzept und die Erkundung der Lage vom Boden und aus der Luft geübt. Auch der Sanitätsdienst, eine Einsatzdauer von mehr als 24 Stunden, das Versorgungskonzept für Einsatzkräfte, die Kartenkunde, die Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie dem Forstamt, die Evakuierungskonzepte sowie die Warnung der Bevölkerung und die Pressearbeit stehen auf dem Prüfstand. 

„Eine besondere Herausforderung wird sicherlich der Einsatz von größeren Einsatzfahrzeugen in Waldgebieten werden. Mit einer entsprechenden Softwarelösung wollen wir erstmals direkt mit dem zuständigen Forstamt kommunizieren“, berichtet Thomas Wienecke, Kreisbrandmeister des Kreises Soest und zusammen mit den Feuerwehren Warstein und Möhnesee Initiator der Großübung. Die Koordinierung der Einsatzkräfte übernimmt der Einsatzstab des Kreises Soest, der unter der Leitung von Wienecke steht. Zum Stab gehören Führungskräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des THW, die für spezielle Funktionen ausgebildet sind.

Die Übungsleitung bittet um Verständnis für mögliche Verkehrsbehinderungen und andere Beeinträchtigungen im Übungsgebiet rund um den Lattenberg im Arnsberger Wald. Aus Sicherheitsgründen sei es nicht möglich, außer Medien und einigen Gästen weiteren Interessierten eine Beobachtung des Übungsverlaufs zu gestatten.

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