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Wälder gesperrt: Gefahr für Leib und Leben im Kreis Soest

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Von: Ludger Tenberge

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Kreis Soest - Das Betreten der Wälder im Kreis Soest ist wegen der Sturmschäden bis zum 31. Januar einschließlich verboten. Das hat das Forstamt Rüthen am Freitagmorgen per ordnungsbehördlicher Verordnung verfügt.

Wie Forstsamtsleiter Edgar Rüther erläuterte, besteht für Spaziergänger im Wald derzeit akute Gefahr für Leib und Leben. Die Waldflächen und Wege müssten daher wegen der Gefahr durch lose Äste oder nicht mehr standsichere Bäume gesperrt werden. 

Insbesondere sind viele Bäume beim Umfallen in anderen Bäumen hängen geblieben und ragen nun teilweise über die Wege hinweg. Nun können die Bäume jederzeit weiter herunter kommen, dies zumal der schwere Schnee, der in der Nacht gefallen ist, diese Gefahr weiter erhöht.  „Mehrere Tonnen Holz können dann jederzeit zu Boden fallen. Das geht leider in Bruchteilen von Sekunden.“ Deswegen die Warnung: „Wälder vorerst nicht betreten und Sperrungen beachten und überaus ernstnehmen", warnt Naturpark-Geschäftsführer Jens Hoheisel.

Schäden werden aufgerarbeitet

Das Forstamt hoffe, so Rüther, dass diese Schäden bis Ende Januar so weit aufgearbeitet sind, dass die Wege wieder frei gegeben werden können. Vorerst gelte es Schritt für Schritt erst die öffentlichen Straßen, dann die Nebenstraßen und die Wege zu kontrollieren und die Gefahrenherde zu beseitigen. 

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In einer ersten Bilanz stellte Rüther zudem fest, dass die Schäden durch den Orkan „Friederike“ in den Forsten deutlich unter denen durch den Sturm „Kyrill“ bleiben. Dieser Orkan hatte am 18. Januar 2007 erhebliche Schäden angerichtet, indem ganze Waldabschnitte umgeworfen wurden. Schätzungen gingen davon aus, dass „Kyrill“ mit Windgeschwindigkeiten bis 225 Kilometern pro Stunde allein in Nordrhein-Westfalen 25 Millionen Bäume zu Boden geworfen hatte; im Bereich der Forstbetriebsgemeinschaft Möhnesee mit rund 2.400 Hektar Gesamtfläche wurden rund 200 Hektar Wald geschädigt. 

Der Unterschied zu Kyrill

Sturm „Friederike“ hat sich dagegen eher punktuell ausgetobt. Interessant ist ein Schadensbild oberhalb des Ausgleichweihers in Günne. Die eine Hälfte des Waldes auf diesem Südhang hat vor elf Jahren „Kyrill“ umgeworfen, die andere Hälfte erledigte jetzt Friederike. Insgesamt sind die aktuellen Sturmschäden in den Wäldern nach Rüthers Einschätzung nicht so heftig wie die von „Kyrill“, weil „Friederike“ im Vergleich nicht so heftig, nicht so lange und nicht so flächig, sondern eher punktuell mit starken Böen übers Land gefegt ist. 

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Das Forstamt bemühe sich nun, bis nächste Woche ein umfassenderes Bild der Schäden zu erfassen. 

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