Einsatzleitung bekommt Informationen aus der Luft

Video: Drohne liefert spektakuläre Bilder des Großbrands in Lippstadt

Lippstadt - Es sind Szenen wie aus einem Weltuntergangs-Film - doch sie sind echt. Beim Großbrand in Lippstadt machte das Drohnenteam der Feuerwehr Werl in der Nacht zu Freitag spektakuläre Luftaufnahmen. Wie wichtig diese für die Einsatzleitung waren:

Die spektakulären Aufnahmen im Video

Das gesamte Ausmaß des riesigen Brandes bei der Firma Hartschaum in Lippstadt wurde erst aus der Luft deutlich. Die Drohne der Feuerwehr Werl diente während des Einsatzes als fliegendes Auge der Einsatzleitung.

Mit Werls Wehrchef Karsten Korte und seinen Kameraden Philipp Peters und Michael Berkenkopf waren in der Nacht zu Freitag drei von zehn Werler Drohnenpiloten vor Ort. Beim Flug herrscht Aufgabenteilung - Drohne und Kamera werden jeweils von einer Person gesteuert. In Abstimmung mit der Einsatzleitung wurde das Fluggerät über den Großbrand manövriert: "Die Erkenntnisse, die wir von den Luftbildern bekamen, waren sehr wichtig", erklärte Korte.

Großbrand in Lippstadt: Firma Hartschaum brennt nieder

So konnten die Einsatzkräfte unter anderem sehen, in welchen Bereichen die Firma brannte, wie sich das Feuer ausbreitete. Einblicke, die sie vom Boden aus nicht gehabt hätten. "Gerade bei solch großen Bränden ist es schwierig, schnell einen Gesamtüberblick zu bekommen. Die Drohne brachte schnell Erkenntnisse über das immense Ausmaß."

Wärmebildkamera bringt wichtige Informationen

Korte weiter: "Die Bilder zeigten auch, ob die Löschmaßnahmen griffen. So wussten wir sofort: Kommen wir mit dem Wasser nah genug dran?"

Eine Wärmebildkamera, die ebenfalls am Fluggerät montiert werden kann, lieferte Informationen, wo der Brand besonders heiß war. "Selbst der Rauch hatte noch eine so hohe Temperatur, dass die Drohne wohl geschmolzen wäre, wenn wir durch ihn durch geflogen wären", schilderte Korte.

Vermisste Personen wären aus der Luft gesucht worden

Wertvoll wäre die Wärmebildkamera auch für den Fall gewesen, dass Personen vermisst worden wären: "Auf dem Wärmebild hätte man sie erkennen können. Das macht die Suche für uns natürlich deutlich leichter und sicherer. Denn es ist auch klar: Wenn die Drohne zu Schaden kommt, ist das allemal besser, als wenn ein Mensch bei einer Vermisstensuche oder der Erkundung verletzt würde." 

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Werl

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