Durchsuchungen in Werl, Wickede und Möhnesee

Haftbefehle zur Abschiebung: Das sind die Ergebnisse des Polizei-Großeinsatzes

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Symbolbild

[Update: 13:42 Uhr] Werl/Wickede/Möhnesee - Die Polizei hat am frühen Donnerstagmorgen in Werl, Wickede und Möhnesee einen Großeinsatz durchgeführt. Mehrere Wohnungen wurden durchsucht. Grund der Aktion: der Verdacht auf Verstöße gegen das Ausländerrecht.

Um 6 Uhr hatten Polizei-Einsatzkräfte insgesamt sechs Objekte mit dem Ziel durchsucht, mehrere Personen festzunehmen und Beweise zu sichern.

In Werl waren das Wohnungen an der Panningstraße, dem Justus-Liebig-Platz, am Kiebitzweg und in der Erbsälzerstraße, in Wickede war ein Haus der Fichtenstraße von der Kontrolle betroffen und in Möhnesee-Wamel schließlich wurde eine Wohnung an der Bahnhofstraße von den Beamten aufgesucht.

Weil in zwei Fällen Schusswaffen in den Räumen vermutet wurden, waren auch Spezialeinsatzkräfte im Einsatz - beispielsweise an der Panningstraße in Werl und in Wickede. 

Mehrere Festnahmen

Es gab laut Mitteilung der Polizei mehrere Festnahmen. "Nach ersten polizeilichen Maßnahmen werden nun Vernehmungen und Sichtungen von Beweisstücken durchgeführt", hieß es. 

Zu ersten Ergebnissen äußerte die Polizei sich am Mittag: Dabei heißt es, die Polizisten trafen in keinem der Objekte auf Widerstand. Schusswaffen wurden ebenfalls nicht gefunden. 

Haftbefehle zur Abschiebung

Für einen 24-jährigen Mann aus Werl und einen 31-jährigen Mann aus Möhnesee bestehen Abschiebe-Haftbefehle nach Albanien. "Vier weitere albanische Staatsbürger wurden zu Vernehmungen und erkennungsdienstlichen Behandlungen mitgenommen", so die Polizei.

In den Wohnungen wurden zahlreiche Dokumente, Ausweisdokumente, Handys und Computer sichergestellt. Diese werden jetzt durch die ermittelnden Behörden ausgewertet.

Drogen und Urkundenfälschung

 In zwei Wohnungen konnten außerdem geringe Menge Betäubungsmittel aufgefunden werden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern, Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise und illegalem Aufenthalt in der Bundesrepublik. 

Außerdem werde wegen vielfachen Sozialleistungsbetrugs ermittelt. An dem Einsatz waren neben der Polizei auch das Ausländeramt und die Staatsanwaltschaft beteiligt. "Die Auswertungen der sichergestellten Beweisstücke sowie weitere Ermittlungen werden die beteiligten Behörden sicherlich noch eine Weile beschäftigen."

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