Coronavirus im Kreis Soest

Im Industriepark Höingen kommen die Schutzmasken direkt aus zwölf 3D-Druckern

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Insgesamt zwölf dieser 3D-Drucker laufen jetzt bei der Mattern GmbH rund um die Uhr und drucken Schutzausrüstung.

Die Mattern Consult GmbH in Ense ist im Kerngeschäft eigentlich bekannt als Spezialist für Intralogistik und Produktionsregelung. Jetzt werden Masken hergestellt.

Das im Projektgeschäft arbeitende Unternehmen hat im Zuge des Lock-Downs zur Eindämmung der Corona-Pandemie kreativ nach Möglichkeiten gesucht, während dieser Krise aktiv zu bleiben und einen Beitrag zum Schutz der Menschen zu leisten.

Am Sitz des Unternehmens im Industriepark Höingen werden nun die Kapazitäten von zwölf vorhandenen 3D-Druckern genutzt, um rund um die Uhr Gesichtsvisiere, Mund-Nase-Masken und Clips für die Halterung von einfachen Tuchmasken zu produzieren. 

Rund 250 Visiere wachsen pro Woche auf den High-Tech-Druckern, Masken dauern etwas länger. Die Produkte werden zum Selbstkostenpreis angeboten, Zielgruppe sind vor allem Gewerbetreibende wie Friseure oder Supermärkte.

Coronavirus im Kreis Soest: Immenser Bedarf an Hygieneartikeln

„Der Gedanke, vorhandenes produktionstechnisches Know-How zu nutzen, um den immensen Bedarf an Gegenständen zur Sicherung ausreichender Hygienemaßnahmen zu befriedigen, war sehr schnell geboren. Kurzerhand haben wir ein Großraumbüro der Verwaltung zur Produktionsstätte umfunktioniert“, berichtet Vertriebsmitarbeiterin Nicole Sölken. 

Hinter einem Plexiglas-Schutz im Kassenbereich und unter sachgerechter Verwendung von Mundschutz seien Mitarbeiter im Einzelhandel sicher schon gut geschützt. „Wenn sie diesen Bereich zur Kundenberatung und zum Auffüllen der Ware verlassen, kann ein Gesichtsvisier dabei helfen, diesen Schutz aufrecht zu erhalten“, sagt Sölken. 

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Der Einsatz des Visiers sei darüber hinaus auch in vielen weiteren Bereichen denkbar, zum Beispiel in Friseurbetrieben, auch in Produktionen und vielen weiteren Bereichen – überall, wo Menschen nah aufeinandertreffen und sich wie auch andere so gut wie möglich schützen sollten. Eine Zertifizierung nach der EU-Verordnung für persönliche Schutzausrüstung, wie sie in den medizinischen Bereichen notwendig ist, strebt das Unternehmen mit den Produkten nicht an.

„Vielmehr möchten meine Mitarbeiter und ich daran mitwirken, dass solche Produkte gerade in der aktuellen Versorgungslage vor allem den Menschen zukommen können, die in unermüdlichem Einsatz und unter stärkster Gefährdung ihrer Gesundheit in den Kliniken die Schwerinfizierten behandeln und betreuen“, sagt Dipl.-Ing. Wolfgang Mattern. „Unser Angebot richtet sich eher an Gewerbetreibende und deren Mitarbeiter, aber auch an uns alle als Verbraucher und Menschen, die im Umgang miteinander während der Corona-Krise ein Zeichen für ein verantwortungsvolles Handeln setzen wollen.“

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