Rund 5000 Euro Sachschaden

Einsatz auf der A44: Lkw kommt von der Fahrbahn ab und landet im Graben

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Der Lkw musste stabilisiert werden.

Anröchte - Am Mittwochmorgen krachte es wieder einmal auf der A44 im Kreis Soest. Ein Lkw war von der Fahrbahn abgekommen und kippte in die Böschung. 

Gegen 5.10 Uhr ging der Alarm am Mittwochmorgen bei Feuerwehr und Polizei ein: Ein Sattelzug war zwischen den Anschlussstellen Erwitte/Anröchte und Geseke in Fahrtrichtung Kassel nach rechts von der Fahrbahn abgekommen.

Doch die Insassen hatten großes Glück: "Der Lkw hat sich im Grunde genommen butterweich in die Böschung gelehnt", schilderte Rafael Schmidt, Leiter der Feuerwehr Anröchte. Demnach blieben sowohl die 26-jährige Fahrerin aus Polen als auch ihr 29-jähriger Beifahrer unverletzt. Polizeibeamte stellten den Führerschein der Frau sicher. Zudem musste sie eine Sicherheitsleistung zahlen.

Wie es zu dem Unfall kam, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar, erklärte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage. Anzeiger-Informationen zufolge wird Sekundenschlaf nicht ausgeschlossen.

Die oberste Priorität für die Feuerwehr war unmittelbar nach Eintreffen an der Unfallstelle, den Lkw mit einem Stütz-System so zu stabilisieren, dass er nicht unkontrolliert "zurückkippen" konnte. Ein gefahrloses Arbeiten am Fahrzeug, auf dem Kosmetikartikel geladen waren, wäre anderenfalls nicht möglich gewesen.

Feuerwehr fängt auslaufenden Treibstoff auf

Obwohl der gesamte Unfall verhältnismäßig glimpflich ablief, wurde der Lkw beschädigt - wie die Polizei später schätzte, entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro: Unter anderem schlug einer der beiden Dieseltanks Leck. Etwa 50 Liter Diesel gerieten bis zum Eintreffen der Feuerwehr in die Umwelt. Die Einsatzkräfte fingen den weiter auslaufenden Treibstoff ab und entsorgten ihn. 

Die A44 blieb während der etwa 5 Stunden andauernden Arbeiten einspurig befahrbar.

Das kontaminierte Erdreich wurde in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Soest ausgegraben und wird ebenfalls entsorgt. Der havarierte Lkw musste mit einem Kran geborgen werden.

Eine Vollsperrung der Autobahn war nicht nötig: Lediglich die rechte Spur musste während der Bergungsarbeiten gesperrt werden. Der Verkehr staute sich nach Angaben der Autobahnpolizei zwischenzeitlich auf zwei Kilometer. Gegen 10.25 Uhr war der Einsatz nach rund fünf Stunden für die etwa 25 Kräfte der Feuerwehr Anröchte als auch für die Polizei beendet.

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